EFSA bewertet TFA-Risiko in Lebensmitteln und Trinkwasser EU; ADI 0,014 mg/kg ARfD 0,07 mg/kg

Veröffentlicht am 21. August 2026

TFA ist ein Abbauprodukt aus einer Vielzahl von Quellen, insbesondere von Kälte- und Treibmitteln, Pflanzenschutzmitteln oder auch Arzneimitteln. Über die Umwelt kann die Substanz in Lebensmittel und das Trinkwasser gelangen.

TFA entsteht als Abbauprodukt von per- und polyfluorierten Alkylverbindungen (PFAS). Es kann über viele Wege in die Umwelt gelangen und ist sehr gut wasserlöslich. Daher tritt es flächendeckend im Grundwasser auf und kann auch im Trinkwasser nachgewiesen werden. Die Substanz ist in der Umwelt nicht abbaubar.

Zum Vorkommen in pflanzlichen Lebensmitteln läuft derzeit eine Analyse des BLV.

Unterschiedliche Quellen TFA gelangt über viele Wege in die Umwelt. Die Hauptquellen sind gasförmige Kälte- und Treibmittel sowie Pflanzenschutzmittel. Auch Biozide, Arzneimittel und zahlreiche Industriechemikalien können TFA bilden.

TFA gelangt über viele Wege in die Umwelt. Die Hauptquellen sind gasförmige Kälte- und Treibmittel sowie Pflanzenschutzmittel. Auch Biozide, Arzneimittel und zahlreiche Industriechemikalien können TFA bilden.

TFA als Abbauprodukt von Pflanzenschutzmitteln Verschiedene Pflanzenschutzmittelwirkstoffe können sich potenziell zu TFA abbauen. Sie werden vor allem als Herbizide und Fungizide eingesetzt, vereinzelt auch als Insektizide. Zwei Wirkstoffen – Flufenacet und Tritosulfuron – wurde die Genehmigung in der Schweiz per 1. Juli 2025 entzogen. Die Europäische Chemikalienagentur ECHA und die Europäische Lebensmittelsicherheitsbehörde EFSA untersuchen, wie sich PFAS-haltige Pflanzenschutzmittel zu TFA abbauen und wie sich diese Verbindungen in Boden und Wasser verhalten. Abhängig davon werden Massnahmen ergriffen. Sollte die EU Wirkstoffen die Genehmigung entziehen, gilt dieser Entscheid unmittelbar auch in der Schweiz. BAFU: Pflanzenschutzmittel-Wirkstoffe, die als PFAS gelten und sich potentiell zu TFA abbauen

TFA als Abbauprodukt von Pflanzenschutzmitteln

Verschiedene Pflanzenschutzmittelwirkstoffe können sich potenziell zu TFA abbauen. Sie werden vor allem als Herbizide und Fungizide eingesetzt, vereinzelt auch als Insektizide. Zwei Wirkstoffen – Flufenacet und Tritosulfuron – wurde die Genehmigung in der Schweiz per 1. Juli 2025 entzogen.

Die Europäische Chemikalienagentur ECHA und die Europäische Lebensmittelsicherheitsbehörde EFSA untersuchen, wie sich PFAS-haltige Pflanzenschutzmittel zu TFA abbauen und wie sich diese Verbindungen in Boden und Wasser verhalten. Abhängig davon werden Massnahmen ergriffen. Sollte die EU Wirkstoffen die Genehmigung entziehen, gilt dieser Entscheid unmittelbar auch in der Schweiz.

BAFU: Pflanzenschutzmittel-Wirkstoffe, die als PFAS gelten und sich potentiell zu TFA abbauen

Mehr erfahren Untersuchungskampagne zu PFAS in Trinkwasser 2023, Verband der Kantonschemiker der Schweiz BAFU: TFA im Grundwasser

Untersuchungskampagne zu PFAS in Trinkwasser 2023, Verband der Kantonschemiker der Schweiz

Die Europäische Lebensmittelsicherheitsbehörde EFSA hat das Risiko von TFA bei der Aufnahme über Lebensmittel und Trinkwasser 2026 neu bewertet. Dabei hat TFA im Tierversuch die Spiegel von Schilddrüsenhormonen verändert, insbesondere von Thyroxin. Thyroxin steuert Funktionen wie den Stoffwechsel oder die Körpertemperatur.

Aufgrund dieser Resultate legte die EFSA für Menschen eine zulässige tägliche TFA-Aufnahmemenge (ADI) von 0,014 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht fest. Dieser Wert liegt etwa dreieinhalb Mal tiefer als der bisherige. Auch eine akute Referenzdosis (ARfD) wurde definiert. Sie beträgt 0,07 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht. Die ARfD gibt die geschätzte maximale Menge eines Stoffs an, die im Verlauf eines Tages ohne erkennbares Gesundheitsrisiko aufgenommen werden kann. Diese Werte wurden noch nicht in rechtlich verbindliche Höchstwerte für Lebensmittel und Trinkwasser übersetzt.

EFSA-Risikobewertung von TFA, Juli 2026

Höchstwerte für Schadstoffe in Lebensmitteln müssen mit den wichtigsten Handelspartnern der Schweiz koordiniert sein, um dasselbe Gesundheitsschutzniveau und einen reibungslosen Handel mit Lebensmitteln sicherzustellen. Die Schweiz steht bezüglich einer Regelung von TFA im Austausch mit ihren europäischen Partnern. Sollte die EU Höchstwerte für Lebensmittel oder das Trinkwasser erlassen, wird die Schweiz deren Übernahme prüfen.

Höchstwerte sind eine Schutzmassnahme für die Konsumentinnen und Konsumenten am Ende der Problemkette. Langfristig muss das Augenmerk darauf liegen, dass weniger Schadstoffe in die Umwelt und damit in Lebensmittel gelangen.

EFSA: Risikobewertung von TFA in Lebensmitteln und Trinkwasser