Thomas Sternberg erhält den Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf; für Synodalen Weg, jüdisches Leben, Kunst und Kultur
Auch für Synodalen Weg: Land NRW verleiht Sternberg Verdienstorden | katholisch.de
Auch für Synodalen Weg: Land NRW verleiht Sternberg Verdienstorden
VERÖFFENTLICHT AM 21.08.2026 UM 13:20 UHR – LESEDAUER: 1 MINUTE
DÜSSELDORF - Als Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken gehörte Thomas Sternberg zu den Initiatoren des Synodalen Wegs und leitete das Reformprojekt bis 2021. Nun wird er für sein Engagement ausgezeichnet.
Der ehemalige Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Thomas Sternberg, wird mit dem Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet. “Professor Thomas Sternberg hat als Leiter des Franz-Hitze-Hauses, Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken und Präsident der Kunststiftung NRW Bildung, kirchlichen Dialog und Kultur nachhaltig geprägt”, heißt es in einer Pressemitteilung des Landes . “Mit seinem Einsatz für den Synodalen Weg , die Erinnerung an jüdisches Leben in Deutschland sowie für Kunst und Kultur hat er das Gemeinwohl in Nordrhein-Westfalen und darüber hinaus in besonderer Weise gefördert.”
Sternberg ist eine von 16 Personen, denen Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) am kommenden Montag in der Staatskanzlei in Düsseldorf den Verdienstorden verleihen wird. “Traditionell ehrt die Landesregierung mit dem Landesverdienstorden gesellschaftlich besonders engagierte Bürgerinnen und Bürger für ihre herausragenden Leistungen für das Land Nordrhein-Westfalen und seine Menschen”, heißt es in der Mitteilung. Neben Sternberg werden unter anderem Veronica Ferres, Thomas Kutschaty und Franz Müntefering ausgezeichnet.
Der im nordrhein-westfälischen Elspe geborene Sternberg war von 1988 bis 2016 Direktor der Katholischen Akademie Franz-Hitze-Haus im Bistum Münster. Von 2015 bis 2021 war er Präsident des ZdK. Gemeinsam mit dem Münchner Kardinal Reinhard Marx rief er 2019 den Synodalen Weg der Kirche in Deutschland ins Leben. Bis zu seinem Ende als ZdK-Präsident 2021 war er Co-Präsident des Reformprojekts. Anschließend nahm er als Mitglied der Synodalversammlung weiter an den Sitzungen teil. (cbr)
Ex-ZdK-Präsident Sternberg: Synodaler Weg großer Erfolg
Der Missbrauchsskandal in der Kirche war der Auslöser für den Synodalen Weg. Der Prozess habe gezeigt, dass alle gewillt seien, die systemischen Faktoren in Reformen anzugehen, bilanziert Thomas Sternberg. Doch es gebe weiterhin Handlungsbedarf.
Der Synodale Weg der Kirche in Deutschland
Wie geht es nach dem Missbrauchsskandal in der katholischen Kirche in Deutschland weiter? Bei der Frühjahrs-Vollversammlung 2019 in Lingen beschlossen die deutschen Bischöfe einen Synodalen Weg. Gemeinsam mit allen Gläubigen wollen sie Reformen anstoßen. Die Themen: Machtmissbrauch, Sexualmoral, Zölibat und die Rolle der Frau.
Alle seien gewillt, systemische Faktoren des Missbrauchs anzugehen