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title: "Hof Dinkelberg leidet unter Trockenheit Schopfheim; 50% Ernteausfall, 200.000 Euro Schaden"
sdDatePublished: "2026-08-21T12:33:00Z"
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Hof Dinkelberg leidet unter Trockenheit Schopfheim; 50% Ernteausfall, 200.000 Euro Schaden

Trockenheit setzt Hof Dinkelberg massiv zu | Stadt Schopfheim

Trockenheit setzt Hof Dinkelberg massiv zu

Die anhaltende Trockenheit stellt die Landwirtschaft in der Region vor enorme Herausforderungen. Auch der Hof Dinkelberg ist von den Folgen der fehlenden Niederschläge massiv betroffen. Bürgermeister Dirk Harscher besuchte den Hof und informierte sich bei einem Rundgang über die aktuelle Situation und die Auswirkungen auf Anbau, Tierhaltung und die wirtschaftliche Situation des landwirtschaftlichen Betriebs.

Bereits beim Blick auf die vom Hof Dinkelberg bewirtschafteten Flächen wird das Ausmaß der Trockenheit deutlich. Besonders dramatisch ist die Situation beim Gemüseanbau. Bei einigen Kulturen wird in diesem Jahr voraussichtlich überhaupt keine Ernte mehr möglich sein. Bei anderen Pflanzen hoffen die Verantwortlichen noch darauf, zumindest einen Teil der Ernte einfahren zu können, wenn in den kommenden Wochen ausreichend Regen fällt.

„Dieses Jahr hat es uns voll erwischt“, erläutert Markus Feig, zuständig für den Gemüseanbau. Die anhaltende Trockenheit habe die Pflanzen stark geschädigt und mache die Bewirtschaftung der Flächen zunehmend schwierig. Gleichzeitig steige der Aufwand, um die vorhandenen Kulturen überhaupt noch zu retten.

Um die Kundinnen und Kunden weiterhin mit hochwertigen regionalen Bio-Produkten versorgen zu können, kauft der Hof derzeit zusätzlich Waren von befreundeten Bio-Landwirten aus dem Rheintal zu. Die Produkte entsprechen dabei der gleichen Qualitätsausrichtung. Rund 1.000 Kundinnen und Kunden werden derzeit regelmäßig durch den Hof Dinkelberg pro Woche versorgt – entweder über die Biokisten oder beim Verkauf auf dem Wochenmarkt.

Die wirtschaftlichen Auswirkungen sind erheblich. Nach Einschätzung der Betreiber ist für dieses und das kommende Jahr mit einem Ernteausfall von insgesamt rund 50 Prozent zu rechnen. Daraus ergibt sich voraussichtlich ein wirtschaftlicher Schaden von etwa 200.000 Euro.

„Wir versuchen derzeit mit großem zusätzlichen Aufwand zu retten, was noch zu retten ist“, erklärt Landwirt Martin Haas. Die manuelle Bewässerung sei sehr arbeitsintensiv und verursache zusätzliche Kosten. Dennoch sei sie notwendig, um zumindest noch einen Teil der Ernte zu sichern.

Die Trockenheit wirkt sich nicht nur auf den Gemüseanbau aus. Auch für die Tiere steht auf den Weideflächen inzwischen kaum noch ausreichend Futter zur Verfügung. Viele Tiere müssen deshalb bereits jetzt im Stall gehalten und mit eingelagertem Winterfutter versorgt werden.

Ob die vorhandenen Futtervorräte tatsächlich über den Winter reichen werden, ist derzeit noch unklar. Sollte sich die Situation nicht verbessern, könnte der Hof gezwungen sein, zusätzliches Futter zuzukaufen.

Insgesamt bewirtschaftet der Hof Dinkelberg rund 150 Hektar Fläche. Davon entfallen etwa 50 Hektar auf den Gemüseanbau und rund 100 Hektar auf Tierhaltung und Weideflächen. Am Hof sind derzeit 65 Mitarbeitende beschäftigt.

Auch Markus Hurter, zuständig für die Vermarktung und Verwaltung, macht deutlich, wie wichtig die Unterstützung durch die Kundinnen und Kunden gerade in dieser schwierigen Situation ist: „Wir sind über jede verkaufte Gurke auf dem Markt froh.“ Gleichzeitig appelliert er an die Verbraucherinnen und Verbraucher, weiterhin bewusst regionale Produkte vor Ort einzukaufen und damit die heimischen Landwirtschaftsbetriebe zu unterstützen.

Bürgermeister Dirk Harscher zeigte sich bei seinem Besuch beeindruckt von den Anstrengungen des Hofes und den Auswirkungen der Trockenheit: „Die Folgen der anhaltenden Trockenheit sind auf den Feldern unmittelbar sichtbar. Was hier geleistet wird, um die Ernte und die Versorgung der Kundinnen und Kunden trotz der schwierigen Bedingungen aufrechtzuerhalten, verdient großen Respekt. Unsere Landwirtschaft ist ein wichtiger Bestandteil unserer Region. Gerade in solchen außergewöhnlichen Situationen ist es wichtig, dass wir die Betriebe vor Ort unterstützen.“

Für die Verantwortlichen bleibt deshalb vor allem die Hoffnung auf ausreichend Niederschlag in den kommenden Wochen. Denn jeder Regentag könnte dazu beitragen, noch einen Teil der Ernte zu retten und die Folgen der außergewöhnlichen Trockenheit zumindest etwas abzumildern.