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title: "ARD, Deutschlandradio, ProSiebenSat.1, RTL Deutschland, Deutsche Welle, ZDF, BDZV, MVFP in Berlin gegen US-amerikanische VISA-Pläne für Korrespondenten; Visa-Laufzeit 240 Tage"
sdDatePublished: "2026-08-24T14:22:00Z"
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ARD, Deutschlandradio, ProSiebenSat.1, RTL Deutschland, Deutsche Welle, ZDF, BDZV, MVFP in Berlin gegen US-amerikanische VISA-Pläne für Korrespondenten; Visa-Laufzeit 240 Tage

Neue Regeln schwächen die Presse: BDZV fordert Pressefolgencheck

PRESSEMITTEILUNG
Medienunternehmen und -verbände wenden sich gegen amerikanische VISA-Pläne für
Korrespondenten
ARD, Deutschlandradio, ProSiebenSat.1, RTL Deutschland, Deutsche Welle, ZDF, BDZV und
MVFP bitten Bundesregierung um diplomatische Unterstützung
Berlin, 24. August 2026
Die deutschen Medienunternehmen ARD, Deutschlandradio, ProSiebenSat.1, RTL Deutschland,
Deutsche Welle und ZDF sowie die Verlegerverbände Bundesverband Digitalpublisher und
Zeitungsverleger (BDZV) und Medienverband der freien Presse (MVFP) wenden sich erneut gegen die
US-amerikanischen VISA-Pläne für Korrespondentinnen und Korrespondenten, die zum 15. September
2026 in Kraft treten sollen. Sie bitten Bundeskanzler Friedrich Merz sowie Außenminister Johann
Wadephul um Unterstützung.

In einem gemeinsamen Schreiben appellieren sie an die Bundesregierung, „alle Ihnen zur Verfügung
stehenden politischen und diplomatischen Mittel zu ergreifen, um die weitere ungehinderte, freie
Berichterstattung aus den USA zu gewährleisten und einen bedenklichen Präzedenzfall für den
Umgang demokratischer Staaten mit ausländischer Berichterstattung zu verhindern.“
Die neue Regelung wird die Dauer eines Journalistenvisums auf 240 Tage begrenzen. Verlängerungen
um je weitere 240 Tage sind möglich, jedoch umständlich und mit unklaren Prozeduren verbunden.
„Wir kennen ähnlich kurze Zeitspannen nur aus Staaten, die die Meinungsfreiheit begrenzen oder
Berichterstattung erschweren wollen. Wir sind zutiefst besorgt, dass nun auch die Vereinigten Staaten
diese Richtung einschlagen“, so die Unternehmenschefinnen und -chefs und Vorstandsvorsitzenden.

Florian Hager (ARD), Stefan Raue (Deutschlandradio), Marco Giordani (ProSiebenSat.1), Stephan
Schmitter (RTL Deutschland), Barbara Massing (Deutsche Welle), Norbert Himmler (ZDF), Matthias
Ditzen-Blanke (BDZV) und Lars Joachim Rose (MVFP) unterstreichen in ihrem Brief, dass eine freie

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„Meinungsbildung auf der Grundlage unvoreingenommener Informationen ein Eckpfeiler unserer
Demokratien“ ist. Deshalb unterhalten die deutschen Sender ein Netzwerk von Büros in verschiedenen
Teilen der Welt. Traditionell gehören die Büros in den USA, wie etwa Washington und New York zu den
wichtigsten Vertretungen der Medienunternehmen.

Seit Bekanntwerden der Pläne im Herbst vergangenen Jahres, haben weltweit mehr als 100 führende
Medienorganisationen und Verbände ihren Protest gegen die Kürzung der Visa-Laufzeiten erhoben.

Kontakt
Sie erreichen die ARD-Kommunikation per E-Mail an  pressestelle@ard.de oder telefonisch unter 069 –
155-5555.
Sie erreichen die ZDF-Kommunikation per E-Mail an pressedesk@zdf.de oder telefonisch unter 06131 –
70-12108.
Sie erreichen die Pressestelle von Deutschlandradio per E-Mail an presse@deutschlandradio.de.
Für ProSiebenSat.1 erreichen Sie Stefanie Rupp-Menedetter per E-Mail an
Stefanie.Rupp@prosiebensat1.com.
Für die Unternehmenskommunikation von RTL Deutschland erreichen Sie Kerstin Jaumann per E-Mail
an kerstin.jaumann@rtl.de.
Für die Deutsche Welle erreichen Sie Corporate Communications per Email an
communication@dw.com.
Für den Bundesverband Digitalpublisher und Zeitungsverleger (BDZV) erreichen Sie Anja Pasquay per
Email an Pasquay@bdzv.de.
Für den Medienverband der freien Presse erreichen Sie Antje Jungmann per Email an
antje.jungmann@mvfp.de.

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