Deutsche Unternehmen erhöhen Sicherheitsmaßnahmen in Deutschland; Schaden 202,4 Mrd Euro, 87% betroffen

Unternehmenssicherheit lohnt sich - BVMW DE

… BVMW - Der Mittelstand Hessen Internet & Digitalisierung Unternehmenssicherheit lohnt sich

Sicherheit schützt damit vor allem eines: Umsatz

Cyberangriffe können verheerende Folgen haben. Sie verursachten der deutschen Wirtschaft einen Schaden von 202,4 Milliarden Euro (Bitkom 2025). 87 Prozent der befragten Unternehmen waren betroffen. Unternehmenssicherheit lohnt sich also auch ohne Gesetzespflicht.

Wenn man einen Cyberangriff selbst erlebt hat, vergisst man das nicht mehr. Ich habe es selbst erlebt. Ich weiß, wie sich das anfühlt – wie die Panik um sich greift!

Als Aufsichtsrat saß ich in einer Sitzung, als plötzlich die Tür aufging, jemand etwas in den Raum rief und ein Teilnehmer wortlos hinausstürmte. Kurz darauf die Nachricht: Ein Kunde war angegriffen worden, das ganze Unternehmen verschlüsselt. Es folgten mehrere Tage Komplettausfall, ein Umsatzausfall in Millionenhöhe pro Tag – und vor allem: blanke Angst und Panik bei den Beteiligten.

Diese Erfahrung hat meinen Blick auf Unternehmenssicherheit dauerhaft verändert.

Sicherheit ist keine Pflichtübung - sie schützt den Umsatz

Viele Mittelständler behandeln Sicherheit noch immer als lästige Pflichtübung – ausgelöst durch NIS-2 oder Anforderungen von Geschäftspartnern (Lieferkette). Dabei lohnt sie sich unabhängig von Gesetzen. Cyberangriffe verursachten der deutschen Wirtschaft laut Bitkom 2025 einen Schaden von 202,4 Milliarden Euro; 87 Prozent der befragten Unternehmen waren betroffen.

Sicherheit schützt damit vor allem eines: Umsatz. Jeder Tag Stillstand kostet – und trifft längst nicht nur Großkonzerne, wie ein aktueller Fall aus meiner Region zeigt: Ein Textilveredler mit rund 60 Mitarbeitenden musste nach einem Angriff nicht nur sechs Wochen Produktionsausfall verkraften, sondern auch Insolvenz anmelden.

Auftraggeber geben ihre Sicherheitsanforderungen weiter

Hinzu kommt: Auch wer nicht unter NIS-2 fällt, spürt Druck – zunehmend gar nicht mal vom Gesetzgeber, sondern von den eigenen Geschäftspartnern. Größere Auftraggeber geben ihre Sicherheitsanforderungen vertraglich über die Lieferkette weiter. Wer keine belastbaren Nachweise vorlegen kann, zahlt im Zweifel kein Bußgeld, sondern verliert den Auftrag.

Selbst ein Zertifikat schützt nicht automatisch: ISO 27001 bestätigt ein Managementsystem, keine Unangreifbarkeit. Entscheidend ist, ob Sicherheit im Alltag gelebt wird – nicht nur vor dem Audit. Und ohne belastbares Sicherheitsniveau wird es auch mit der Cyberversicherung eng. Denn ein niedriges Sicherheitsniveau führt zu höheren Prämien, falsche Angaben können im Schadensfall die Leistung kosten.

Der erste Schritt muss kein Großprojekt sein: Ein ehrlicher Blick auf den Status quo – etwa mit dem kostenfreien CyberRisikoCheck des BSI – genügt oft als Einstieg.

Risikofreude demonstriere ich lieber bei unternehmerischen Entscheidungen – und nicht bei Fragen der Unternehmenssicherheit.

Quellen: Bitkom Research GmbH (2025): Wirtschaftsschutz 2025 – Lagebild der deutschen Wirtschaft. BSI: www.bsi.bund.de Der ungekürzte Artikel ist beim Autor erhältlich.

Kontakt KnowledgeRiver GmbH Dr. Wolfgang Erlebach, Consultant +49 17 17 46 23 23 wolfgang.erlebach@knowledgeRiver.com https:

Claudius Oleszak, Geschäftsführer TAG Wohnen gibt persönliche Einblicke: offen, authentisch und aus erster Hand.

Neu im BVMW: DieGesundheitsStrategen als wichtige Erweiterung der regionalen BGM-Angebote

Neue Methoden zur Früherkennung von mentalen und körperlichen Problemen helfen Unternehmen Kosten zu sparen und Mitarbeiter zu binden