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title: "Papst Leo XIV. geht diplomatisch in die Offensive in Vatikanstadt; klare Zuordnung Angreifer/Opfer im Ukraine-Konflikt"
sdDatePublished: "2026-08-24T12:17:00Z"
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Papst Leo XIV. geht diplomatisch in die Offensive in Vatikanstadt; klare Zuordnung Angreifer/Opfer im Ukraine-Konflikt

Vatikanexperte: Papst Leo XIV. geht diplomatisch in die Offensive | katholisch.de

Vatikanexperte: Papst Leo XIV. geht diplomatisch in die Offensive

VERÖFFENTLICHT AM 24.08.2026 UM 11:35 UHR – LESEDAUER: 2 MINUTEN

VATIKANSTADT - Der Ton der Vatikandiplomatie habe sich unter Leo XIV. verändert, sagt der Experte Michael Feth. Anders als sein Vorgänger spreche er im Ukraine-Krieg Klartext. Auch erklärt er Papst Franziskus' Fehler.

Der Vatikanexperte und Journalist Michael Feth beobachtet im Ukraine-Krieg eine offensivere Vatikandiplomatie unter Papst Leo XIV. "Es wird genau unterschieden, wer ist hier Angreifer, wer ist Opfer – mit klarer Aussprache", sagte Feth im Interview mit dem Portal "domradio.de" am Montag . Damit unterscheide sich die Diplomatie unter Leo stark von der Linie von Franziskus. "Unter Papst Franziskus hatte man trotz aller humanitären Hilfe für die Ukraine das Gefühl, dass er eine gewisse moralische Äquidistanz zwischen Moskau und Kiew hielt", so der Experte. Erst kurz vor Franziskus' Tod hätte sich das schwierige Verhältnis zwischen dem ukrainischen Präsidenten Selenskyj und dem Papst verbessert.

Unter Papst Franziskus sei der Vatikan im größten bewaffneten Konflikt seit dem Zweiten Weltkrieg nicht vertreten gewesen, so Feth. "Zum einen war da die verfehlte Annahme von Papst Franziskus , er könne zusammen mit dem Patriarchen von Moskau, Kyrill I., den Krieg stoppen und Einhalt gebieten". Dass Kyrill I. als ehemaliges KGB-Mitglied eine Marionette Putins sei, habe Franziskus lange nicht wahrhaben wollen. Ein weiteres Problem: "Er sagte immer, ich kann nicht nach Kiew fahren, wenn ich nicht auch nach Moskau eingeladen werde und Moskau besuche." Da Putin kein Interesse am Besuch des Papstes hatte, habe sich der Vatikan so ins Aus befördert, so Feth. Auch sei es Papst Franziskus schwer gefallen zu glauben, dass Russland tatsächlich nicht an Frieden interessiert sei. Unter Papst Leo XIV . habe sich die Diplomatie jetzt verändert. "Leo XIV. möchte hier wieder in die Offensive kommen, allein um dem eigenen Anspruch des Heiligen Stuhls als weltweite Friedensmacht zu genügen." In seinem gut einjährigen Pontifikat habe der ukrainische Präsident Selenskyj den Papst bereits zweimal besucht.

Der Vatikan unterhält zu mehr als 180 Staaten und Organisationen diplomatische Beziehungen. Papst Leo XIV. forderte bereits mehrfach ein Ende der Kriegshandlungen in der Ukraine und in anderen Krisengebieten wie dem Nahen Osten. (ayo)

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