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title: "Statistikamt Nord veröffentlicht vorläufige Ernteergebnisse für Getreide und Raps in Schleswig-Holstein 2026; 9 Prozent weniger als 2025"
sdDatePublished: "2026-08-24T12:05:00Z"
source: "https://www.statistik-nord.de/presse-veroeffentlichungen/presseinformationen/presseinformationen-landwirtschaft/dokumentenansicht/getreide-und-rapsernte-in-schleswig-holstein-2026-68013"
topics:
  - name: "agriculture"
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  - "Schleswig-Holstein"
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Statistikamt Nord veröffentlicht vorläufige Ernteergebnisse für Getreide und Raps in Schleswig-Holstein 2026; 9 Prozent weniger als 2025

Getreide- und Rapsernte in Schleswig-Holstein 2026 - Statistik Nord

Statistik informiert … Nr. 141

Die vorläufigen Ernteergebnisse für Getreide und Raps in Schleswig-Holstein liegen im Jahr 2026 unter dem Vorjahresniveau, so das Statistikamt Nord. Die Anbaufläche für Getreide betrug rund 278 600 Hektar. Das waren knapp drei Prozent weniger als im Vorjahr. Die Gesamternte-menge (ohne Körnermais und Corn-Cob-Mix) wird derzeit auf knapp 2,2 Mio. Tonnen (t) geschätzt. Das entspräche einem Rückgang von neun Prozent gegenüber 2025. Im Vergleich zum Durchschnitt der letzten sechs Jahre wären in diesem Jahr 181 000 t oder acht Prozent weniger Getreide geerntet worden. Gegenüber dem besonders trockenen Jahr 2018 läge die Erntemenge jedoch um 22 Prozent höher. Die Erntemenge des Wintergetreides wird voraussichtlich gut 1,9 Mio. t betragen. Das wären zehn Prozent weniger als 2025. Die Wintergerste war weniger von Trockenheit betroffen. Ihr Ertrag wird voraussichtlich 85,7 Dezitonnen je Hektar (dt

ha) betragen. Das wären drei Prozent weniger als im Vorjahr. Aufgrund größerer Anbauflächen könnte die gesamte Erntemenge von 623 000 t dennoch leicht über dem Vorjahresergebnis liegen (plus ein Prozent). Die Winterweizenernte fällt mit voraussichtlich knapp 1,1 Mio. t um 14 Prozent geringer aus als 2025. Die Anbaufläche wurde um sieben Prozent reduziert. Die Erträge litten unter Wassermangel und Hitze in den Wochen vor der Ernte. Der durchschnittliche Hektarertrag wird voraussichtlich bei 83,5 Dezitonnen liegen. Der Ertrag des Winterraps wird aller Voraussicht nach 34,2 dt

ha betragen. Das wären zehn Prozent weniger als im Vorjahr und zwölf Prozent weniger als im sechsjährigen Mittel. Die Gesamterntemenge läge mit rund 208 400 t um 13 Prozent unter dem Vorjahreswert. Die Sommergetreideernte wurde auf 244 200 t geschätzt. Das wären sechs Prozent weniger als 2025, aber vier Prozent mehr als im sechsjährigen Mittel. Die vorläufigen Ernteergebnisse für Getreide und Raps in Schleswig-Holstein werden heute, am 24. August 2026, auf der Erntepressekonferenz gemeinsam vom Statistikamt Nord, dem Landwirtschaftsministerium, der Landwirtschaftskammer und dem Bauernverband Schleswig-Holstein vorgestellt. Weitere Daten zu den Ernteergebnissen veröffentlicht das Statistikamt Nord auf seiner Website (Externer Link) .

Hinweise: Die Ergebnisse dieser Ernteprognose stammen aus der Besonderen Ernte- und Qualitätsermittlung (BEE). Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung waren noch nicht alle Probenfelder ausgewertet, sodass die endgültigen Ergebnisse noch von den jetzt veröffentlichten Daten abweichen können. Es konnten bisher 237 von 421 Stichprobenfeldern der BEE berücksichtigt werden. Bei den Erträgen sind regionale Unterschiede zu verzeichnen. Die Erträge der Getreidebestände, die außerplanmäßig nicht als Druschgetreide, sondern als Ganzpflanzensilage (GPS) geerntet werden, fließen als Nullerträge in die Berechnungen ein und reduzieren den Durchschnittsertrag. Die errechneten Erntemengen beziehen sich auf die vorläufigen Flächenangaben aus der Bodennutzungshaupterhebung vom Frühsommer. Sobald die endgültigen Flächendaten vorliegen, werden die Erntemengen redigiert. Erläuterungen: Erträge und Erntemengen stehen in einem direkten Verhältnis zueinander. Der Ertrag gibt an, wie viel Erntegut pro Flächeneinheit (z. B. pro Hektar) erzielt wird, meist angegeben in Dezitonnen pro Hektar (dt

ha). Die Erntemenge ergibt sich, indem der Ertrag in einem bestimmten Gebiet mit der Anbaufläche desselben Gebiets multipliziert wird. Sommergetreide (Sommerung) ist Getreide, das nach dem 1. Januar eines Erntejahres ausgesät wird, wohingegen Wintergetreide (Winterung) meist im Herbst des Vorjahres, spätestens aber vor dem 1. Januar eines Erntejahres ausgebracht wird.

Fachlicher Kontakt: Anna-Lena Sager Telefon: 0431 6895-9327 E-Mail: ernte(at)statistik-nord(dot)de Pressestelle: Alice Mannigel Telefon: 040 42831-1847 E-Mail: pressestelle(at)statistik-nord(dot)de Mastodon: @StatistikamtNord@norden.social (Externer Link) Bluesky: @statistiknord.bsky.social (Externer Link) LinkedIn: Statistikamt Nord (Externer Link)