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title: "Bistum Münster veranstaltet Ukraine-Tag in Münster; Rekord: Tuch der Unbeugsamkeit ins Ukraine-Buch der Rekorde"
sdDatePublished: "2026-08-25T14:08:00Z"
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Bistum Münster veranstaltet Ukraine-Tag in Münster; Rekord: Tuch der Unbeugsamkeit ins Ukraine-Buch der Rekorde

Ukraine-Tag unter dem Motto „Zusammen geht was!“ in Münster - Bistum Münster

25.08.2026, 12:34 Uhr , Bistum Münster Zusammengehtwas Ukraine Weltkirche Bistum Münster

Zu den Rednern bei der Kundgebung gehörte für das Bistum Münster Weihbischof Dr. Stefan Zekorn.

Den ganzen Tag über fanden kreative Workshops auch für Kinder statt.

Auf dem Prinzipalmarkt stellten sie ihre Anliegen und ihre Arbeit vor, boten Workshops, Mitmachaktionen, Vorführungen und Konzerte an. So erhielten viele Passantinnen und Passanten einen Einblick in ukrainische Kultur und Alltagsleben – auch, aber eben nicht nur im Angesicht des seit 2022 laufenden russischen Angriffskrieges. „Obwohl der Krieg präsent ist, legen wir den Fokus bewusst auf das Positive“, formulierte es Olga Stromberger, eine der Organisatorinnen, bei der abschließenden Kundgebung.

In deren Mittelpunkt stand ein Rekord: Das handgestickte „Tuch der Unbeugsamkeit“ wurde offiziell vermessen und so sein Eintrag in das Buch der Rekorde der Ukraine bestätigt. Ein Jahr lang hatten 21 Ukrainerinnen aus Münster und Umgebung das 3,6 Meter lange und 1,3 Meter breite Kunstwerk mit unzähligen feinen Kreuzstichen gefertigt. Natürlich in Blau-Gelb gehalten, steht es für Zusammenhalt, Hoffnung und Verbundenheit mit dem Heimatland.

Diese Gedanken drückten auch Rednerinnen und Redner aus. So sagte Weihbischof Dr. Stefan Zekorn für das Bistum Münster: „Wir sehen nicht nur das Leid. Wir sehen auch den Mut eines Volkes, das seine Freiheit, seine Würde und sein Recht auf eine eigene Zukunft verteidigt.“ Zekorn betonte: „Der Schutz der Schwachen, die Solidarität mit den unschuldig Angegriffenen und die Suche nach einem gerechten Frieden gehören zum Kern unseres christlichen und menschlichen Auftrags.“ Dabei sei ein gerechter Friede „mehr als das Ende von Kampfhandlungen. Ein gerechter Friede achtet das Völkerrecht, die Freiheit und die territoriale Selbstbestimmung der Ukraine.“ Die Solidarität „in der Aufnahme von Geflüchteten, in konkreter Hilfe in politischer Wachsamkeit und im entschiedenen Wider-spruch gegen Desinformation und im Gebet“ dürfe nicht müde werden.

Münster Oberbürgermeister Tilman Fuchs bekräftigte in Richtung der Ukrainerinnen und Ukrainer: „Wir stehen an Eurer Seite!“ Der russische Präsident Wladimir Putin wolle mit dem von Russland begonnenen Angriffskrieg alles zerstören, wofür der Unabhängigkeitstag ebenso stehe wie der in Münster und Osnabrück geschlossene Westfälische Frieden. Das dürfe man auch nach viereinhalb Jahren Krieg nicht zulassen. Münster setze sich dafür nicht nur mit Solidarität, sondern auch mit konkretem Engagement ein.

Ein weiteres Grußwort sprach der ehemalige Bundestagsabgeordnete Winfried Nachtwei, seit längerem ein Förderer der ukrainischen Initiativen. Er warb für „handfeste, praktische Unterstützung“ der Ukraine, diese sei im europäischen ebenso wie im deutschen Interesse. Nachtwei freute sich, dass der Ukraine-Tag „trotz allem ein Ausdruck von Lebensfreude“ sei.

An die Kundgebung, die von ukrainischen Tänzen und Musik begleitet wurde, schloss sich ein Solidaritätsmarsch zu den Aaseekugeln an. Für die Organisatoren bezeichnete Mariya Sharko vom Sachgebiet Globale Zusammenarbeit des Bistums und selbst Ukrainerin den Tag als gelungenes Zeichen für Frieden, Solidarität und Verbundenheit. „Es hat mich bewegt, wie groß das Interesse und die Anteilnahme der Münsteraner Gesellschaft sind und dass die ukrainische Kultur, ihre Traditionen und ihre Geschichte hier einen Platz finden“, sagte sie, „für viele Menschen aus der Ukraine war dieser Tag berührend und ein Stück Heimat – ein Moment, in dem sie ihre ukrainische Identität leben, Erinnerungen teilen und sich mit ihrer Heimat verbunden fühlen konnten. In dieser schwierigen Zeit geben solche Begegnungen Hoffnung, Kraft und das Gefühl, nicht allein zu sein und Solidarität zu erfahren.“

Bildunterschrift: Das rekordwürdige „Tuch der Unbeugsamkeit“ steht für Zusammenhalt, Hoffnung und Verbundenheit mit der Heimat.