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title: "ETV-Basketball-Damen in Hamburg bereiten sich auf die Saison vor; Kleemichen kehrt als Headcoach zurück."
sdDatePublished: "2026-08-25T17:06:00Z"
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ETV-Basketball-Damen in Hamburg bereiten sich auf die Saison vor; Kleemichen kehrt als Headcoach zurück.

News - News | ETV-Basketball-Damen vor der Saison: “Man darf den Abstieg nicht wegdiskutieren”

ETV-Basketball-Damen vor der Saison: “Man darf den Abstieg nicht wegdiskutieren”

Wieder im Kreis seiner Lieben: ETV-Headcoach Fredrick Kleemichen ( Foto: @manningeaux )

Es war alles fast wie früher. “Ich bin in den Keller gegangen, hab meine Sporttasche geholt und bin zum Training in die Halle gefahren. Nur die Verabschiedung von meinem Sohn war neu für mich”, sagt Fredrick Kleemichen, alter und neuer Trainer der Basketball-Zweitliga-Damen vom Eimsbütteler TV , mit einem Schmunzeln.

Kleemichen, von allen nur “Freddie” gerufen, is back! Als ETV-Headcoach und als Nachfolger seines eigenen Nachfolgers Sascha Leutloff. Im April 2025 hatte der frühere Bundesligaspieler entschieden, schweren Herzens sein langjähriges Amt wegen der bevorstehenden Vaterschaft aufzugeben . Nun fühlt er sich wieder bereit und voller Tatendrang – und folgt seinerseits auf den beruflich zu stark belasteten Ex-Profi Leutloff.

Aktuell läuft die Vorbereitung auf die kommende Saison, die nur dank einer Wildcard wieder eine Zweitliga-Spielzeit wird , auf Hochtouren. “Ich bin sehr zufrieden mit dem Stand der Dinge, auch wenn es für mich als Trainer wie immer wegen Verletzungen, Urlaub, Studium oder Job einige Einschränkungen hinzunehmen gilt”, resümiert der 40-Jährige nach den ersten Wochen mit seinem Team. In diesem traf Kleemichen viele altbekannte Gesichter und offene Arme. So sind fast alle wichtigen Crewmitglieder aus der erfolgreichen ersten Zweitligasaison wie Kapitänin Miriam Sommerstedt (34), Scharfschützin Leonie Rosemeyer (27) und Lenkerin und Denkerin Paula Alvarez Llorian (33) noch an Bord, mit Chantal Neuwald (31) und Jasmin Weyell (25, beide Knie) zwei Langzeitverletzte auf dem Weg der Besserung.

Neuzugänge machen einen sehr guten Eindruck

Doch auch die Neuen haben es dem Rückkehrer angetan: "Die Neuzugänge machen einen super Eindruck”, sagt der Cheftrainer. Vor allem Franziska “Franzi” Hadaschik, einst für Göttingen in der Bundesliga aktiv und mit 30 Jahren die älteste der insgesamt sieben “Frischlinge”, könnte das Team laut Kleemichen “basketballerisch bereichern” und zusammen mit der Ex-Leverkusenerin Lucie Keune (18) für die dringend benötigte Entlastung von Alvarez auf der Guardposition sorgen.

Auch unter den Körben gab es Veränderungen. Dort sollen künftig Nina Zollenkopf (25) und Noa Severin (20) für Rebounds, körperliche Präsenz und auch Punkte sorgen. Hinzu kommen mit Antonia Laabs (18, Tochter von Ex-Nationalspielerin Gundula Laabs) und Samira Kama (17, mit Doppellizenz auch in der WNBL der Hamburg Towers) zwei vielversprechende Talente sowie mit Esther Schuler ein Energiebündel aus den 2. Damen, das für gute Defense und noch bessere Laune bekannt ist.

“Aufgrund fehlender Größe werden wir schnell spielen und taktisch flexibel sein müssen, die Spielerinnen sollen weniger positionsspezifisch agieren”, sagt Kleemichen mit Blick auf die kommenden Herausforderungen. “Zum Glück erlaubt uns unsere Leistungsdichte eine größere Rotation, die wir für eine hohe Intensität auf dem Feld auch brauchen”, so der Headcoach.

Stadtderby an der Hohen Weide zum Saisonstart

Am zweiten Septemberwochenende steht für die Korbjägerinnen aus dem Herzen Hamburgs noch ein Vorbereitungsturnier in Bochum mit hochkarätigen Gegnern an, am 26. September 2026 wird es dann ernst beim Saisonauftakt in der heimischen Halle Hohe Weide – ausgerechnet im Derby gegen Aufsteiger SCALA Longhorns. “Über die weiß man so gut wie gar nichts nach dem Trainerwechsel, was es nicht einfacher macht. Wir dürfen die Longhorns aber auf keinen Fall auf die leichte Schulter nehmen”, Kleemichen.

Überhaupt warnt der ETV-Steuermann bei aller Vorfreude auf die Saison vor zu großer Euphorie: “Man darf den sportlichen Abstieg aus der Vorsaison nicht wegdiskutieren. Viele Teams in unserer Liga trainieren vier- bis fünfmal die Woche und haben Importspielerinnen in ihren Reihen. Es wird sehr schwer, in diesem Kreis zu bestehen, am Ende kommt es vielleicht auf Details an.”

In dem Zwölferfeld werden nach der Hauptrunde vier Teams die Play-offs erreichen. Die Plätze fünf bis acht haben Feierabend, vier Klubs müssen in die Play-downs. Das ETV-Ziel kann nur heißen: Klassenerhalt. “Insgesamt bin ich bei unserem Kader sehr optimistisch. Ich denke, wir können mindestens gut mitspielen und mit etwas Glück auch die Play-downs vermeiden”, so Jungvater Kleemichen, der vielleicht auf einen neuen Glücksbringer setzen kann: “Der Kleine war neulich zum ersten Mal mit in der Halle. Das war wirklich ein besonderes Gefühl.” In gewisser Hinsicht ist also nichts mehr wie früher.

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