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title: "Oberbürgermeisterin prüft Machbarkeits- und Kostenprüfung zur Verlegung des Magdeburger Weihnachtsmarktes auf den Domplatz in Magdeburg; Ergebnisse bis 31.01.2027"
sdDatePublished: "2026-08-25T14:22:00Z"
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Oberbürgermeisterin prüft Machbarkeits- und Kostenprüfung zur Verlegung des Magdeburger Weihnachtsmarktes auf den Domplatz in Magdeburg; Ergebnisse bis 31.01.2027

1
Landeshauptstadt Magdeburg
Änderungsantrag

Zum Verhandlungsgegenstand

Datum
A0143/26/1
öffentlich
A0143/26
25.08.2026

Absender

Fraktion Tierschutzpartei

Gremium

Sitzungstermin
Stadtrat
27.08.2026

Kurztitel

Machbarkeits- und Kostenprüfung zur Verlegung des Magdeburger Weihnachtsmarktes auf den
Domplatz ab dem Jahr 2027

Der Stadtrat der Landeshauptstadt Magdeburg möge beschließen:

Der Antrag wird wie folgt geändert bzw. ergänzt: (fett markiert):

1. Die Oberbürgermeisterin wird gebeten, noch im Jahr 2026 eine umfassende Machbarkeits- und
Kostenprüfung für eine vollständige Verlegung des städtischen Magdeburger Weihnachtsmarktes
auf den Domplatz ab dem Jahr 2027 durchzuführen. Die Prüfung sollte in enger Zusammenarbeit
aller Beteiligten und relevanten Anrainern bzw. Institutionen (z. B. Evangelische Domgemeinde,
Polizei, Landesverwaltungsamt, ansässige Landesministerien, Landtag, Weihnachtsmarkt
GmbH, IG Innenstadt sowie den privaten Betreibern der angrenzenden Adventsmärkte) erfolgen.
Ebenso soll hierfür eine Arbeitsgruppe „Standort Magdeburger Weihnachtsmarkt ab 2027“ gemäß
Anlage gebildet werden.

2. Parallel zum Standort Domplatz sind weitere Alternativen zur Verlegung des städtischen
Magdeburger Weihnachtsmarktes zu prüfen, wie beispielsweise eine kleinteilige
Verteilung von Ständen in der gesamten Innenstadt (z. B. am Ulrichplatz, in der
Goldschmiedebrücke, rund um das SWM Gebäude am Blauen Block, in der Leiterstraße
usw.).

Die Ergebnisse sind den Ausschüssen FG, KA und WTR zur Beratung bis spätestens zum
31.01.2027 vorzulegen, um eine zeitnahe Beschlussfassung im Stadtrat im Februar 2027 zu
gewährleisten.

Die Prüfung soll insbesondere folgende Punkte beachten und abbilden:

1. Infrastruktur
Prüfung der infrastrukturellen Voraussetzungen und Ermittlung der technischen Machbarkeit
und der Kosten für eine marktgerechte Strom-, Wasser- und Abwasserversorgung sowie eines
möglichen Marktaufbaus/Standplanes des Weihnachtmarktes unter Berücksichtigung der
Interessen aller Beteiligten.

2. Sicherheit & Denkmalschutz
Erstellung eines Sicherheitskonzeptes bezüglich der spezifischen Sicherheitsfaktoren (Zu- und
Abwege, Fluchtwege, Brandschutz) sowie die Vereinbarkeit temporärer Bauten mit den
Auflagen des Denkmalschutzes auf dem Domplatz.

2
3. Finanzen
Erstellung
einer
detaillierten
Aufschlüsselung
aller
zusätzlichen
Investitions-
und
Betriebskosten, die über den bisherigen Marktbetrieb auf dem Alten Markt hinausgehen
(Logistik, Reinigung) sowie einer, den zusätzlichen Kosten angepassten, Kosten-Nutzen-
Analyse.

4. Zukunft des Alten Marktes
Entwicklung von Nutzungsideen zur Weihnachtszeit für den inneren Bereich des Alten Marktes,
insbesondere unter Prüfung der Konzeption/des Standortes der Lichterwelt (laut DS0186/23
nur noch bis zur Saison 2027/2028 finanziell gesichert).

Begründung:
Eine kleinteilige Verteilung der Weihnachtsmarktstände auf verschiedene Bereiche der Stadt
entzerrt Besucherströme, verhindert gefährliche Menschenansammlungen, belebt auch abgehängte
Einkaufsstraßen und schafft eine gemütlichere, dezentrale Atmosphäre statt eines übervollen, lauten
Großmarkts. In der Magdeburger Innenstadt gibt es bereits viele kleinere Märkte, die sich in den
vergangenen Jahren etabliert haben (Möllenvogtei, Kloster Unser Lieben Frauen, Schweizer
Milchkuranstalt). Wenn nun darüber hinaus auch noch der städtische Hauptweihnachtsmarkt
entzerrt werden würde, könnte unter dem Motto „Weihnachtsstadt Magdeburg“ die gesamte
Innenstadt belebt werden und die ansässigen Händlerinnen und Händler würden davon
gleichermaßen profitieren. Über unterschiedliche Themeninseln (z. B. Mittelaltermarkt, Naschmarkt,
Märchen- und Kinderland, Glühwein-Lounge usw.) könnte so beispielsweise auch eine dezentrale
Vielfalt geschaffen werden. Städte wie Köln oder Düsseldorf machen es vor und gelten als
Paradebeispiel für dezentrale, thematisch getrennte Märkte, die sich durch die gesamte Innenstadt
ziehen und fußläufig miteinander verbunden sind.1 Ein Konzept, das auch in Magdeburg
funktionieren könnte. Die Alternative einer Verteilung von Ständen in der gesamten Innenstadt sollte
daher ebenso in Betracht gezogen werden, wie eine Verlegung auf den Domplatz.

Burkhard Moll
Fraktionsvorsitzender

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