Paganini Pagi, Bayrisches Warmblut, lebt im B-Stall von Gut Aiderbichl Henndorf; Atemwegserkrankung erfordert Schonung im Lebensabend
Pferd Pagi | Gut Aiderbichl Henndorf
Paganini, von allen liebevoll „Pagi“ genannt, hat viele Jahre seines Lebens als zuverlässiges Reitschulpferd verbracht. Mittlerweile ist das Bayerische Warmblut 25 Jahre alt und wird altersbedingt nur noch selten eingesetzt. Seine Besitzer wünschen sich für den treuen Wallach einen würdigen Pensionsplatz, an dem er seinen Lebensabend in Ruhe verbringen kann. Da ein Verkauf aufgrund seines Alters kaum möglich ist, suchten sie nach einer passenden Lösung und wandten sich schließlich an Gut Aiderbichl. Besonders wichtig ist dabei, auf seine Gesundheit Rücksicht zu nehmen. Pagi leidet an einer Atemwegserkrankung, die ihm vor allem in den Sommermonaten bei Hitze, Staub und Trockenheit zu schaffen macht. Wir möchten Pagi die Chance auf einen unbeschwerten Lebensabend geben – mit viel Fürsorge, Verständnis und der Aufmerksamkeit, die er verdient hat.
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Pagi musste nach 16 Jahren Leistung im Reitschulbetrieb seine Tätigkeit beenden . Zur Ausbildung des Reiters gehört immer auch die Schulung des Wissens zum richtigen Umgang mit dem Pferd. Der Mensch muss lernen, die Welt mit den Augen des Pferdes zu sehen und sich in die Bedürfnisse und die Reaktionen des Pferdes als Fluchttier, Herdentier und Steppentier hineinversetzen können. Echte Pferdemenschen realisieren auch, wenn die Leistung des Pferdes aufgrund des Alters und gesundheitlicher Schwächen nachlässt und sich das Pferd nach einem sehnt: nach Ruhe. Pagi hatte Glück, denn seine Menschen haben die Problematik erkannt.
Mit über 26 Jahren musste das Bayrische Warmblut Pagi in Rente gehen. Für den Verkauf war er zu alt und so wurde die Tiernothilfe von Gut Aiderbichl zwecks Aufnahme kontaktiert. Pagi lebt nun im B-Stall von Gut Aiderbichl Henndorf.
“Quality of Life” – Die Bedürfnisse der Pferde ändern sich mit zunehmendem Alter oder einer Erkrankung
Gut Aiderbichl setzt sich seit über 2 5 Jahren für den Tierschutz ein und r und 700 Pferde genießen hier ihren Lebensabend. Sie wurden verstoßen, aus Zuchtstallungen ausgemustert, zum Pferdeschlachter gebracht, abgegeben, weil sie die sportliche Leistung nicht mehr brachten oder weil die Tierarztkosten nicht mehr leistbar waren. Ohne Nutzen und ohne Leistung haben sie für die Besitzer keinen Wert mehr. Derzeit haben über 150 Pferde auf Gut Aiderbichl das fortgeschrittene Alter von 25 Jahren erreicht. In wenigen Jahren werden bereits über 50 Prozent der Pferde auf Gut Aiderbichl zu den Senioren-Pferden zählen. Wie die Tierschutzgemeinschaft selbst, sind auch viele Pferdehalter mit dem Älterwerden ihres Pferdes konfrontiert. Ähnlich wie beim alternden Menschen, ändern sich dadurch auch oft die Bedürfnisse und Ansprüche des Tieres grundlegend. I n Zusammenarbeit mit der Sandgrueb -Stiftung, der Vet. Med. Universität Wien und der Vetsuisse -Fakultät in Zürich, ist das Projekt „Quality of Life“ entstanden. So lernen die Tierpfleger von Gut Aiderbichl immer mehr, den alternden Pferden gekonnt zu helfen und ihre Lebensqualität zu fördern .
Pagi genießt seine Rente gemeinsam mit den Kumpels im B-Stall
Eragon , ehemaliges Polizeipferd aus der Reiterstaffel München, ist einer der neuen Freunde von Pagi.
Außer auf Heu und Sägespäne, gibt es nichts, worauf Eragon nicht allergisch reagiert und so ist er im B-Stall sehr gut aufgehoben.
Stella , eine Stute mit Atemwegsproblemen, hat sich auch ein wenig in den hübschen Pagi verliebt.
Frei und gemeinsam mit seinen Freunden lebt Pagi voller Lebensfreude und ohne Pflichten im B-Stall und seine Tierpfleger haben den Eindruck, dass er sich rundherum wohl fühlt.
Alle notwendigen therapeutischen Behandlungen lässt Pagi sehr geduldig und – fast ein wenig wie selbstverständlich – über sich ergehen.
In der Berührung eines Tieres liegt heilende Kraft und tiefe Verbundenheit
Von: Gisela Pschenitschnig, Gut Aiderbichl
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Zur Ausbildung des Reiters gehört immer auch die Schulung des Wissens zum richtigen Umgang mit dem Pferd. Der Mensch muss lernen, die Welt mit den Augen des Pferdes zu sehen und sich in die Bedürfnisse und die Reaktionen des Pferdes als Fluchttier, Herdentier und Steppentier hineinversetzen können. Echte Pferdemenschen
realisieren auch, wenn die Leistung des Pferdes aufgrund des Alters und gesundheitlicher Schwächen nachlässt und sich das Pferd nach einem sehnt: nach Ruhe. Pagi hatte Glück, denn seine Menschen haben die Problematik erkannt.
Gut Aiderbichl setzt sich seit über 2
Jahren für den Tierschutz ein
und 700 Pferde genießen hier ihren Lebensabend.
Sie wurden verstoßen, aus Zuchtstallungen ausgemustert, zum Pferdeschlachter gebracht, abgegeben, weil sie die sportliche Leistung nicht mehr brachten oder weil die Tierarztkosten nicht mehr leistbar waren. Ohne Nutzen
haben sie für die Besitzer keinen Wert mehr.
Derzeit haben über 150 Pferde auf Gut Aiderbichl das fortgeschrittene Alter von 25 Jahren erreicht. In wenigen Jahren werden bereits über 50 Prozent der Pferde auf Gut Aiderbichl zu den Senioren-Pferden zählen. Wie die Tierschutzgemeinschaft selbst, sind auch viele Pferdehalter mit dem Älterwerden ihres Pferdes konfrontiert. Ähnlich wie beim alternden Menschen, ändern sich dadurch auch oft die Bedürfnisse und Ansprüche des Tieres grundlegend.
-Stiftung, der Vet. Med. Universität Wien und der
das Projekt „Quality of Life“ entstanden.
So lernen die Tierpfleger von Gut Aiderbichl immer mehr, den alternden Pferden gekonnt zu helfen und
Zum Projekt “Quality of Life”