SYNTRAL entwickelt Wissens- und Technologietransfer im Leichtbau in Lausitz; Ein Reallabor testet neue Kooperationsformen

SYNTRAL: Wissens- und Technologietransfer im Leichtbau neu denken - Handwerkskammer Dresden

Seite aktualisiert am 25. August 2026,

online seit 4. Juni 2026

SYNTRAL: Wissens- und Technologietransfer im Leichtbau neu denken

SYNTRAL entwickelt neue Wege, um Wissen und Leichtbau-Technologien schneller in die betriebliche Praxis zu bringen. Handwerksbetriebe und Unternehmen werden dabei aktiv in den Transferprozess eingebunden.

Wie gelangen neue Materialien, Konstruktionsansätze oder Fertigungstechnologien schneller in die betriebliche Praxis? Und warum gelingt der Austausch zwischen Forschung und Unternehmen oft nur begrenzt? Genau an diesen Fragen setzt SYNTRAL – der Synergetische Transferraum Lausitz – an.

Im Unterschied zu klassischen Innovationsprojekten stehen hier nicht fertige Lösungen im Vordergrund. Vielmehr geht es darum, den Wissens- und Technologietransfer selbst zu hinterfragen und weiterzuentwickeln. Unternehmen werden dabei nicht als reine Anwender verstanden, sondern als aktive Partner in einem gemeinsamen Entwicklungsprozess.

Thematischer Schwerpunkt ist der Leichtbau. Dieser umfasst ein breites Spektrum – von Materialleichtbau mit Aluminium oder Faserverbundwerkstoffen über strukturoptimierte Konstruktionen bis hin zu ressourcenschonenden und kreislauffähigen Ansätzen. Entscheidend ist jedoch nicht nur das „Was“, sondern vor allem das „Wie“: Wie kann Wissen so vermittelt werden, dass es im Betrieb tatsächlich ankommt und genutzt wird?

Unternehmen als Mitgestalter von Transferprozessen

SYNTRAL setzt bewusst auf die aktive Einbindung von Unternehmen. Ziel ist es, reale Anforderungen aus der Praxis direkt in die Entwicklung neuer Transferformate einfließen zu lassen.

Unternehmen bringen eigene Fragestellungen und Problemstellungen ein

sie beteiligen sich am Austausch mit Wissenschaftspartnern auf Augenhöhe

sie wirken an der Entwicklung neuer Kooperations- und Transferformate mit

sie erproben und reflektieren neue Formen der Zusammenarbeit

sie gestalten Schnittstellen zwischen Forschung und Praxis aktiv mit

Der Mehrwert liegt damit nicht nur im Zugang zu aktuellem Wissen, sondern vor allem in der Mitgestaltung zukünftiger Strukturen des Wissenstransfers.

Tel: 0351 4640-948 Fax: 0351 4640-34948 E-Mail schreiben

Die praktische Umsetzung erfolgt über sogenannte Werkstattprojekte. Diese verstehen sich nicht als klassische Entwicklungsprojekte, sondern als gezielte Experimentierräume für neue Formen des Austauschs im Leichtbau.

Beispiele für diese Formate sind:

Weiterbildung bei Dir Neue Ansätze der betrieblichen Weiterbildung werden direkt im Unternehmen erprobt. Lernen findet dort statt, wo gearbeitet wird – praxisnah, flexibel und eng an den tatsächlichen Anforderungen orientiert.

DigiTrain Digitale Formate wie Simulationen, 3D-Modelle oder virtuelle Lernumgebungen werden genutzt, um komplexes Wissen anschaulicher und zugänglicher zu machen.

Industriecampus Untersucht wird, wie gemeinsame Infrastruktur und geteilte Ressourcen die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen verändern können.

Dezentraler Lausitz-Campus Ziel ist es, Wissenszugang und Austausch unabhängig von Ort und Institution zu organisieren – regional vernetzt und digital unterstützt.

TR!ABI – Transfer- und Bildungsinitiative Entwickelt niedrigschwellige Formate der Wissensvermittlung und bindet unterschiedliche gesellschaftliche Gruppen stärker in Innovationsprozesse ein.

Diese Werkstattprojekte zielen nicht auf einzelne Produkte, sondern auf die Weiterentwicklung des gesamten Transfersystems.

Ein Reallabor für neue Formen der Zusammenarbeit

SYNTRAL ist Teil der T!Raum-Initiative des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR). Der Transferraum fungiert dabei als Reallabor: Neue Formen der Zusammenarbeit werden nicht nur konzipiert, sondern unter realen Bedingungen erprobt und bewertet.

Im Zentrum steht eine grundlegende Fragestellung:

Wie müssen zukünftige Kooperationen zwischen Forschung und Wirtschaft gestaltet sein, damit Wissen schneller fließt, besser verstanden wird und in der Praxis wirksam wird?

Unternehmen übernehmen dabei eine zentrale Rolle. Sie helfen,

bestehende Transferwege kritisch zu hinterfragen

Barrieren zwischen Wissenschaft und Praxis sichtbar zu machen

neue Austauschformate zu testen und weiterzuentwickeln

funktionierende Ansätze in die Breite zu tragen

Der Transferraum wird so selbst zum Gegenstand gemeinsamer Entwicklung.

SYNTRAL richtet sich an Unternehmen, die im Leichtbau tätig sind oder sich mit Material-, Struktur- und Konstruktionsfragen beschäftigen. Im Fokus steht nicht die Nutzung einzelner Angebote, sondern die aktive Beteiligung an einer zentralen Zukunftsfrage:

Wie muss Wissens- und Technologietransfer gestaltet sein, damit er im betrieblichen Alltag tatsächlich funktioniert?

Unternehmen, die sich einbringen, erhalten die Möglichkeit, neue Formen der Zusammenarbeit frühzeitig kennenzulernen, eigene Anforderungen einzubringen und den Transfer zwischen Forschung und Praxis aktiv mitzugestalten.

Neue Ansätze der betrieblichen Weiterbildung werden direkt im Unternehmen erprobt. Lernen findet dort statt, wo gearbeitet wird – praxisnah, flexibel und eng an den tatsächlichen Anforderungen orientiert.

Digitale Formate wie Simulationen, 3D-Modelle oder virtuelle Lernumgebungen werden genutzt, um komplexes Wissen anschaulicher und zugänglicher zu machen.

Untersucht wird, wie gemeinsame Infrastruktur und geteilte Ressourcen die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen verändern können.

Ziel ist es, Wissenszugang und Austausch unabhängig von Ort und Institution zu organisieren – regional vernetzt und digital unterstützt.

TR!ABI – Transfer- und Bildungsinitiative

Entwickelt niedrigschwellige Formate der Wissensvermittlung und bindet unterschiedliche gesellschaftliche Gruppen stärker in Innovationsprozesse ein.