Agatha Kill erhält Hilde-Broër-Preis für Medaillenkunst in Kressbronn a. B.; Ausstellung bis 29. November 2026

Hilde-Broër-Preis für Medaillenkunst

Die Deutsche Gesellschaft für Medaillenkunst und die Gemeinde Kressbronn a. B. verleihen am Sonntag, 25. Oktober 2026, um 10:00 Uhr im Kunstmuseum Lände den Hilde-Broër-Preis für Medaillenkunst an Agatha Kill. Die Laudatio hält Ulf Dräger vom Landesmünzkabinett Sachsen-Anhalt. Im Anschluss an die Preisverleihung wird eine Begleitausstellung eröffnet.

Der Hilde-Broër-Preis für Medaillenkunst zählt zu den bedeutendsten Auszeichnungen auf dem Gebiet der Medaillenkunst in Deutschland. Er wird alle zwei Jahre von der Deutschen Gesellschaft für Medaillenkunst und der Gemeinde Kressbronn a. B. vergeben und würdigt Künstlerinnen und Künstler für ein herausragendes Lebenswerk im Medaillenschaffen.

In diesem Jahr rückt mit der Auszeichnung eine Künstlerin in den Mittelpunkt, deren Werk Bildhauerei, Medaillenkunst und Schmuckgestaltung miteinander verbindet. Die begleitende Ausstellung im Kunstmuseum Lände widmet sich dem weiteren kunsthistorischen Umfeld der Namensgeberin des Preises Hilde Broër. Broër war Teil der Sezession Oberschwaben-Bodensee. Enge persönliche Kontakte zu Künstlern wie Otto Dix, Berthold Müller-Oerlinghausen und Otto Valentien prägten ihr Schaffen.

Eine weitere Sektion der Ausstellung zeigt Arbeiten von Agatha Kill sowie von früheren Trägerinnen und Trägern des Hilde-Broër-Preises. Preisverleihung und Begleitausstellung machen damit deutlich, was zeitgenössische Medaillenkunst ausmacht: Auf kleinstem Raum verbindet sie bildhauerische, grafische und erzählerische Ausdrucksformen zu eigenständigen künstlerischen Positionen.

Agatha Kill, 1948 in Bonn geboren, arbeitet als Bildhauerin, Medailleurin und Schmuckgestalterin. Von 1970 bis 1977 studierte sie Bildhauerei sowie Edelmetall- und Schmuckgestaltung an den Kölner Werkschulen und an der Fachhochschule für Kunst und Design Köln. Nach einem Studienaufenthalt in Berlin arbeitete sie zunächst in Köln; heute lebt und arbeitet sie in der Südpfalz.

Ihr Werk bewegt sich zwischen Skulptur, Zeichnung, Schmuck und Medaillenkunst. Wiederholte Aufenthalte als archäologische Zeichnerin in der Türkei, Nordafrika und Südspanien gaben ihrer künstlerischen Arbeit wichtige Impulse. Seit 1992 werden ihre Arbeiten für den deutschen Beitrag zu internationalen FIDEM-Weltausstellungen ausgewählt. Werke von Agatha Kill befinden sich unter anderem in Sammlungen des Münzkabinetts der Staatlichen Museen zu Berlin, des British Museum in London, des Germanischen Nationalmuseums Nürnberg und des Museums für Angewandte Kunst Köln.

Sonntag, 25. Oktober 2026 um 10:00 Uhr im Kunstmuseum Lände Kressbronn a. B.

Laudatio: Ulf Dräger, Landesmünzkabinett Sachsen-Anhalt

Anschließend Eröffnung der Begleitausstellung „Refugium und Neubeginn – Hilde Broër und die Sezession Bodensee-Oberschwaben“

Ausstellung bis Sonntag, 29. November 2026, zu den Öffnungszeiten des Kunstmuseums Lände