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title: "Identitäre Bewegung Deutschland hielt eine Woche lang ihr Bundeslager auf dem Simplon, Schweiz; kein Rückzugsort für Rechtsextreme."
sdDatePublished: "2026-08-26T14:12:00Z"
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Identitäre Bewegung Deutschland hielt eine Woche lang ihr Bundeslager auf dem Simplon, Schweiz; kein Rückzugsort für Rechtsextreme.

Identitäre Bewegung Deutschland auf dem Simplon: Die Schweiz darf kein Rückzugsort für Rechtsextreme sein - SP Schweiz

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Identitäre Bewegung Deutschland auf dem Simplon: Die Schweiz darf kein Rückzugsort für Rechtsextreme sein

Eine Woche lang konnte die Identitäre Bewegung Deutschland ihr sogenanntes «Bundeslager» auf dem Simplon abhalten und das gemäss Medienberichten nicht zum ersten Mal. Dass eine vom deutschen Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestufte Organisation ein solches Treffen in der Schweiz durchführen kann, ist ein Skandal. Die SP Schweiz fordert eine lückenlose Aufklärung und Konsequenzen.

«Ich war schockiert, als ich von dieser Zusammenkunft im Wallis gelesen habe», sagt SP-Nationalrat Emmanuel Amoos. «Dass sich Rechtsextreme aus dem Ausland hier eine Woche lang versammeln können, ist nicht hinnehmbar. In den Reihen der Identitären Bewegung finden sich auch Aktivisten, gegen die wegen Waffenbesitzes oder gefährlicher Körperverletzung ermittelt wurde. Die Schweiz darf solchen Netzwerken keinen Raum geben.»

Der Fall aus dem Wallis wirft grundlegende Fragen auf: Was wussten die kantonalen und nationalen Behörden? War der Nachrichtendienst des Bundes über das Treffen informiert? Wurde die Einreise der Teilnehmenden überprüft? Und warum wurde kein Einreiseverbot ausgesprochen? «Die Behörden lassen viel zu viel laufen. Das Problem beschränkt sich nicht auf den Kanton Wallis. Die Schweiz darf nicht zum Rückzugsort für Rechtsextreme aus ganz Europa werden», so Amoos.

Die SP hat bereits 2023 mittels Postulat vom Bundesrat verlangt, einen umfassenden Bericht zur Verbreitung und dem Gefahrenpotenzial radikaler, verschwörungstheoretischer Gruppierungen in der Schweiz zu erarbeiten. Bis heute hat der Nachrichtendienst des Bundes keinen Bericht vorgelegt. Für die SP ist klar: Rechtsextremismus muss endlich genauer beobachtet, statistisch erfasst und ganzheitlich bekämpft werden.

Die SP Schweiz wird in der kommenden Session parlamentarische Vorstösse einreichen, um die Vorgänge rund um das Treffen auf dem Simplon aufzuarbeiten. Die zuständigen Behörden müssen gemeinsam mit den deutschen Behörden klären, wer das Bundeslager organisiert und geleitet hat und welche Personen daran teilgenommen haben. Die SP fordert zudem, dass das Fedpol bei den identifizierten Organisatoren und führenden Teilnehmer individuell überprüft, ob die Voraussetzungen für ein Einreiseverbot nach Artikel 67 Absatz 4 des Ausländer- und Integrationsgesetzes (AIG) erfüllt sind. «Wer Rechtsextreme aus Europa in der Schweiz gewähren lässt, darf sich über deren zunehmende Vernetzung nicht wundern. Wir erwarten von den Behörden, dass sie endlich hinschauen und handeln», sagt SP-Nationalrätin Linda De Ventura.

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