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title: "Elias, Lead Data Scientist bei Ypsomed, Lyss; KI-Agenten senken Kontrollen um bis zu 90%."
sdDatePublished: "2026-08-26T15:07:00Z"
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Elias, Lead Data Scientist bei Ypsomed, Lyss; KI-Agenten senken Kontrollen um bis zu 90%.

"Wir nutzen Daten, um in die Zukunft zu schauen" - Ypsomed

Letzte Aktualisierung: 26.08.2026 - 16:21 © by Ypsomed

Elias ist begeistert von Daten und künstlicher Intelligenz. Als Lead Data Scientist untersucht er, welche Muster sich in Daten erkennen lassen und wie daraus bessere Entscheidungen und neue Lösungen entstehen können. Auch in seiner Freizeit bleibt er neugierig: Neben der Zeit mit seiner Familie und seinen Freunden beschäftigt er sich gerne mit neuen Technologien.

Wie alt bist du, woher kommst du und was machst du gerne in deiner Freizeit?

Ich bin 36 Jahre jung und lebe mit meiner Familie im schönen Lyss. Meine Freizeit verbringe ich gerne mit meiner Familie und mit Freunden oder mit dem Erlernen von neuen Technologien.

Was ist deine Aufgabe bei uns?

Als Lead Data Scientist führe ich unser Intelligence Center, ein Team, das mit Daten, Berichten, Statistiken und künstlicher Intelligenz (KI) neue Lösungen entwickelt. Damit helfen wir Ypsomed, effizienter zu arbeiten, bessere Entscheidungen zu treffen und erfolgreich zu wachsen.

Was gefällt dir an deiner Arbeit und am Unternehmen?

Mir gefällt die grossartige Unternehmenskultur bei Ypsomed. Hier arbeiten fleissige Kolleginnen und Kollegen, die täglich mit viel Herzblut zur Arbeit kommen und sehr viel investieren, um Menschen mit chronischen Krankheiten ein besseres Leben zu ermöglichen. An meiner Arbeit macht mir besonders viel Spass, mit Daten wichtige Entscheidungen zu beeinflussen und Optimierungen zu erzielen, mit denen unsere Arbeit vereinfacht und unsere Produktivität gesteigert werden kann.

Was reizt dich persönlich an Data Science?

Mit Hilfe von Daten kann man zeigen, warum etwas passiert ist und welche Faktoren einen Einfluss haben. Noch spannender wird es, wenn wir Daten nutzen, um in die Zukunft zu schauen. Anhand von Mustern lassen sich Wahrscheinlichkeiten berechnen, Entwicklungen vorhersagen und konkrete Handlungsempfehlungen ableiten. In vielen Fällen können Prozesse sogar automatisiert werden.

Ich bin überzeugt, dass Data Science oft unterschätzt wird. Viele der erfolgreichsten digitalen Geschäftsmodelle basieren heute auf Daten und künstlicher Intelligenz. Unternehmen wie Airbnb besitzen keine eigenen Immobilien und Plattformen wie Uber keine eigene Fahrzeugflotte – ihr eigentlicher Wert entsteht durch die intelligente Nutzung von Daten. Auch in der Industrie entstehen dadurch neue Möglichkeiten. Produktionsanlagen generieren beispielsweise wertvolle Daten, die zusätzliche Erkenntnisse und potenziell sogar neue Geschäftsmodelle ermöglichen können.

Welche Rolle spielt Künstliche Intelligenz aktuell in deinem Arbeitsalltag?

Meine Arbeit besteht heute zu rund 80 Prozent aus Data Engineering und zu 20 Prozent aus KI-Themen. Data Engineering bedeutet, Daten aus verschiedenen Quellen zu sammeln, aufzubereiten und in eine Form zu bringen, mit der gearbeitet werden kann. Diese Daten bilden die Grundlage für Business Intelligence, also Berichte und Analysen, und auch für moderne KI-Anwendungen.

Künstliche Intelligenz spielt in unserem Alltag dennoch bereits eine wichtige Rolle. Besonders im Bereich der Softwareentwicklung nutzen wir KI-gestützte Werkzeuge, um Code zu generieren und Entwicklungsprozesse zu beschleunigen. Für die Entwicklung von Lösungen wie Ypsomed Process Monitoring (YPM360) setzen wir zunehmend auf intelligente Agenten, die auf Basis von Spezifikationen Programmcodes erstellen können. YPM360 erfasst und analysiert Signale und Kurvendaten aus den Spritzgussmaschinen. Mehrere KI-Modelle nutzen diese Daten, um relevante Qualitätsmerkmale der produzierten Bauteile vorherzusagen, die heute noch regelmässig manuell gemessen werden müssen. Ziel ist es, diese manuellen In-Process-Kontrollen künftig um bis zu 90 Prozent zu reduzieren.

Durch die Hilfe von KI-Agenten und modernen Softwareentwicklungstools können wir Funktionalitäten schneller entwickeln, Projektlaufzeiten verkürzen und Ressourcen effizienter einsetzen. Wo früher wenige Tausend Zeilen Code pro Tag realistisch waren, können wir heute deutlich höhere Entwicklungsleistungen erzielen und gleichzeitig die Qualität sichern.

Wo siehst du die grössten Potenziale von KI bei Ypsomed – heute und in der Zukunft?

Das grösste Potenzial sehe ich aktuell im Produktionsumfeld. Dort können KI-Lösungen Mitarbeitende von repetitiven Tätigkeiten entlasten, Prozesse beschleunigen und neue Erkenntnisse liefern.

Mit Initiativen wie YPM360 arbeiten wir daran, Qualitätskontrollen in der Produktion effizienter zu gestalten, die Rückverfolgbarkeit unserer Produkte weiter zu verbessern und Produktionsdaten besser nutzbar zu machen. So schaffen wir mehr Transparenz und eine bessere Grundlage für Entscheidungen.

Auch im Office-Bereich bietet KI grosses Potenzial. Informationen können schneller gefunden, Prozesse effizienter gestaltet und Entscheidungen stärker datenbasiert getroffen werden. Langfristig geht es darum, die gesamte Wertschöpfungskette zu beschleunigen – von der ersten Kundenanfrage bis zum fertigen Produkt. Wenn wir Prozesse verkürzen und gleichzeitig die Qualität erhöhen können, schaffen wir einen echten Mehrwert für Kunden und Mitarbeitende.

Gibt es bereits konkrete Use Cases von KI, die ihr implementiert oder testet?

Ja, wir haben bereits mehrere konkrete Projekte gestartet. Ein wichtiges Beispiel ist YpsoMind, unsere interne KI-Lösung. Nach der ersten erfolgreichen Einführung arbeiten wir bereits an der nächsten Generation und entwickeln die Plattform kontinuierlich weiter.

Parallel dazu treiben wir mit YPM360 verschiedene daten- und KI-getriebene Anwendungsfälle voran, insbesondere in den Bereichen Produktion, Prozesseffizienz und Transparenz.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Thema Reporting und Analytics. Bisher wurden viele Auswertungen primär auf Basis von SAP-Daten erstellt. Heute entstehen jedoch wertvolle Informationen auch in anderen Systemen wie Jira. Deshalb arbeiten wir an Lösungen, die Daten aus unterschiedlichen Quellen zusammenführen. So können wir beispielsweise geplante Projekte aus dem Portfolio-Management mit den tatsächlich umgesetzten Aufgaben vergleichen und dadurch fundiertere Entscheidungen treffen.

Darüber hinaus evaluieren wir laufend neue Technologien und Infrastrukturkomponenten, um die Voraussetzungen für zukünftige KI-Anwendungen bei Ypsomed weiter auszubauen.

Wie läuft ein normaler Arbeitstag bei dir ab?

Einen wirklich typischen Arbeitstag gibt es bei mir kaum. Die Aufgaben reichen von der Entwicklung neuer Lösungen über Workshops mit Fachbereichen bis hin zu Strategie- und Konzeptarbeit.

Ein Teil meiner Zeit fliesst in die Abstimmung mit internen Stakeholdern, um Anforderungen zu verstehen und Projekte zu priorisieren. Daneben beschäftigen wir uns intensiv mit Forschung und Innovation: Wir analysieren Probleme, evaluieren neue Technologien und suchen nach den besten Lösungsansätzen.

Hinzu kommen klassische IT-Themen wie Systemintegrationen, Zugriffsrechte oder technische Infrastrukturfragen. Gerade diese Vielfalt macht die Arbeit für mich so spannend – kein Tag ist wie der andere.

Wie hast du dich bei uns weiterentwickelt?

Angefangen habe ich bei Technology als Development Engineer. Später arbeitete ich als Operations Project Manager, und dann schliesslich als Data Scientist in der IT.

Wie ist das Arbeitsklima bei Ypsomed?

Das Arbeitsklima bei Ypsomed empfinde ich als sehr angenehm und wertschätzend. Hier arbeiten viele engagierte Menschen, die mit Leidenschaft bei der Sache sind und gemeinsam etwas bewegen wollen. Man spürt, dass sich die Mitarbeitenden nicht nur für ihre eigenen Aufgaben einsetzen, sondern auch für den langfristigen Erfolg des Unternehmens.

Natürlich gibt es auch kontroverse Diskussionen. Das sehe ich jedoch als etwas Positives, denn sie zeigen, dass die Menschen Verantwortung übernehmen, unterschiedliche Perspektiven einbringen und sich aktiv mit den Herausforderungen auseinandersetzen. Diese Leidenschaft und der Wille, die beste Lösung zu finden, prägen die Zusammenarbeit.

Besonders schätze ich die Kombination aus Innovationsgeist und Stabilität. Ypsomed hat grosse Ambitionen und den Anspruch, sich kontinuierlich weiterzuentwickeln. Gleichzeitig bietet die familiengeführte Struktur eine langfristige Perspektive und Verlässlichkeit.

Pendelst du? Wie sind deine Erfahrungen damit?

Ich pendle mit dem Auto von Lyss. Das dauert meistens eine halbe Stunde.

Nenne drei Begriffe, mit denen du Ypsomed beschreiben würdest.

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