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title: "Bauenschweiz veröffentlicht Vergabemonitor der Schweizer Bauwirtschaft in der Schweiz; Zuschlag künftig auf das vorteilhafteste Angebot"
sdDatePublished: "2026-08-27T16:07:00Z"
source: "https://www.bauenschweiz.ch/wAssets/docs/vergabemonitor/Vergabemonitor_Bauenschweiz_Sommer_2026.pdf"
topics:
  - name: "construction and property"
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  - name: "law"
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  - "Basel-Stadt"
  - "Switzerland"
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Bauenschweiz veröffentlicht Vergabemonitor der Schweizer Bauwirtschaft in der Schweiz; Zuschlag künftig auf das vorteilhafteste Angebot

Vergabemonitor der
Schweizer Bauwirtschaft
Sommer 2026

VMSB Q2 2026
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Vergabemonitor Schweizer Bauwirtschaft
Sommer 2026

Herausgeberin:
Bauenschweiz – Dachverband der Schweizer Bauwirtschaft
Weinbergstrasse 55
CH-8006 Zürich
+41 (0) 43 268 30 40
office@bauenschweiz.ch
bauenschweiz.ch
Unterstützende Verbände:
Constructionromande
Entwicklung Schweiz
Infra Suisse
Schweizerischer Baumeisterverband (SBV)
Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein (SIA)
Schweizerische Vereinigung Beratender Ingenieurunternehmungen (suisse.ing)
Schweizerische Zentralstelle für Baurationalisierung (CRB)

Realisierung:
politaris gmbh
Steinwiesstrasse 54
CH-8032 Zürich
+41 (0) 43 243 76 66
info@politaris.ch
politaris.ch

© Bauenschweiz 2026

Bauenschweiz ist der Dachverband der Schweizer Bauwirtschaft mit rund 70 Mitgliedverbänden
aus den Bereichen Planung, Baugewerbe, Ausbau und Gebäudehülle sowie Produktion und
Handel. Die Bauwirtschaft trägt 12% zur gesamten Schweizerischen Wirtschaftsleistung bei und
beschäftigt rund 465’000 Fachkräfte.
Das revidierte und zwischen Bund und Kantonen harmonisierte Beschaffungsrecht ist ein Mei-
lenstein für die Bauwirtschaft. Neu geht der Zuschlag statt an das «wirtschaftlich günstigste» an
das «vorteilhafteste» Angebot. Die Qualitätskriterien werden gegenüber dem Preiskriterium
deutlich gestärkt.
Das von Bauenschweiz und Mitgliedverbänden initiierte Vergabemonitoring soll die Umsetzung
dieses Kulturwandels anhand einer zeitnahen, datenbasierten und übergeordneten Analyse der
Ausschreibungen messen. Kernstück bildet eine digitale Plattform, welche Beschaffungsdaten
von der Ausschreibeplattform simap.ch abgreift und in statistisch verwertbare Indikatoren um-
wandelt. Die Ergebnisse werden in regelmässig erscheinenden Berichten publiziert. Damit soll
eine Diskussionsgrundlage geschaffen werden, um Beschaffungsstellen sowie Anbieter:innen
für Veränderungen zu sensibilisieren.

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Inhaltsverzeichnis

Erläuterungen zum Bericht ................................................................................................................ 3
Übersicht Sommer 2026 ..................................................................................................................... 4
Treiber des Kulturwandels ................................................................................................................. 6
Entwicklung der Indikatoren ............................................................................................................. 7
Schweiz .................................................................................................................................................... 8
Baugewerbe ........................................................................................................................................... 9
Ingenieurwesen ................................................................................................................................... 10
Architektur .............................................................................................................................................. 11
Datenerhebung & Methodik ............................................................................................................ 12
Anhang 1 – Übersicht Datensatz ..................................................................................................... 13
Anhang 2 – Detaillierte Ergebnisse ................................................................................................14

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Erläuterungen zum Bericht

Mit der neunten Ausgabe des Vergabemonitors wurde die Darstellung der von der Ausschreibe-
plattform simap.ch bezogenen Daten aus dem letzten Monitor angepasst.
▪
Neu wurden die Kapitel nicht mehr nach Indikatoren, sondern nach Branchen aufge-
schlüsselt. Damit wurde der Bericht wesentlich verkürzt und die Branchen-übergreifende
Vergleichbarkeit der Indikatoren verbessert.
▪
Das Kapitel «Treiber des Kulturwandels» gibt eine Übersicht der politischen Ebenen nach
Branchen und Indikatoren, welche seit Inkrafttreten der Totalrevision des Beschaffungs-
rechts die stärksten Zunahmen über die meisten Indikatoren erfahren haben.
▪
Die Umstellung auf die neue Version der Ausschreibeplattform simap.ch (im Bericht als
Version 2 bezeichnet) wurde in Abbildung 3 visuell hervorgehoben.
▪
Wo keine aktuellen Quartalszahlen verfügbar waren, wurden die zuletzt verfügbaren
Quartalszahlen ausgewiesen. Die betroffenen Einheiten wurden in den Tabellen 13-19 mit
einem Stern (*) markiert.
▪
Es wurden die Zahlen des Berichtsquartals (Q2 2026) mit den Zahlen des letzten Quartals
(Q1 2026) verglichen.
▪
Der Relevanztest (vgl. Kapitel «Datenerhebung & Methodik») wurde verwendet, um die
grössten Unterschiede seit dem jeweiligen Zeitpunkt des Inkrafttretens der Totalrevision zu
ermitteln. Auf Daten der Gesamtschweiz wird dieser dann angewendet, wenn sämtliche
Kantone die Totalrevision übernommen haben.
▪
Die vollständigen Ergebnisse für die Quartalszahlen der gleitenden Mittelwerte sowie der
Relevanztests finden sich im Anhang 2.

Lesehilfe Farblegende:

Alle

Baugewerbe

Ingenieurwesen

Architektur

Haftungsausschluss
Die von der politaris gmbh im Auftrag von Bauenschweiz verwendeten Daten stammen aus öffentlich zugänglichen Quellen und wurden
nach statistischen Standards erfasst und ausgewertet. Dennoch erheben die hier publizierten Inhalte keinen Anspruch auf Vollständig-
keit oder Richtigkeit. Sämtliche aus den Daten bezogenen Interpretationen sind unverbindlich und keine Handlungsempfehlung. Ergeb-
nisse widerspiegeln nicht die Meinung von Bauenschweiz oder der politaris gmbh.

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Übersicht Sommer 2026
Im zweiten Quartal 2026 zeigte sich erneut eine geringere Dynamik bei den Anteilen von Quali-
täts- und Nachhaltigkeitskriterien. Dennoch blieb die qualitative Gewichtung hoch, während
Nachhaltigkeitskriterien weiter an Bedeutung gewannen. Das Dialogverfahren und die Varianten
sowie die Plausibilität des Angebotes haben dagegen teils deutliche Zuwächse erfahren. Am häu-
figsten wurde der Dialog bei Architekturleistungen verlangt. Varianten wurden besonders bei Bau-
leistungen zugelassen, während Ingenieuraufträge überdurchschnittlich oft die Plausibilität des
Angebotes als Zuschlagskriterium enthielten.
Qualitäts- und Nachhaltigkeitskriterien bleiben zentrale Indikatoren des kulturellen Wandels im
Vergabewesen; ebenso in Teilen die Varianten. Prägend wirken dabei vor allem die Vergabebe-
hörden des Bundes sowie der Kantone Basel-Stadt, Basel-Landschaft und Wallis.
Der gesamtschweizerische Anteil qualitativer Vergabekriterien betrug 52,8 %. Bei Ingenieur- und
Architekturleistungen war der Anteil überdurchschnittlich hoch (67,5 % bzw. 63,1 %), bei Bauleis-
tungen dagegen deutlich geringer (45,1 %). Im Vergleich zum Vorquartal hat der Anteil – mit Aus-
nahme bei der Architektur – leicht zwischen -0,1 und -1,3 % abgenommen.
Erstmals erreichte der Anteil der Nachhaltigkeitskriterien innerhalb der Qualitätsbewertung ge-
samtschweizerisch 52,8 %. Mit ebenfalls 52,7 % war der Anteil bei Ingenieurleistungen am höchs-
ten, gefolgt von Bauleistungen (47,0 %) und der Architektur (44,0 %). Während der Anteil bei Bau-
leistungen im Vergleich zum Vorquartal leicht rückläufig war, erfuhren Architektur (+7,4 %) und
Ingenieurwesen (+1,4 %) Zunahmen.
An Schwung hinzugewonnen hat das mit der Totalrevision neu eingeführte Kriterium Plausibilität
des Angebots. Schweizweit betrug der Anteil Ausschreibungen mit diesem Kriterium 5,7 % (+6,4 %
zum Vorquartal). Mit 17,8 % bei Ingenieurleistungen, 11,3 % bei Architekturleistungen sowie 6,0 %
bei Bauleistungen wurde das Kriterium in der Bauwirtschaft überdurchschnittlich oft angewendet.
Das Dialogverfahren war mit 0,5 % gesamtschweizerisch selten in Ausschreibungen vertreten, er-
fuhr aber eine markante Zunahme: um 26,3 % im Vergleich zum Vorquartal. In der Baubranche
wurde das Verfahren überdurchschnittlich oft in der Architektur eingesetzt (2,3 %). Mit lediglich
0,7 % und um -4,8 % abnehmend, wurde es immer seltener in Ingenieuraufträgen eingesetzt. Die
stärkste Zunahme erfolgte bei den Bauleistungen mit +18,5 % auf 0,5 %.
Erstmals seit Einführung des Vergabemonitors werden wieder vermehrt Varianten in Ausschrei-
bungen zugelassen. Deren Anteil betrug schweizweit 8,6 %, und damit +14,8 % mehr als im Vor-
quartal: mit 11,1 % überdurchschnittlich oft bei Bauleistungen (+18,9 %), aber trotz Zunahme deut-
lich seltener bei Ingenieurleistungen (2,5 %) und der Architektur (2,1 %).
Weiterhin rückläufig oder unverändert entwickelten sich die Anteile der Projekt- und Ideenwettbe-
werbe (0,7 %) sowie der Gesamtleistungswettbewerbe (0,2 %). Erstere waren mit 13,4 % und letz-
tere mit 1,6 % bei Architekturaufträgen am häufigsten vertreten.
Im zweiten Quartal 2026 war die Totalrevision beim Bund und in 22 von 26 Kantonen in Kraft. In
diesem Zeitraum wurden 7'055 Aufträge auf simap.ch publiziert, 50,7 % Bau- sowie 7,0 % Ingeni-
eur- und 2,4 % Architekturaufträge. Insgesamt konnten 86’629 von 132’833 Ausschreibungen
(65,2 %) für die Untersuchung verwendet werden.

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Abbildung 1: Totalrevision öffentliches Beschaffungsrecht. In Kraft per 30. Juni 2026

CH: Ganze Schweiz. FED: Bundesebene. Grau: Nicht in Kraft.

Tabelle 1: Anzahl Ausschreibungen auf simap.ch und deren Anteile in Prozent nach Branche (Q2 2026)
Branche

Q2 2026

Seit Q1 2018

Anzahl
Anteil

Anzahl
Anteil
Schweiz

7055
100.0%

132833
100.0%
Baugewerbe

3575
50.7%

68802
51.8%
Ingenieurwesen

496
7.0%

7985
6.0%
Architektur

172
2.4%

4033
3.0%

Quelle: simap.ch.

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Treiber des Kulturwandels
Als Treiber des Kulturwandels im Beschaffungswesen gelten jene politischen Ebenen, die seit
Inkrafttreten der Totalrevision des Beschaffungsrechts über sämtliche Indikatoren hinweg die
meisten und stärksten Zuwächse verzeichnen konnten. Grundlage ist die Summe der
Modellqualitätspunkte, welche die Anzahl statistisch gesicherter Veränderungen abbildet (vgl.
Kapitel «Datenerhebung & Methodik»).
Abbildung 2 zeigt die Summe erzielter Modellqualitätspunkte für das zweite Quartal 2026. Tabelle
2 zeigt die Indikatoren, bei welchen die Mehrheit der Modellqualitätspunkte erzielt wurden.
Qualitätskriterien, namentlich die Nachhaltigkeitskriterien, erweisen sich als zentrale Treiber des
Kulturwandels. Prägend wirken dabei neben dem Bund auch die Kantone Basel-Stadt, Basel-
Landschaft sowie Wallis.
Abbildung 2: Treiber des Kulturwandels nach politischer Ebene und Branche seit Inkrafttreten der Totalrevision
über das öffentliche Beschaffungswesen (Q2 2026)
Quellen: simap.ch, Bauenschweiz/politaris.

Tabelle 2: Statistisch gesicherte positive Veränderungen seit Inkrafttreten der Totalrevision über das öffentli-
che Beschaffungswesen nach Indikator, politischer Ebene und Branche (Q2 2026)
Politische Ebene / Branche
Nachhaltigkeit
Qualität
Varianten
Plausibilität
Kanton BS / Baugewerbe
+
+
+

Bund / Alle
+
+

+
Kanton BS / Alle
+
+
+

Bund / Baugewerbe
+
+

Kanton BL / Alle
+

+

Kanton VS / Alle
+
+

Bund / Ingenieurwesen
+
+

Kanton AG / Alle
+

+

Kanton FR / Alle
+

+

Quellen: simap.ch, Bauenschweiz/politaris.

18
18
20
22
22
23
34
34
35
0
5
10
15
20
25
30
35
40
Kanton AG / Alle
Kanton FR / Alle
Bund / Ingenieurwesen
Kanton BL / Alle
Kanton VS / Alle
Bund / Baugewerbe
Bund / Alle
Kanton BS / Alle
Kanton BS / Baugewerbe
Summe Modellqualitätspunkte

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Entwicklung der Indikatoren
Abbildung 3: Entwicklung der Indikatoren nach Branchen und Zeitpunkt des Inkrafttrete