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title: "Jacob Rasmussen kehrt gegen 1. FC Kaiserslautern am Millerntor zurück; erstes Pflichtspiel am Millerntor seit Wechsel"
sdDatePublished: "2026-08-27T11:07:00Z"
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Jacob Rasmussen kehrt gegen 1. FC Kaiserslautern am Millerntor zurück; erstes Pflichtspiel am Millerntor seit Wechsel

FC St. Pauli | Gegnercheck 1. FC Kaiserslautern: Rückkehrer Rasmussen…

Gegnercheck 1. FC Kaiserslautern: Rückkehrer Rasmussen und Routinier Ritter

Nach dem Aus im DFB-Pokal liegt der Fokus für unsere Kiezkicker ab sofort einzig und allein auf der 2. Bundesliga. Hier geht es am Sonntag (30.8., 13:30 Uhr) mit dem Heimspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern weiter. Unseren nächsten Gegner haben wir einmal mehr etwas unter die Lupe genommen.

In der ersten Runde des DFB-Pokals waren die „Roten Teufel“ im Derby bei Waldhof Mannheim zu Gast, dank eines Treffers von Ibrahim Kanaté in der letzten Minute der Verlängerung setzte sich der FCK in einem intensiv geführten Spiel (zehn Gelbe Karten!) mit 1:0 durch. Dass die Partie überhaupt ein reguläres Ende gefunden hatte, war zwischenzeitlich mehr als fraglich. Nach torlosen 90 Minuten kam es auf dem Rasen zu einer Rudelbildung mit etlichen Spielern beider Teams. Erst flogen Becher von den Tribünen auf die Spieler, Fans stürmten den Rasen und es folgten Raketen, die von Tribüne zu Tribüne flogen. Schiedsrichter Robert Schröder unterbrach die Partie für mehr als eine halbe Stunde. Ein Spielabbruch drohte, Schröder ließ das Spiel aber fortsetzen - mit dem besseren Ende für den FCK. Sowohl beide Vereine als auch der DFB haben eine umfassende Aufarbeitung der Ereignisse (mehr als 100 Personen wurden verletzt) angekündigt.

Wirklich schon zehn Jahre?! Wie die Zeit doch vergeht... Zur Saison 2016

17 wechselte der damals 19-jährige Jacob Rasmussen ( auf dem Foto oben mit der Nummer 14 ) von der Schalker U19 zu unserem FCSP, der Däne blieb nur ein halbes Jahr am Millerntor. Für die Profis kam er nicht zum Einsatz, bei unserer U23 dafür regelmäßig (17 Spiele). Im Januar 2017 wechselte er zunächst zu Rosenborg Trondheim, dann zum FC Empoli und zur AC Florenz, die sieben Mio. Euro für den Abwehrspieler bezahlte. In Florenz konnte sich der Linksfuß aber nicht durchsetzen, immer wieder wurde er verliehen, erst an Erzgebirge Aue, dann Vitesse Arnheim und auch an Feyenoord Rotterdam, wo er die niederländische Meisterschaft feierte. Im Sommer 2023 ging's für zwei Jahre zurück in die Heimat zu Brøndby IF und anschließend zu RB Salzburg. Für Arnheim, Rotterdam, Brøndby und Salzburg kam er auf insgesamt 32 Einsätze in internationalen Wettbewerben. Anfang dieses Jahres folgte dann der Wechsel zum FCK, für den er in der Rückrunde zwölf Spiele (ein Tor) absolvierte. In der neuen Saison verpasste Rasmussen nicht eine Minute und so ist davon auszugehen, dass er am Sonntag sein erstes Pflichtspiel am Millerntor vor voller Hütte bestreiten wird. Mit Aue war er im Juni 2020 schon mal zu Gast, Corona-bedingt blieben die Ränge damals leer.

Die Bundesliga hatte den „Roten Teufeln“ zum Start in die neue Saison direkt mal zwei Topspiele am späten Sonnabend beschert, erst in Wolfsburg und dann daheim gegen den KSC. Es waren interessante und intensiv geführte Duelle, Tore gab es an beiden Abenden aber nicht. Die Lauterer ließen mit 33 gegnerischen Torschüssen ligaweit zwar die fünftmeisten zu, die Wolfsburger und Karlsruher kamen aber vor allem aus dem Rückraum zum Abschluss. Der FCK ließ gerade einmal 13 Torschüsse innerhalb des Strafraums zu, nur Darmstadt und Hannover (je zwölf) weniger. Wenn ein Ball den Weg aufs Tor fand, dann war auf FCK-Keeper Julian Krahl Verlass. Kein anderer Torwart konnte sich an den ersten beiden Spieltagen so oft auszeichnen wie Krahl (13 Paraden). Auch im bereits erwähnten DFB-Pokalspiel in Mannheim hielt er die Null. Kein anderer Zweitligist kassierte in Liga und Pokal bislang kein Gegentor.

Seit April 2025 ist Torsten Lieberknecht als Cheftrainer auf dem Betzenberg tätig. Zuvor hatte er den SV Darmstadt 98 und MSV Duisburg sowie Eintracht Braunschweig trainiert. Mit allen Teams war er auch am Millerntor zu Gast - und das zuletzt sehr erfolgreich. Holte Lieberknecht als Eintracht-Coach bei den ersten vier seiner insgesamt neun Partien bei unserem FCSP nur einen Zähler, hat er keines der vergangenen fünf Gastspiele verloren. 2:0 und 0:0 mit Braunschweig, ein weiteres 0:0 mit Duisburg und mit Darmstadt dann 2:1 und 1:1. Ohne Zählbares reiste Lieberknecht zuletzt im März 2016 vom Kiez ab. Seine Gesamt-Bilanz ist mit durchschnittlich 1,11 Punkten gegen unseren FCSP allerdings nicht die Beste. Nimmt man alle Vereine, gegen die Lieberknecht mindestens zehnmal als Trainer an der Seitenlinie gestanden hat, ist der Punkteschnitt nur gegen Union Berlin (1,06) und Fortuna Düsseldorf (1,10) noch schlechter.

Wie schon in den vergangenen beiden Spielzeiten führt Marlon Ritter die Lauterer auch in der Saison 2026

27 als Kapitän aufs Feld. Der mit guter Technik und einem starken Abschluss ausgestattete Mittelfeldspieler wurde von Coach Torsten Lieberknecht im Amt bestätigt. Routinier Ritter, der im September 2020 vom SC Paderborn 07 an den Betzenberg gewechselt war, ist nicht nur der dienstälteste Spieler im Kader des FCK, mit 31 Jahren ist er zudem der „Oldie“ im Team. Er hat inzwischen 209 Pflichtspiele für die „Roten Teufel“ absolviert, dabei erzielte er 42 Tore und bereitete 29 weitere Treffer vor.

Fotos: Bundesliga - Getty Images - Joern Pollex

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