Umweltbischof Lohmann fordert Umwelt- und Klimaschutz sowie Anpassung an den Klimawandel in Bonn dringend auf die politische Tagesordnung zu setzen; Extremwetter künftig häufiger auftreten

Umweltbischof Lohmann: Klimaschutz duldet keinen Aufschub | katholisch.de

Umweltbischof Lohmann: Klimaschutz duldet keinen Aufschub

VERÖFFENTLICHT AM 27.08.2026 UM 13:50 UHR – LESEDAUER: 2 MINUTEN

BONN - Hitze macht Folgen sichtbar: Extremwetter und niedrige Pegelstände zeigen laut DBK-Umweltbischof Rolf Lohmann dringenden Handlungsbedarf. Neben Umweltschutz und Klimaanpassung sieht er weitere Aufgaben.

Der Umweltbischof der Deutschen Bischofskonferenz hat die Politik aufgefordert, Umwelt- und Klimaschutz sowie die Anpassung an den Klimawandel auf die politische Tagesordnung zu nehmen. Beides dulde “keinen Aufschub”, sagte der Münsteraner Weihbischof Rolf Lohmann anlässlich des Weltgebetstags für die Bewahrung der Schöpfung am Dienstag (1. September) . Er ergänzte: “Der Klimawandel ist dafür verantwortlich, dass Extremwetterperioden wie in diesem Sommer in den nächsten Jahren häufiger und intensiver auftreten werden.”

Lohmann hob hervor, durch die Hitze, die niedrigen Pegelstände der Flüsse, die verdorrten Äcker und brennenden Wälder der letzten Monate werde die Problematik des Ressourcenverbrauchs augenscheinlich. “Angesichts der ökologischen, ökonomischen und sozialen Auswirkungen des Klimawandels müssen wir Konsequenzen für unser Handeln ziehen – auch beim Umgang mit KI. Der große Bedarf an Wasser sorgt heute bereits in vielen Regionen der Welt für Konflikte.”

Darauf weise auch Papst Leo XIV. in seiner Enzyklika hin. Darin heißt es: “Aktuelle KI-Systeme erfordern große Mengen an Energie und Wasser, haben erhebliche Auswirkungen auf den Kohlenstoffdioxid-Ausstoß und verbrauchen Ressourcen in großem Umfang.” Daher sei es unerlässlich, nachhaltigere technologische Lösungen zu entwickeln, um die Umweltauswirkungen zu verringern und “unser gemeinsames Haus” zu schützen.

Lohmann wies außerdem auf durch Kriege hervorgerufene Umweltschäden hin: “Im Krieg werden Städte, Dörfer und Infrastruktur verwüstet. Artilleriefeuer, Brände und Schwermetallablagerungen zerstören Wälder, kontaminieren Böden und vergiften das Grundwasser.”

Er ergänzte, Minen machten Lebensräume zu einer tödlichen Gefahr für Menschen und Tiere. “Hinzu kommt der Ausstoß von Treibhausgasen durch die Kriegsführung – allein der Kraftstoffverbrauch von Kampfjets und Panzern ist immens.” Das seien nur die unmittelbaren Folgen. Aufräum- und Aufbauarbeiten sowie die Regeneration von Ökosystemen dauerten oft “Jahre und Jahrzehnte”.

Papst Leo XIV. habe die Bibelstelle “Sie werden ihre Schwerter zu Pflugscharen umschmieden und ihre Lanzen zu Winzermessern” als Ausdruck der Hoffnung als Motto des diesjährigen Weltgebetstags für die Bewahrung der Schöpfung ausgewählt. Er rufe damit zum “dringend nötigen Frieden weltweit” auf. “Jeder Tote bedeutet das abrupte Ende eines Lebens, den Untergang einer Welt und einen nicht wiedergutzumachenden Verlust für die Angehörigen”, betonte Lohmann. (KNA)

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Was fehlt, sei ein “geeinter politischer Wille zur sozial-ökologischen Transformation”, kritisiert der DBK-Umweltbischof Rolf Lohmann. Er zieht ein gemischtes Fazit der beendeten COP30 in Belém – genauso wie Vertreter katholischer Jugendverbände.

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