Deutsche Exportwirtschaft Ifo-Exportbarometer steigt in Deutschland auf +9,6 Punkte; höchster Stand seit Feb 2022
NORD/LB am Morgen stellt eine Übersicht und Zusammenfassung ausgewählter Berichte und Meldungen dar. Research NORD/LB am Morgen
- August 2026
Research NORD/LB am Morgen 27. August 2026 Marktdaten 26.08.2026 25.08.2026 31.12.2025 Ytd % DAX 26.285,96 26.266,14 24.490,41 7,3 MDAX 32.521,35 32.267,44 30.617,67 6,2 TECDAX 4.019,10 4.050,72 3.622,27 11,0 EURO STOXX 50 6.470,74 6.455,63 5.791,41 11,7 STOXX 50 5.494,85 5.496,59 4.918,02 11,7 DOW JONES IND. 53.463,88 53.577,40 48.063,29 11,2 S&P 500 7.675,70 7.677,28 6.845,50 12,1 MCSI World 4.972,27 4.975,74 4.430,38 12,2 MSCI EM 1.717,10 1.704,09 1.404,37 22,3 NIKKEI 225 66.262,16 65.856,43 50.339,48 31,6 Euro in USD 1,1655 1,1675 1,1745 -0,8 Euro in YEN 185,59 185,91 183,58 1,1 Euro in GBP 0,8572 0,8554 0,8717 -1,7 Bitcoin (USD) 78.697,57 78.953,63 87.598,39 -10,2 Gold (USD) 4.614,53 4.667,95 4.319,37 6,8 Rohöl (Brent ICE USD) 87,84 88,58 60,85 44,4 CO2 Emissionsrechte 82,68 84,42 87,37 -5,4 Bund-Future 124,15 124,28 127,57
Rex 122,01 121,75 124,38
Umlaufrendite 3,16 3,21 2,78
3M Euribor 2,554 2,545 2,026
12M Euribor 3,007 2,989 2,243
Bund-Rendite 10J. 3,234 3,201 2,855
Bund-Rendite 20J. 3,666 3,636 3,383
US-Treasuries 10J. 4,646 4,629 4,167
Quelle: Bloomberg
Charts
Termine Zeit CET Land Indikator für Prognose NORD/LB
Konjunktur
08:00 DE GfK Verbrauchervertrauen, vorl. Sep -28,4 10:00 EU Geldmenge M3 sa Y/Y Jul 3,5% 14:30 US Erstanträge Arbeitslosenhilfe W33 210K
Unternehmen/Sektor
07:00 DE Asta Energy Solutions Halbjahreszahlen 07:30 DE Fielmann Q2 (detailliert) 07:30 DE Delivery Hero Halbjahreszahlen 07:30 FR Pernod Ricard Jahreszahlen 10:00 DE Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) Halbjahreszahlen-Pk 10:00 CH Givaudan Summer Investor Conference 10:00 DE Singulus Technologies Hauptversammlung
Marktumfeld
Die Stimmung in der deutschen Exportwirtschaft hat sich im August überraschend stark aufgehellt. Das Ifo-Exportbarometer stieg von -2,8 auf +9,6 Punkte und erreichte damit den höchsten Stand seit Februar 2022 sowie den stärksten Monatsanstieg seit Juni 2020. Treiber der po- sitiven Entwicklung sind v.a. die kräftige Nachfrage aus Europa sowie Investitionen in Digitalisierung und Künstliche Intelligenz. Auch die Au- tomobilindustrie und die Metallverarbeitung blicken wieder zuversicht- licher auf ihre Exportaussichten. Dagegen rechnen Unternehmen aus der Papierindustrie sowie der Metallerzeugung und -bearbeitung mit rückläufigen Exporten. Während die Exporte in die EU deutlich zulegen, bleibt das China-Geschäft schwach.
Die Abwanderung von Forschung und Entwicklung aus der deutschen Chemie- und Pharmaindustrie hält unvermindert an. Hatte in den ver- gangenen beiden Jahren allein die Pharmabranche die heimischen In- vestitionen noch im Plus gehalten, gerät nun auch sie zunehmend unter Druck. Für das lfd. Jahr planten 29% der Unternehmen, ihre Forschungs- ausgaben im Inland zu kürzen, teilte der Branchenverband VCI mit. Im Gegenzug wollten 41% der befragten Firmen ihre Etats im Ausland auf- stocken. Zwar lagen die Forschungsbudgets 2025 mit knapp 16 Mrd. EUR noch auf hohem Niveau. Die Dynamik lasse jedoch nach.
Trotz anhaltend hoher Inflation in den USA steigern die Verbraucher ihre Ausgaben stärker als erwartet. Der private Konsum legte im Juli um 0,2% ggü. dem Vormonat zu. Der private Konsum gilt als Triebkraft der US-Wirtschaft, die durch die Belastungen des Iran-Krieges im Frühjahr nicht mehr so schnell wuchs: Das Bruttoinlandsprodukt legte laut vor- läufigen Daten auf das Jahr hochgerechnet im Zeitraum von April bis Juni um 1,5% zu. Zu Jahresbeginn wurde ein Zuwachs von 2,1% erzielt.
Tagesausblick: Nach einer ereignisreichen ersten Wochenhälfte wird der heutige Tag eine kleine datenseitige Verschnaufpause bieten. Eine Ausnahme ist das GfK Verbrauchervertrauen: Die Stimmung der Ver- braucher in Deutschland dürfte im September jedoch weiter verhalten bleiben. In den USA beginnt das von Investoren mit Spannung erwar- tete Notenbankenforum in Jackson Hole. Im Bundesstaat Wyoming treffen sich Währungshüter aus aller Welt. Dieses Jahr steht das dreitä- gige Forum unter dem Leitmotto “Finanzinnovation”. US-Notenbank- chef Warsh wird morgen eine Rede halten. Er will dabei in Zeiten anhal- tend hoher Inflation und eines jüngst von Stellenabbau geprägten US- Arbeitsmarkts die großen wirtschaftl. Themen in den Blick nehmen. Aktienmärkte
Der deutsche Aktienmarkt präsentierte sich vor den am Abend erwar- teten Quartalszahlen von Nvidia zunächst gut gelaunt. Weiter sinkende Ölpreise dämpften die Inflationssorgen und stützten die Aktienkurse. Kursverluste beim DAX-Schwergewicht SAP verhinderten allerdings hö- here Aufschläge. Zum Handelsende schmolzen zwar die Gewinne, für positive Vorzeichen reichte es dennoch. DAX +0,08%; MDAX +0,79%
Höher als erwartet ausgefallene US-Inflationsdaten und die Zurückhal- tung der Anleger vor den Quartalszahlen des KI-Vorreiters Nvidia haben die Wall Street zur Wochenmitte gebremst. Einem Bericht des Handels- ministeriums zufolge stieg die jährliche Inflationsrate in den USA im Juli auf 3,7% und lag damit leicht über den Erwartungen.
Dow Jones -0,21%; S&P 500 -0,02%; Nasdaq Comp. -0,08% Unternehmen
Der US-Chipkonzern Nvidia hat dank der ungebrochenen Nachfrage nach Hardware für Künstliche Intelligenz seinen Umsatz im abgelaufe- nen Quartal mehr als verdoppelt und die Erwartungen der Analysten übertroffen. Die Erlöse stiegen auf 96,22 Mrd. USD. Experten hatten im Schnitt mit rund 4 Mrd. USD weniger gerechnet. Der bereinigte Gewinn lag bei 2,22 USD pro Aktie und damit ebenfalls über den Prognosen. Für das laufende Q3 stellte Nvidia rund 108 Mrd. USD Umsatz in Aussicht, was die Schätzungen von 104,19 Mrd. USD ebenfalls übertraf. Die Zah- len von Nvidia gelten als Barometer für den gesamten KI-Markt.
Der Energietechnikkonzern Siemens Energy will sein Dampfturbinenge- schäft neu aufstellen und möglicherweise später veräußern. Ziel sei die Schaffung eines starken und unabhängigen Unternehmens für industri- elle Energielösungen. Die künftige Aufstellung solle Transformation of Industry mehr unternehmerische Flexibilität und zusätzliche Möglich- keiten für weiteres Wachstum eröffnen – von der Hereinnahme exter- ner Investoren bis hin zu einer möglichen Kapitalmarkttransaktion. Rohstoffe
Die Ölpreise sind erneut gefallen und haben damit die Abwärtsbewe- gung seit Beginn der Handelswoche fortgesetzt. Zuletzt haben diploma- tische Bemühungen im Nahen Osten an Dynamik gewonnen, was die Gefahr einer erneuten militärischen Eskalation dämpfte.
Weitergabe am: 27.08.2026 06:49:23
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