Christoph Toepfer, Diego Negri und Markus Koy segeln Edinburgh Cup vor Cowes auf Platz zwei; drei Punkte vor Beadsworth.

Toepfer segelt beim Dragon Grand Prix vor Cowes auf Platz zwei

Christoph Toepfer, Diego Negri und Markus Koy segeln beim Edinburgh Cup vor Cowes auf Platz zwei – und machen das Podium erst in der letzten Wettfahrt perfekt. Mit der „Aurora“ GER 11 kam das Trio auf 33 Punkte und hielt den amtierenden Drachen-Weltmeister Andy Beadsworth um drei Punkte auf Distanz.

49 Teams aus zwölf Nationen waren zum Edinburgh Cup und UK Dragon Grand Prix auf die Isle of Wight gekommen. Es war die größte Edinburgh-Cup-Flotte seit 30 Jahren. Und der Solent ließ in dieser Woche kaum etwas aus: Starkregen und große Winddreher zum Auftakt, ein Hafentag wegen Sturms, Böen bis 30 Knoten am dritten Regattatag – und zum Finale leichte Nordwinde, die kaum eine Richtung lange hielten.

Toepfer, Negri und Koy setzten gleich zum Auftakt ein Ausrufezeichen. Platz drei in der ersten Wettfahrt brachte die „Aurora“ früh nach vorn. Dann folgte der Dämpfer: Rang 22 im zweiten Rennen. Auch die Plätze neun und sieben am folgenden Tag reichten noch nicht für den Sprung unter die besten fünf.

Der gelang ausgerechnet im härtesten Rennen der Serie. Böen bis 30 Knoten fegten über den Solent, kurze steile Wellen und heftige Regenschauer forderten die Crews. Die „Aurora“ rundete die erste Luvmarke auf Platz fünf. Im weiteren Verlauf arbeitete sich das Team noch an zwei Konkurrenten vorbei und kam hinter Jan Eckert und Andy Beadsworth als Dritter ins Ziel.

Danach war Schluss für diesen Tag. Die Wettfahrtleitung schickte die Flotte in den Hafen. Mit dem nun möglichen Streicher fiel der 22. Platz aus der Wertung – und die „Aurora“ rückte auf Gesamtrang vier vor. Das Podium war wieder in Reichweite.

Am Finaltag änderte sich das Bild komplett. Statt Starkwind warteten leichte, stark drehende Nordwinde. Graham und Julia Bailey, Killian Boag und Will Bedford gewannen die sechste Wettfahrt und standen damit vorzeitig als Gesamtsieger fest. Für Toepfer, Jan Secher und Beadsworth dagegen ging es im letzten Rennen noch um die beiden übrigen Podiumsplätze.

Beadsworth erwischte den besten Start und führte bereits an der ersten Marke. Die „Aurora“ lag dort auf Rang sieben – genau jenen Platz, den Toepfer, Negri und Koy mindestens halten mussten, um Beadsworth in der Gesamtwertung hinter sich zu lassen. Doch sie beließen es nicht dabei. Während Beadsworth das Rennen mit deutlichem Vorsprung gewann, arbeitete sich die „Aurora“ bis auf Platz fünf vor. Das reichte: Rang zwei für Toepfer, Negri und Koy, drei Punkte vor Beadsworth.

Der Edinburgh Cup ging an ein Boot mit besonderer Geschichte. Die 1948 gebaute „Bluebottle“ war einst Prinz Philip und Prinzessin Elizabeth zur Hochzeit geschenkt worden. Obwohl sie bereits in den 1950er- und 1960er-Jahren dreimal auf dem Podium gestanden hatte, gewann sie die nach dem Duke of Edinburgh benannte Trophäe in Cowes zum ersten Mal.

Auch an Land pflegte die Drachenklasse ihre britischen Traditionen. Auf die Summer Party im Cowes Corinthian Yacht Club folgte nach dem stürmischen Regattatag ein Afternoon Tea im Pavillon des Royal Yacht Squadron. Den Schlusspunkt setzte das Gala-Dinner mit Champagnerempfang, Preisverleihung und einem überraschenden Auftritt der „Singing Opera Waiters“.

Für das Podiumsfoto erschienen Toepfer, Negri und Koy mit Krawatte beziehungsweise Fliege. „So chic siehst Du die Jungs nicht so schnell wieder!“, kommentierte Toepfer das Bild.

Toepfer segelt beim Dragon Grand Prix vor Cowes auf Platz zwei

27.08.2026 , Created by SinaWolf

Sieben Wettfahrten, Böen bis 30 Knoten und ein Duell mit Weltmeister Andy Beadsworth bis ins letzte Rennen: Christoph Toepfer, Diego Negri und Markus Koy sichern sich Rang beim Edingburgh Cup.

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