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title: "Stadtteilbeirat Gröpelingen diskutiert Seniorenbelange in Bremen; wohlwollende Kenntnis der Ausführungen"
sdDatePublished: "2026-08-27T11:53:00Z"
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  - "Bremen"
  - "Germany"
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Stadtteilbeirat Gröpelingen diskutiert Seniorenbelange in Bremen; wohlwollende Kenntnis der Ausführungen

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Protokoll über die gemeinsame Sitzung der Fachausschüsse „Arbeit, Wirtschaft und
Soziales“ und „Gesundheit, Sport, Kultur und Senioren“ des Stadtteilbeirates
Gröpelingen am 25.06.2026 im Nachbarschaftshaus Helene Kaisen, Raum „INSTI“,
Beim Ohlenhof 10, 28239 Bremen

Beginn der Sitzung: 18.30 Uhr

Nr.: XIV/04/26
Ende der Sitzung: 20:45 Uhr

Teilgenommen haben:
Beiratsmitglieder
Kristin Blank (beides)
Marianne Eberl (Gesund)
Pierre Hansen (ArbSoz)
Norbert Holzapfel (beides)
Özlem Kara (Gesund)
Thorsten Schildet (ArbSoz)
Sachk. Bürger
Chiara Klautzsch (ArbSoz)
Hanna Taieb (Gesund)
André Wendt-Rathjen
(beides)
Vertreter § 23.5
Timm Brethauer (beides)
Anna Hölting (ArbSoz)
Anja Kulas (Gesund)
Ute Pesara (beides)

Verhindert ist
Rosemarie Kwidzinski (beides)

Gäste:
Barbara Schneider / Seniorenvertretung Bremen
Vertreterinnen und Vertreter der Stadtteilgewerkschaft
Elisabeth van der Wal / Initiatorin des Aufrufs „Beamtennachzahlungen spenden“
Christian Hempel / bestellter Betreuer für Bewohner der „Reihersiedlung“

Vorgeschlagene Tagesordnung:

TOP 1:
Feststellung der Beschlussfähigkeit, Beschluss der Tagesordnung und des
Themenspeichers

TOP 2:
Genehmigung des Protokolls Nr. XIV/03/26 der gemeinsamen Sitzung FA „Arbeit,
Wirtschaft und Soziales“ und FA „Gesundheit, Sport, Kultur und Senioren“ am
20.05.2026

TOP 3:
Seniorenpolitische Belange in Gröpelingen
dazu: Barbara Schneider / Seniorenvertretung Bremen

TOP 4:

TOP 5:
Stadtteilgewerkschaft Gröpelingen: Vorstellung des Aktivitätenspektrums
dazu: Vertreterinnen/Vertreter der Initiative

Entscheidungsbedarfe in Stadtteilangelegenheiten

TOP 6:
Mitteilungen des Amtes / Verschiedenes

TOP 1: Feststellung der Beschlussfähigkeit und Genehmigung der Tagesordnung und des
Themenspeichers
Die Beschlussfähigkeit beider Fachausschüsse wird festgestellt, die Tagesordnung wird in der
vorgelegten Fassung verabschiedet.
Für den Themenspeicher wird vorgemerkt:
•
Aufsuchende Bildungsberatung (QBZ): Tätigkeitsbericht und laufende Projekte.
•
Schura Bremen: Vorstellung des Deradikalisierungsprojekts KELAM.
•
Hoppenbank: Vorstellung der Beratungsstelle für Menschen, die häusliche Gewalt ausüben.
•
Landessportbund: Hallenzeiten für Sportvereine im Bremer Westen.
•
Jobcenter: Befassung mit den Auskünften zur Beschäftigungssituation im Stadtteil gegenüber
dem Beirat Gröpelingen.
•
„Babyklappe“: Erörterung einer möglichen Angebotsausweitung für den Bremer Westen.
Vorläuﬁges Protokoll

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TOP 2:
Genehmigung des Protokolls Nr. XIV/03/26 der gemeinsamen Sitzung FA
„Arbeit, Wirtschaft und Soziales“ und FA „Gesundheit, Sport, Kultur und
Senioren“ am 20.05.2026
Das o.a. Protokoll wird einstimmig genehmigt.

TOP 3:
Seniorenpolitische Belange in Gröpelingen
Frau Schneider beringt den Fachausschüssen die Ziele und das aktuelle Wirken
der Städtischen Seniorenvertretung nahe.
Einführend weist sie den vielzitierten Einwand zurück, ein eigenständiges
seniorenpolitisches Gremium sei entbehrlich, da viele Beiräte ohnehin bereits
mehrheitlich mit über 60-jährigen Mitgliedern besetzt seien. Immerhin lebten im
Bundesland Bremen rd. 160.000 Seniorinnen und Senioren (dem Statut des
Vertretungsorgans zufolge werden alle im Lande Bremen lebenden Personen ab
einem Alter von 60 Jahren als potenzielle Adressaten erfasst). Der Seniorenbeirat
bündelt gesamtstädtische seniorenpolitische Anliegen und die Beiräte können
dabei als wichtige Schnittstellen und stadtteilpolitische Seismografen für vor Ort
erkannte Belange fungieren.
Im gesamtstädtischen Maßstab nimmt das Vertretungsgremium derzeit mehrere
zentrale Vorhaben in den Blick:
-
Vergünstigungen für Rentnerinnen und Rentner bei der Nutzung
öffentlicher Einrichtungen, dies mit Blick auf wachsende Altersarmut und
den
Bedarf,
Teilhabe
an
öffentlich
vorgehaltenen
Leistungen
sicherzustellen.
-
Erhalt von Begegnungszentren, um einem allgemeinen Trend rückläufiger
Angebote unter dem Diktat von Sparzwängen entgegenzutreten.
-
Seniorenfreundliche Stadtentwicklung, etwa im Wege der Einrichtung von
sog. „Mitnahmebänken“, wie sie erstmals auf dem Stadtwerder erprobt
wurden
(gut
sichtbar
gekennzeichnete
Wartebänke,
die
eine
unkomplizierte Möglichkeit bieten sollen, eine spontane und kostenlose
Mitfahrgelegenheit zu finden).
-
Die seniorenpolitischen Implikationen der digitalen Patientenakte.
Als weiteres größeres Projekt stellt Frau Schneider die Konzeptarbeiten am
Seniorenmitwirkungsgesetz heraus, damit die unmittelbar Betroffenen auch eine
adäquate Beteiligung erfahren.

Lokal engagiert sich die Vertretung zudem bei der Bremer Tafel zugunsten älterer
Menschen - somit auch am neuen Standort an der Gröpelinger Heerstraße - sowie
gegen den Abbau von Geldautomatenfilialen in den Stadtteilen.
Der Fachausschuss nimmt von den Ausführungen wohlwollend Kenntnis.

TOP 4:

Stadtteilgewerkschaft Gröpelingen: Vorstellung des Aktivitätenspektrums
Mitglieder der Stadtteilgewerkschaft Gröpelingen/Walle stellen Zwecksetzung und
konkrete Aktionen Ihres Organisationsnetzwerkes vor.
Die Stadtteilgewerkschaft versteht sich nach eigenen Angaben in Abgrenzung zu
klassischen Gewerkschaften, die als Sachwalter von Arbeitnehmerinteressen
auftreten, als solidarisches Netzwerk „für alle“ im Stadtteil, also auch der nicht im
Erwerbsleben stehenden, die sich in der Durchsetzung ihrer Rechte beeinträchtigt
sehen.
Das
Aktivitätenspektrum
erstreckt
sich
vor
allem
auf
mehrsprachige
Beratungsangebote in den Büros, die sich in beiden Stadtteilen etabliert haben,
welche sich an Menschen richten, die sich beispielsweise aufgrund von
sprachlichen
Barrieren
mit
Behördenschreiben
überfordert
sehen,
mit
ausbleibenden Lohnauszahlungen konfrontiert sind oder als Mieter konkrete
Missstände am Zustand ihrer Wohnung ausmachen. In diesen Fällen wird den
Vorläuﬁges Protokoll

3

TOP 5:
Betroffenen
niedrigschwellige
Hilfestellung
angeboten,
ihre
Rechte
durchzusetzen. Dies schließt in Einzelfällen die Beistandsleistung vor Gericht mit
ein.

Darüber hinaus ist es der Stadtteilgewerkschaft ein Anliegen, in den Stadtteilen
eine „solidarische Kultur zu etablieren“. Dies brach sich z.B. in Form einer
Demonstration am 25.04.26 in der Obernstraße Bahn, die das Anliegen verfolgte,
auf Facetten von Armut in den benachteiligten Quartieren aufmerksam zu machen
und beachtlichen Zuspruch erfuhr.

Die Fachausschüsse nehmen von den Ausführungen Kenntnis.

Entscheidungsbedarfe in Stadtteilangelegenheiten
Sachstand Ohlenhoffarm:
Frau Vondran, Einrichtungsleiterin der Erlebnisfarm Ohlenhof gibt eine kurze
Situationsbeschreibung ab.
Es kommt zum Ausdruck, dass die Farm für den Stadtteil ein unverzichtbarer
Baustein als Naherholungs- aber auch als Lernort für Kinder und Jugendliche
darstellt
und
das
Bildungsressort
entlastet,
soweit
Schulklassen
und
Schulvermeiderprojekte von der Nutzung profitieren.
Die angekündigte neue Finanzierungssituation lässt perspektivisch nur noch
einen Nachmittagsbetrieb zu. Eine jährlich aufs Neue zu beantragende
Projektmittelförderung kompensiert die Einsparungen bei den OKLJA-Mitteln ab
2027 demgegenüber nur zu Teilen.
Immerhin hat ein Unterstützungsvotum des Beirates bewirkt, dass sich die
Senatoren für „Soziales“ und „Bildung“ zu einem Austausch mit dem Träger
einstellen werden, das Weitere bleibt abzuwarten.

Die Fachausschüsse nehmen von den Ausführungen Kenntnis.

Initiative „Beamtennachzahlung für soziale Zwecke im Stadtteil spenden“
In Ansehung einer Nachzahlung, i,H.v. insgesamt rd. 120 Mio. Euro, zu der das
Land Bremen per Gerichtsurteil an seine Beamten verpflichtet wurde, stellt Frau
van der Waal ihre Idee vor, die Bezieher höherer Besoldungen aufzurufen, das zu
erwartende Surplus für einen wohltätigen Zweck zu spenden.
Hierzu bittet sie den Beirat, Träger und Organisationen zu benennen, die in den
benachteiligten Quartieren ansässig sind und für diese wirken.
Die Ortspolitikerinnen und -politiker sichern zu, geeignete Ideen zu sammeln und
im Koordinierungskreis der Fraktionssprecher (04.09.2026) zu bündeln.

Kenntnisnahme.

Bericht zur Reihersiedlung:
Herr Hempel, amtlich bestellter Betreuer zweier Bewohner der Reihersiedlung,
hatte über den unklaren Fortgang des Neubau-Fortschrittes geklagt. Inzwischen
sind allerdings die Unklarheiten im Benehmen mit der zuständigen
Abteilungsleitung
der
Sozialbehörde
ausgeräumt,
es
werden
10
Sozialwohnungen auf dem Gelände der ehemaligen Schlichtbausiedlung für den
Randständigenkreis entstehen.
Kenntnisnahme.

Vorläuﬁges Protokoll

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TOP 6:
Mitteilungen des Amtes / Verschiedenes
Hierzu liegt nichts vor. Kenntnisnahme.

Vorsitz/Protokoll:

Sprecherin FA Arb./Soz. & FA Gesundh./Sport

- Ingo Wilhelms -

- Kristin Blank -

Vorläuﬁges Protokoll