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title: "Landeszentrale für politische Bildung Bremen kein spezielles Angebot anlässlich des 65. Jahrestages des Mauerbaus in Bremen; Fokus auf Tag der Deutschen Einheit 2026"
sdDatePublished: "2026-08-27T13:09:00Z"
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Landeszentrale für politische Bildung Bremen kein spezielles Angebot anlässlich des 65. Jahrestages des Mauerbaus in Bremen; Fokus auf Tag der Deutschen Einheit 2026

In der Senatssitzung am 25. August 2026 beschlossene Antwort
Anfrage L 20

65 Jahre Mauerbau: Wie vermittelt Bremen die Geschichte
der deutschen Teilung?

Anfrage der Abgeordneten Ole Humpich, Thore Schäck und Fraktion der FDP
vom 19. August 2026

Wir fragen den Senat:

1. Welche Veranstaltungen, Projekt und Bildungsangebote hat die Landeszentrale für
politische Bildung Bremen anlässlich des 65. Jahrestages des Mauerbaus am
13. August 2026 selbst durchgeführt oder unterstützt?

2. Warum wurde anders als zum 60. Jahrestag im Jahr 2021 kein eigenes
Bildungsprojekt zum Jahrestag des Mauerbaus in 2026 durchgeführt?

3. Welche Maßnahmen hat die Landeszentrale für politische Bildung Bremen in den
vergangenen fünf Jahren zur Vermittlung der Themen Berliner Mauer, SED-Diktatur
und deutschen Teilung durchgeführt; welche Materialien, Veranstaltungen und
Bildungsangebote hält sie aktuell vor und wie häufig werden die Angebote
nachgefragt?

Zu Frage 1:
Die Landeszentrale für politische Bildung hat anlässlich des 65. Jahrestages des
Mauerbaus kein spezielles Angebot durchgeführt oder unterstützt.

Zu Frage 2:
Die Landeszentrale für politische Bildung konzentriert sich in der
Angebotsentwicklung u.a. auf aktuelle politische Entwicklungen, wichtige Jahrestage
und besondere Ereignisse, die dazu geeignet sind, breitere Bevölkerungsschichten
mit Themen der politischen Bildung anzusprechen. Im Jahr 2026 kommt die
Landeszentrale, angesichts der zur Verfügung stehenden Ressourcen und der
personellen Ausstattung, zu der Einschätzung, dass die Feierlichkeiten zum Tag der
deutschen Einheit am ehesten geeignet sind, die Themen „Deutsche Teilung“,
„Diktaturerfahrung“ oder „Werte einer Demokratie“ öffentlich zu bespielen.
Im Jahr 2021 nahm der Beteiligungsaufruf zum Bremer Kinder- und Jugendpreis
„Dem Hass keine Chance“ Bezug auf das Gedenken anlässlich des Mauerbaus. Das
Motto des Wettbewerbs ist jedoch jährlich wechselnd und sollte nicht wiederholt
werden.

Zu Frage 3:
Die Landeszentrale für politische Bildung hat folgende Aktivitäten mit Bezug zur
Geschichte der deutschen Teilung von 2021 bis 2025 angeboten:
-
Bremer Jugendpreis „Dem Hass keine Chance“ 2021. Das Motto lautete in
Gedenken an 60 Jahre Mauerbau in Deutschland „Mauern einreißen –
Grenzen überwinden!“ Insgesamt wurden 2021 Preisgelder an insgesamt 17
Einrichtungen/ Beiträge vergeben.
-
02.07.2022 Angebot einer Studienreise zur Gedenkstätte Deutsche Teilung
Marienborn und ehemalige Grenzanlage in Hötensleben. Absage aufgrund
mangelnder Nachfrage.
-
05.07.2022 Besuch der Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn und
Workshop im Rahmen einer mehrtägige Seminarfahrt zu „Bundesrat und
Föderalismus im parlamentarischen System Deutschlands“ für Referendare

und Lehrkräfte für Politik/Wirtschaft und andere Multiplikator:innen politischer
Bildung.

Darüber hinaus hält die Landeszentrale für politische Bildung weiterhin seit 2018
Ausstellungen der Bundesstiftung Aufarbeitung zum Ausleihen vor:

-
„Der Weg zur deutschen Einheit, Wir wollen freie Menschen sein! Der DDR-
Volksaufstand vom 17. Juni 1953“
-
„Die Mauer. Eine Grenze durch Deutschland, 20 Jahre Friedliche Revolution
und Deutsche Einheit.“

Die Bewerbung der Ausstellungen inkl. des Unterstützungsangebots bei der
Durchführung von Begleitangeboten durch die Landeszentrale für politische Bildung
erfolgt u.a. über die Landeskoordination des Netzwerkes „Schule ohne Rassismus-
Schule mit Courage“ auf der Lernplattform „It‘s learning“.

In den Publikationsausgaben der Landeszentrale werden folgende Materialien
bereitgestellt:

-
Claire Lenkova: Doppelte Heimat - Zwischen Ost und West (Graphic Novel)
-
Gerhard Sälter: 9. November 1989 - Der Fall der Mauer - Vom Ende einer
unharmonischen Beziehung
-
Udo Wengst und Hermann Wentker: Das doppelte Deutschland - 40 Jahre
Konkurrenz
-
Bundesarchiv: Die DDR im Blick der Stasi
-
Jens Hüttmann: Geschichte der innerdeutschen Beziehungen 1945-1989
-
Thomas Gaevert: Das Jugendradio aus dem Osten 1964-1993
-
Andreas Rödder: Deutschland einig Vaterland
-
Stefan Wolle: Der 17. Juni 1953
-
Bundeszentrale für politische Bildung: Handbuch zur Deutschen Einheit
-
Zeitschrift „Aus Politik und Zeitgeschichte“: DDR-Geschichte
-
Zeitschrift „Aus Politik und Zeitgeschichte“: Das letzte Jahr der DDR
-
Zeitschrift „Aus Politik und Zeitgeschichte“: Doppelte Staatsgründung
-
Zeitschrift „Aus Politik und Zeitgeschichte“: Deutsche Einheit
-
Zeitschrift „Fluter“: „Nach dem Mauerfall“
-
Themenheft Falter (Schule): Geschichte der DDR
-
Zeitschrift „Informationen zur politischen Bildung“: Geschichte der DDR
-
Zeitschrift „Informationen zur politischen Bildung“: Gemeinsame deutsche
Nachkriegsgeschichte 1945-1990
-
Zeitschrift „Informationen zur politischen Bildung“: Der Weg zur Einheit
-
Themenblätter im Unterricht: Herbst 89 in der DDR / 17. Juni 1953 – Aufstand
in der DDR
-
Zeitschrift „Bürger & Staat“: Vereint nach drei Jahrzehnten?
Folgende drei Angebote befinden sich aktuell in der Vorbereitung-:

-
23.09.2026
Vortragveranstaltung „Flucht, Ausreise, Ankommen. Auf den Spuren von DDR-
Biografien in Hamburg und Bremerhaven“ in Kooperation mit dem
Historischen Museum und dem Stadtarchiv Bremerhaven
-
24.09.2026
Erzählcafé zu „Flucht, Ausreise und Ankommen in Bremerhaven“
in Kooperation mit dem Historischen Museum und dem Stadtarchiv
Bremerhaven
-
03.10.2026
Dialogprojekt „OSTWESTRÄUME – Begegnen. Zuhören. Verstehen“ in
Kooperation mit der Senatskanzlei Bremen

Darüber hinaus spielen Themen wie das Fehlen von demokratischen Rechten und
persönlichen Freiheiten sowie biografische Diktaturerfahrungen als
Querschnittsthemen immer in den Bildungsangeboten der Landeszentrale eine Rolle.
Als Beispiel sei das Projekt „Mein Herz für Grundrechte“ (gemeinsam mit Initiative
„Demokratie beginnt“) genannt, das seit 2018 kontinuierlich durchgeführt wird.