---
title: "Magdeburgs Oberbürgermeisterin prüft Pilotprojekt zur frühkindlichen Sprachbildung in Magdeburg; Blaupause für Sachsen-Anhalt"
sdDatePublished: "2026-08-27T13:18:00Z"
source: "https://ratsinfo.magdeburg.de/getfile.asp?id=750479\u0026type=do"
topics:
  - name: "education policy"
    identifier: "medtop:20001338"
  - name: "school"
    identifier: "medtop:20000400"
  - name: "early childhood education"
    identifier: "medtop:20000409"
  - name: "students"
    identifier: "medtop:20000415"
  - name: "teachers"
    identifier: "medtop:20000416"
  - name: "local authority"
    identifier: "medtop:20000612"
locations:
  - "Sachsen-Anhalt"
  - "Magdeburg"
---


Magdeburgs Oberbürgermeisterin prüft Pilotprojekt zur frühkindlichen Sprachbildung in Magdeburg; Blaupause für Sachsen-Anhalt

1
Landeshauptstadt Magdeburg
Änderungsantrag

Zum Verhandlungsgegenstand

Datum
A0049/26/1
öffentlich
A0049/26
27.08.2026

Absender

CDU/FDP Stadtratsfraktion

Gremium

Sitzungstermin
Stadtrat
27.08.2026

Kurztitel

Früh starten - Sprachbildung von Anfang an

Der Stadtrat der Landeshauptstadt Magdeburg möge beschließen:

Der o.g. Antrag wird wie folgt geändert (Streichungen/ Ergänzungen):

Der Stadtrat Magdeburg möge beschließen:

1. Die Oberbürgermeisterin wird beauftragt, gemeinsam mit den zuständigen Landesbehörden
zu prüfen, ob und wie in Magdeburg ein Pilotprojekt zur systematischen Stärkung
frühkindlicher Sprachbildung und Sprachstandserfassung umgesetzt werden kann. Ziel ist es,
eine durchgängige Förderkette von der frühkindlichen Bildung bis zur Einschulung zu
etablieren, um allen Kindern – unabhängig von ihrer Herkunft – bestmögliche Startchancen zu
ermöglichen.

2. Die Stadt Magdeburg erklärt sich bereit, im Rahmen ihrer kommunalen Zuständigkeit für
Kindertageseinrichtungen ein Modellprojekt zu unterstützen. das insbesondere folgende
Bausteine umfasst:
a. frühzeitige Information und Ansprache von Eltern über die Bedeutung kontinuierlicher Kita-
Teilnahme
b. niedrigschwellige Beratungsangebote in Kooperation mit Kinderärzten, Familienzentren,
sozialen Diensten und Bildungseinrichtungen
c. Prüfung einer strukturierten Sprachstandserhebung vor Schuleintritt in enger Abstimmung
mit dem Land
d. Entwicklung verbindlicher Übergangsformate zwischen Kita und Grundschule
e. Evaluation der Wirksamkeit des Modells mit Blick auf Übertragbarkeit auf das gesamte Land
Sachsen-Anhalt

3. Die Oberbürgermeisterin wird beauftragt, hierzu Gespräche mit dem Ministerium für Bildung
sowie dem Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Gleichstellung aufzunehmen und
dem Stadtrat über den Stand der Abstimmungen zu berichten.

Begründung:

Frühkindliche
Sprachkompetenz
ist
ein
zentraler
Schlüssel
für
Bildungserfolg,
gesellschaftliche Teilhabe und Chancengerechtigkeit. Die Erfahrungen an Magdeburger
Grundschulen zeigen, dass Kinder mit unzureichenden Sprachkenntnissen deutlich

2
erschwerte Startbedingungen haben. Defizite zu Schulbeginn wirken langfristig fort und sind
später nur mit hohem Ressourceneinsatz auszugleichen.

Mit der Fortschreibung des Bildungsprogramms „Bildung elementar“ liegt Sprachbildung als
Querschnittsaufgabe in der Verantwortung der Kindertageseinrichtungen. Eine verpflichtende
landesweite Sprachstandsfeststellung vor Schuleintritt besteht jedoch nicht. Damit fehlt ein
systematischer, verbindlicher Ankerpunkt, um Förderbedarfe frühzeitig zu erkennen und
gezielt zu begleiten.

Magdeburg ist Landeshauptstadt besonders geeignet, hier modellhaft voranzugehen. Ziel ist
nicht
eine isolierte Kommunikationskampagne, sondern ein abgestimmtes Gesamtkonzept
zwischen Kommune und Land, das Eltern frühzeitig informiert, Bildungsinstitutionen vernetzt,
Übergänge strukturiert gestaltet und Förderbedarfe früh erkennt.

Ein solches Pilotprojekt könnte dem Land Sachsen-Anhalt als Blaupause dienen und zur
Weiterentwicklung landesweiter Strategien im Bereich Sprachbildung und Frühförderung
beitragen.

Die Stadt Magdeburg übernimmt hierbei ihre kommunale Verantwortung für die
Rahmenbedingungen der Kindertagesbetreuung. Zugleich bedarf es der engen Kooperation
mit em Land, insbesondere im Hinblick auf rechtliche Grundlagen, Qualitätsstandards und
mögliche
landesweite Implementierung.

Langfristig profitieren Kinder, Familien, Schulen und die Stadtgesellschaft gleichermaßen von
einem frühzeitigen und systematischen Ansatz.

Das Modellprojekt kann umfassen:

a. frühzeitige Information und Ansprache von Eltern über die Bedeutung
kontinuierlicher Kita-Teilnahme
b.
niedrigschwellige
Beratungsangebote
in
Kooperation
mit
Kinderärzten,
Familienzentren, sozialen Diensten und Bildungseinrichtungen
c. Prüfung einer strukturierten Sprachstandserhebung vor Schuleintritt in enger
Abstimmung mit dem Land
d. Entwicklung verbindlicher Übergangsformate zwischen Kita und Grundschule
e. Evaluation der Wirksamkeit des Modells mit Blick auf Übertragbarkeit auf das
gesamte Land Sachsen-Anhalt

Stefanie Middendorf

Tim Rohne
Stadträtin

Fraktionsvorsitzender
CDU/FDP Stadtratsfraktion
CDU/FDP Stadtratsfraktion