Straßen.NRW startet Bau des neuen Kreisverkehrs unter den Bahngleisen in Meerbusch-Osterath; Kreuzungsfreier Verkehr unter der Bahnstrecke bis 2031
L154: Großprojekt in Meerbusch-Osterath Straßen.NRW startet Bau des neuen Kreisverkehrs unter den Bahngleisen - Straßen.NRW
L154: Großprojekt in Meerbusch-Osterath Straßen.NRW startet Bau des neuen Kreisverkehrs unter den Bahngleisen
Meerbusch (straßen.nrw). Die Straßen.NRW- Regionalniederlassung Niederrhein beginnt Anfang September 2026 mit den umfassenden Umbauarbeiten der Landstraßen L476 (Meerbuscher Straße
Bahnhofsweg) und L154 (Strümper Straße) im Bereich des Osterather Bahnhofs. Nachdem die Vorleistungen der Deutschen Bahn erfolgreich abgeschlossen wurden, startet nun die finale Phase des Großprojekts. Ziel ist es, die Verkehrsführung so umzugestalten, dass die bisherigen Bahnübergänge zurückgebaut werden können und der Verkehr die Bahnstrecke künftig kreuzungsfrei sowie bahnunabhängig unterquert. Den Verantwortlichen der Stadt Meerbusch präsentierte Straßen.NRW zusammen mit dem Auftragnehmer nun die anstehenden Bauphasen und die Details zum Bauvorhaben, das voraussichtlich Mitte 2031 fertiggestellt sein soll.
Vorbereitende Arbeiten und einwöchige Vollsperrung ab 31. August Der Startschuss fällt mit vorbereitenden Maßnahmen ab dem 31. August 2026. Für das erste große Baufeld nordwestlich des Bahnhofsgebäudes muss der bestehende Kreisverkehr auf dem Bahnhofsweg in Höhe der Theodor-Heuss-Straße zurückgebaut werden.
Für diese Arbeiten wird der Bahnhofsweg zwischen der Strümper Straße und der Meerbuscher Straße für eine Woche, vom 31. August bis zum 7. September 2026, voll gesperrt. Eine entsprechende Umleitung über den Winkler Weg wird eingerichtet. Die Bahnübergänge L154 (Strümper Straße) und L476 (Meerbuscher Straße) sind in diesem Zeitraum weiterhin befahrbar. Auch der Bahnhof bleibt von der Meerbuscher Straße aus erreichbar. Nach Abschluss dieser einwöchigen Vorarbeiten wird der Bahnhofsweg vorerst wieder in beide Richtungen freigegeben.
Bauphase 1: Zweieinhalb Jahre Tiefbau ohne große Verkehrsbehinderungen Die erste große Bauphase schließt direkt an die Vorarbeiten an und wird etwa zweieinhalb Jahre in Anspruch nehmen. In dieser Zeit sind keine Umleitungen notwendig und die Bahnübergänge bleiben geöffnet. Parallel zu Ladestraße und Werkstraße entstehen auf der östlichen Seite der Gleise der neue Kreisverkehr unter den Bahngleisen sowie dessen Zubringer in Form von Trogbauwerken. Im Herbst 2026 werden hierfür die ersten Großgeräte auf der Baustelle anrücken. Da der neue Kreisverkehr im Grundwasserbereich liegt, sind anspruchsvolle Arbeiten erforderlich. Zum Schutz gegen das Grundwasser wird eine massive Unterwasserbetonsole gegossen. Als statisch-konstruktives Gerüst dienen überschnittene Bohrpfahlwände, die auf einer Gesamtlänge von rund 500 Metern entlang der vier Zubringer zum Kreisverkehr in den Boden eingebracht werden.
Das ist jedoch noch nicht alles, denn zum Projekt gehören außerdem ein neues Oberflächenwasser-Pumpwerk, ein unterirdisches Regenbecken unter der Eisenbahnbrücke und ein Stauraumkanal unter der Ladestraße.
(Erläuterung „überschnittene Bohrpfahlwand“: Die Wand besteht aus sich überschneidenden Bohrpfählen, die eine kraftschlüssige Verbindung erzeugen. Durch die Überschneidung wird eine bedingte Wasserdichtigkeit und eine hohe Tragfähigkeit der Bohrpfahlwand gewährleistet. Der Bau erfordert große Maschinen und eine hohe Genauigkeit.)
Bauphase 2: Eineinhalb Jahre Sperrung und West-Anbindung An die erste Phase schließt die zweite wesentliche Bauphase an, für die rund eineinhalb Jahre eingeplant sind. In diesem Abschnitt wird das restliche Trogbauwerk auf der gegenüberliegenden, westlichen Seite errichtet. Zudem wird in dieser Phase der neue Kreisverkehr an der Kreuzung Meerbuscher Straße
Für die Dauer dieser Arbeiten muss der Bahnhofsweg erneut gesperrt werden. Umleitungen werden diesmal weiträumig über den Winkler Weg, die Meerbuscher Straße und die Hochstraße eingerichtet. Die Bahnübergänge bleiben jedoch auch in dieser Phase für den Verkehr geöffnet.
Finaler Rückbau und Fertigstellung im Jahr 2031 Zum Abschluss des Großprojekts werden die drei alten Bahnübergänge Meerbuscher Straße, Strümper Straße und Hoterheideweg dauerhaft geschlossen und zurückgebaut. Die dafür notwendigen Sperrpausen wurden von Straßen.NRW bereits bei der Deutschen Bahn angemeldet. Nach dem Rückbau werden die bestehenden Straßen an die neuen Rampen der Unterführung angeschlossen. Erst ganz zum Schluss kann auch der neue Park-and-Ride-Parkplatz auf der Westseite gebaut und freigegeben werden, da dessen Flächen bis dahin als Baustellenlogistikfläche benötigt werden. Läuft alles nach Plan, wird das Gesamtprojekt Mitte 2031 mit den letzten Restarbeiten abgeschlossen.
Finanzierung und Aufteilung der Millioneninvestition Die Gesamtkosten des Projekts von 76 Millionen Euro werden auf mehrere Schultern verteilt. Der Bund, das Land Nordrhein-Westfalen und die Deutsche Bahn tragen gemeinsam den Hauptanteil für den kreuzungsfreien Umbau.
Die Stadt Meerbusch übernimmt die Kosten, die auf Basis der städtischen Planungsvorgaben und Wünsche realisiert werden.