Nicole Razavi übergibt Förderzusagen zur Verlängerung von 18 Straßenbahnen an SWU Verkehr in Ulm; erste verlängerte Bahnen 2027 in Ulm.

Stadt Ulm - Förderung für den Einsatz längerer Straßenbahnen

Förderung für den Einsatz längerer Straßenbahnen

Am 26. August 2026 hat Landes-Verkehrsministerin Nicole Razavi bei den Stadtwerken (SWU) zwei Förderzusagen übergeben. Die geförderten Maßnahmen dienen der geplanten Verlängerung von 18 Straßenbahnen. Sie schaffen die infrastrukturellen Voraussetzungen für deren künftigen Einsatz.

Die heute rund 31,5 Meter langen Straßenbahnen werden um zwei Fahrzeugteile erweitert und künftig rund 43 Meter lang sein. Die ersten verlängerten Bahnen sollen Anfang 2027 in Ulm eintreffen, die weiteren Fahrzeuge folgen sukzessive bis Mitte 2028.

Damit die längeren Straßenbahnen eingesetzt, abgestellt und gewartet werden können, wird der Betriebshof der SWU Verkehr entsprechend angepasst. Das Investitionsvolumen für diese Maßnahmen beträgt rund 34,4 Millionen Euro. Dafür sind Zuschüsse in Höhe von rund 17,7 Millionen Euro vorgesehen.

Auch im bestehenden Straßenbahnnetz sind Anpassungen notwendig. Ein Großteil der Ulmer Haltestellen wurde bereits in der Vergangenheit für längere Fahrzeuge ausgelegt. An den Stationen Ehinger Tor und Donaustadion sind jedoch umfangreichere Umbauten erforderlich. Gleichzeitig werden dort bestehende Defizite bei der Barrierefreiheit beseitigt. Für die Maßnahmen sind Investitionen von insgesamt rund 22 Millionen Euro vorgesehen. Bund und Land fördern das Projekt mit zusammen rund 14,1 Millionen Euro, davon entfallen rund 10,6 Millionen Euro auf den Bund und rund 3,5 Millionen Euro auf das Land.

Nicole Razavi sagte anlässlich des Besuchs: „Ich bin mir bewusst, dass die Finanzierung solcher Projekte eine große Herausforderung darstellt. Deshalb freue ich mich, dass wir die SWU Verkehr als Land bei diesem Vorhaben unterstützen können, indem wir im Rahmen des Landesgemeindeverkehrsfinanzierungsgesetzes (LGVFG) rund 17,7 Millionen Euro bereitstellen. Dies zeigt, dass wir als verlässlicher Partner an der Seite der Kommunen stehen und bereit sind, in die Zukunft unserer Verkehrsinfrastruktur zu investieren, um die Mobilität und Lebensqualität vor Ort zu verbessern.“

Martin Ansbacher, Oberbürgermeister der Stadt Ulm, hob die Bedeutung des Investitionsprojektes hervor: „Die Straßenbahn ist ein zentraler Bestandteil der Mobilität in Ulm. Mit den längeren Fahrzeugen schaffen wir zusätzliche Kapazitäten auf unserem bestehenden Netz und machen zugleich wichtige Haltestellen fit für die Zukunft. Besonders wichtig ist mir, dass mit den Investitionen auch die Barrierefreiheit weiter verbessert wird. Die Förderung ist deshalb eine wichtige Unterstützung für die nachhaltige Entwicklung unserer Stadt.“