---
title: "vfa analysiert Deutschland offene Stellen; Fachkräfte sichern durch Mobilität"
sdDatePublished: "2026-08-27T15:17:00Z"
source: "https://www.vfa.de/de/presse/pressemitteilungen/pm-030-2026-millionen-offene-stellen-deutschland-braucht-mehr-berufliche-mobilitaet.html/pm-030-2026.pdf"
topics:
  - name: "labour market"
    identifier: "medtop:20000523"
  - name: "employment"
    identifier: "medtop:20000509"
  - name: "employment training"
    identifier: "medtop:20000514"
  - name: "labour relations"
    identifier: "medtop:20000524"
  - name: "employment legislation"
    identifier: "medtop:20000521"
  - name: "pharmaceutical"
    identifier: "medtop:20000223"
  - name: "business information"
    identifier: "medtop:20000170"
locations:
  - "Germany"
---


vfa analysiert Deutschland offene Stellen; Fachkräfte sichern durch Mobilität

Pressemitteilung
Charlottenstraße 59
10117 Berlin
Telefon 030 206 04-0
www.vfa.de
Nr. 30/2026
vom 26. August 2026
Millionen offene Stellen: Deutschland braucht mehr
berufliche Mobilität
Beschäftigte verlassen verstärkt Berufe mit sinkenden
Zukunftschancen
▪
Formale Rahmenbedingungen erschweren die Mobilität
▪
Weiterbildung und leichtere Übergänge stärken die
Fachkräftesicherung
▪
Deutschland braucht mehr berufliche Mobilität, um Fachkräfte besser
dorthin zu bringen, wo sie benötigt werden. Trotz steigender
Arbeitslosigkeit waren in den vergangenen beiden Jahren zwischen
1,4 und 1,75 Millionen Stellen offen. Gleichzeitig zeigt sich:
Beschäftigte wechseln bereits verstärkt aus Berufen, deren Nachfrage
zurückgeht. Das zeigt eine Analyse für die neueste Ausgabe des
MacroScope Pharma Economic Policy Briefs des vfa.
„Der deutsche Arbeitsmarkt ist beweglicher, als sein Ruf vermuten
lässt. Beschäftigte reagieren bereits darauf, wenn die Nachfrage nach
ihrem Beruf sinkt“, sagt vfa-Chefvolkswirt Dr. Claus Michelsen. „Aber
der Strukturwandel wird schneller. Deshalb müssen wir es Menschen
erleichtern, ihre Fähigkeiten weiterzuentwickeln und dort einzusetzen,
wo sie gebraucht werden. Das ist eine zentrale Voraussetzung für
Produktivität und Fachkräftesicherung.“
Arbeitsmarkt sortiert sich um
Die Auswertung von Daten der Bundesagentur für Arbeit zeigt: In
Berufen, deren Stellenangebot zwischen 2024 und 2025 stärker
zurückging, wechselten vergleichsweise mehr Beschäftigte in andere
Berufe. Zugleich wechselten weniger Menschen neu in diese
Tätigkeiten. Der Arbeitsmarkt reagiert also auf veränderte
Seite 1/3
Rückfragen an:
Henrik Jeimke-Karge
Telefon 030 20604-205
h.jeimke-karge@vfa.de

Strukturen.
Allerdings bremsen konjunkturelle Unsicherheit und institutionelle
Hürden diese Anpassung. In wirtschaftlich schwachen Zeiten nimmt
die Fluktuation ab, weil Beschäftigte stärker an bestehenden
Arbeitsverhältnissen festhalten. Auch formale
Qualifikationsanforderungen und arbeitsrechtliche
Rahmenbedingungen wie ein hoher Kündigungsschutz können
Wechsel erschweren.
Pharma zeigt hohe Mobilität trotz Regulierung
Die Pharmaindustrie zeigt, dass Mobilität in einer stark regulierten
und hoch spezialisierten Branche möglich ist. Rund sieben Prozent der
Beschäftigten verlassen ihren jeweiligen Arbeitgeber. Von diesen
wechselt mehr als die Hälfte direkt in eine andere Branche.
Übertragbare Kompetenzen ermöglichen damit Wissenstransfer über
Branchengrenzen hinweg.
Gerade in wissensintensiven Branchen kommt es deshalb darauf an,
Qualifikationen laufend an neue Anforderungen anzupassen.
Weiterbildungsangebote können Beschäftigte beim Wechsel aus
weniger nachgefragten Tätigkeiten in wachsende Berufsfelder
unterstützen.
Aus Sicht des vfa sollte die Arbeitsmarktpolitik Flexibilität und
Sicherheit stärker miteinander verbinden. Auch flexiblere Regelungen
mit klaren Abfindungsansprüchen können für bestimmte
Beschäftigtengruppen und junge Hightech-Unternehmen dazu
beitragen, Neueinstellungen zu erleichtern.
„Der demografische Wandel macht berufliche Mobilität zu einer
wirtschaftlichen Notwendigkeit“, sagt Michelsen. „Je besser Wechsel
zwischen Berufen und Branchen gelingen, desto besser kann
Deutschland Fachkräfte sichern und seine Wettbewerbsfähigkeit
stärken.“
Die gesamte Analyse lesen Sie hier in der neuesten Ausgabe des
MacroScope Pharma Economic Policy Briefs.
Der vfa ist der Verband der forschenden Pharma-Unternehmen in
Deutschland. Er vertritt die Interessen von 50 weltweit führenden Herstellern
Seite 2/3
Pressemitteilung
Nr. 30/2026
vom 26. August 2026

und ihren rund 90 Tochter- und Schwesterfirmen in der Gesundheits-,
Forschungs- und Wirtschaftspolitik. Die Mitglieder des vfa stehen für mehr als
die Hälfte des deutschen Arzneimittelmarktes und beschäftigen in
Deutschland rund 100.000 Mitarbeiter:innen. Rund 20.000 davon arbeiten in
Forschung und Entwicklung.
Folgen Sie uns auf unseren Social Media Kanälen:
LinkedIn
Instagram
YouTube
Seite 3/3
Pressemitteilung
Nr. 30/2026
vom 26. August 2026