Calcium-Scan verbessert Risikoeinschätzung bei US-Patienten; besonders hilfreich bei grenzwertigem bis mittlerem Risiko
Herz-CT: Bei diesen Patienten verbessert ein Calcium-Scan die Risikoeinschätzung | aponet.de
Dr. Frank Schäfer | 28.08.2026 11:33 Uhr
Podcast aponet in 3 Minuten
Podcast: “gecheckt!” Podcasts: Allergien Podcasts: Apotheke Podcasts: Arzneimittel Podcasts: Baby und Familie Podcasts: Diabetes Podcasts: Erkältung Podcasts: Ernährung Podcasts: Frauengesundheit Podcasts: Gesund leben Podcasts: Haut & Haare Podcasts: Magen-Darm Podcasts: Männergesundheit Podcasts: Medizin Podcasts: Naturheilkunde Podcasts: Psychologie Podcasts: Sport & Bewegung Podcasts: Zähne Podcast: Was ist das überhaupt?
Podcast: Was ist das überhaupt?
Apotheke Pharmazeutische Dienstleistungen Apothekensuche Arzneimittel Beratung Gesundheit digital Tipps vom Apotheker
Medizin Gesundheit Psyche Diabetes Haut, Zähne & Schönheit Krankheiten A-Z Gesundheitstests Wissenstests Checklisten
Naturheilkunde Heilpflanzenlexikon Pflanzliche Medizin Alternative Therapie
Ernährung Gesund leben Abnehmen Genuss Gesunde Rezepte Nähr- und Vitalstoffe
Sport & Wellness Sport & Fitness Wohlfühlen
Jung & Alt Jugendliche Senioren Baby & Familie
Frau & Mann Frauengesundheit Männergesundheit Sex & Partnerschaft
Service Arzneimitteldatenbank Krankenkasse Ratgeber-Bücher Nachrichtenarchiv
Das Apotheken Magazin Prominente im Interview Archiv Apotheken Magazin Diabetes
aponet.de - Das offizielle Gesundheitsportal der deutschen ApothekerInnen
Herz-CT: Bei diesen Patienten verbessert ein Calcium-Scan die Risikoeinschätzung
Ein Calcium-Scan kann Verkalkungen in den Herzgefäßen sichtbar machen und damit zusätzliche Hinweise auf das Herz-Kreislauf-Risiko liefern. Eine neue Langzeitstudie zeigt: Besonders hilfreich kann die Untersuchung bei Menschen mit einem grenzwertigen bis mittleren Zehn-Jahres-Risiko sein.
Um diesen Audio Player anzuzeigen, werden Inhalte von goaudio geladen. Dabei könnten personenbezogene Daten an goaudio übermittelt und Cookies auf Ihrem Gerät gespeichert werden.
In einer US-Langzeitstudie wurden Daten von Personen ausgewertet, deren Herz-Kreislauf-Risiko mit dem PREVENT-Risikorechner und zusätzlich mittels einer speziellen Computertomografie (CT) eingeschätzt wurde.
Was der Calcium-Score über die Herzgefäße verrät
Bei dem speziellen CT-Verfahren wird nach arteriosklerotischen Ablagerungen in den Blutgefäßen gesucht, die das Herz mit Blut versorgen. Diese Ablagerungen enthalten häufig Calciumphosphat. Aus den CT-Daten wird der Calcium-Score, englisch Coronary Artery Calcium Score (CAC), ermittelt. Je höher der Wert, desto stärker sind die Herzgefäße verkalkt und desto höher kann das Risiko für spätere Herz-Kreislauf-Erkrankungen sein.
Ob die Auswertung eines solchen Scans die Vorhersage eines etablierten Risikorechners verbessert, untersuchten Forscher anhand der Daten von 6.098 Erwachsenen im Alter zwischen 45 und 79 Jahren. Zum Einsatz kamen das CT-Verfahren und PREVENT, ein Risikorechner der US-amerikanischen Herzgesellschaft. Er schätzt anhand verschiedener Gesundheitsdaten und Blutwerte das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen innerhalb der kommenden zehn oder 30 Jahre.
Bei mittlerem Risiko liefert der Scan zusätzliche Hinweise
Innerhalb von zehn Jahren trat bei 366 Studienteilnehmern, rund sechs Prozent, ein Herz-Kreislauf-Ereignis wie Herzinfarkt oder Schlaganfall auf. Über alle Risikogruppen hinweg verbesserte der Calcium-Score die Vorhersage des PREVENT-Risikorechners nur geringfügig. Deutlicher war der zusätzliche Informationsgewinn bei einem zunächst grenzwertigen bis mittleren Zehn-Jahres-Risiko von drei bis unter zehn Prozent.
Bei niedrigem oder hohem Risiko bringt der Scan weniger
Bei niedrigem Ausgangsrisiko kann ein routinemäßiges Herz-CT zusätzliche Strahlenbelastung, weitere Untersuchungen und Kosten verursachen, ohne dass ein klarer klinischer Nutzen zu erwarten ist, erklärt der an der Studie beteiligte Kardiologe Professor Dr. Nilay Shah von der Northwestern University Feinberg School of Medicine in Chicago.
Bei hohem Ausgangsrisiko verändert das Ergebnis des Calcium-Scans die Behandlungsentscheidung dagegen häufig nur wenig. Eine vorbeugende Therapie, etwa mit Statinen, wird bei diesen Patienten in der Regel ohnehin empfohlen.
Für Patienten mit grenzwertigem bis mittlerem Risiko kann der Calcium-Score dagegen eine zusätzliche Entscheidungshilfe für die Therapie liefern. Die Studie zeigt allerdings nicht, dass ein Calcium-Scan selbst Herzinfarkte oder Schlaganfälle verhindert. Untersucht wurde, wie gut sich das individuelle Risiko mithilfe des zusätzlichen CT-Befunds einschätzen lässt.
Ob die Untersuchung im Einzelfall sinnvoll ist, sollte deshalb anhand des persönlichen Herz-Kreislauf-Risikos ärztlich geklärt werden.
Wähle aponet.de als eine bevorzugte Nachrichtenquelle bei Google und entdecke unsere aktuellen Gesundheitsnews häufiger in deinen News-Empfehlungen.
Alle zwei Wochen neu: die aktuelle Liste der zuzahlungsfreien Arzneimittel.
Medikamenten-Name oder Wirkstoff eingeben für mehr Informationen.
Im Fokus diesmal: Verzicht auf Süßes reduziert das Verlangen danach nicht, der Fuchsbandwurm und wie…
aus Apotheke , Forschung und Gesundheitspolitik .
In diesem Lexikon finden Sie umfassende Beschreibungen von etwa 400 Krankheitsbildern
Ich stimme der Datenübermittlung zu und möchte die externen Inhalte laden. Mehr Informationen finden Sie in der
Ob ein Herz-CT im Einzelfall sinnvoll ist, hängt vom persönlichen Risiko ab und sollte ärztlich geklärt werden.
Das könnte Sie auch interessieren
Studie: Schon zwei Stunden Krafttraining pro Woche könnten das Herz von Frauen schützen
Wer unregelmäßig schläft, hat ein höheres Herz-Risiko
Koronare Herzkrankheit (KHK): Symptome, Behandlung und Tipps
Lp(a)-Wert zu hoch? Lipoprotein(a) ist ein wenig bekannter Risikofaktor fürs Herz
So alt ist Ihr Herz: Online-Test zeigt Herzalter
Warum Endometriose das Herz bedroht und was hilft
Lebensmittel mit schlechtem Nutri-Score machen auf Dauer krank
ASS wird als Herzinfarkt-Prophylaxe zu selten eingenommen
Podcast “aponet in 3 Minuten”: Die wichtigsten Gesundheits-News diese Woche (14.08.2026)
Vitaminpräparate für Schwangere: 15 von 19 fallen bei Öko-Test durch
Darmkrebs: Früherkennung mit 43 Prozent geringerem Sterberisiko verbunden
Medikamente im Handgepäck: Darf ich Tabletten mit ins Flugzeug nehmen?
Krankheiten von A - Z
Melden Sie sich jetzt beim aponet.de Newsletter an, um immer auf dem Laufenden zu bleiben. Zur Newsletter-Anmeldung