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title: "Schocken-Kaufhäuser in Sachsen digitale Ausstellung online; Großteil des Archivs in Jerusalem."
sdDatePublished: "2026-08-28T16:01:00Z"
source: "https://medienservice.sachsen.de/medien/news/1099614/download_pdf"
topics:
  - name: "history"
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locations:
  - "Zwickau"
  - "Freiberg"
  - "Sachsen"
  - "Annaberg-Buchholz"
  - "Chemnitz"
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Schocken-Kaufhäuser in Sachsen digitale Ausstellung online; Großteil des Archivs in Jerusalem.

Medienservice Sachsen - Pressemitteilung

LANDESAMT
FÜR ARCHÄOLOGIE
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Medieninformation
Landesamt für Archäologie Sachsen
Ihre Ansprechpartnerin
Dr. Cornelia Rupp
Durchwahl
Telefon +49 351 8926 603
info@lfa.sachsen.de*
28.08.2026
»Wegen Arisierung geschlossen« – Digitale Ausstellung
jetzt online
Digitale Ausstellung zur sächsischen Unternehmensgeschichte des
Warenhauskonzerns Schocken unter den Nationalsozialisten
Seit heute ist die digitale Ausstellung Die Schocken-Kaufhäuser in Sachsen:
»Wegen Arisierung geschlossen« – Eine jüdische Erfolgsgeschichte wird
ausradiert online: https://schocken-in-sachsen.de/
Basierend auf einer monatelangen Aktenrecherche gibt die Internetseite
einen tiefen Einblick in die Unternehmensstruktur des deutsch-jüdischen
Warenhauskonzerns und in sein Schicksal vor, während und nach der NS-
Zeit. Das digitale Format ergänzt die analogen Ausstellungen zur Geschichte
des Museumsgebäudes des smac – dem ehemaligen Kaufhaus Schocken in
Chemnitz.
Das Angebot richtet sich an historisch und regional Interessierte, an
Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und Forschende.
Die digitale Ausstellung ist ein Beitrag des smac zu TACHELES, dem Jahr der
jüdischen Kultur in Sachsen 2026.
Dr. Sabine Wolfram, Direktorin des smac:
»Die deutsch-jüdische Geschichte unseres Museumsgebäudes macht
einen wichtigen Teil der Identität des smac aus. Mit dem Einzug des
Archäologiemuseums in das ehemalige Kaufhaus Schocken ging auch die
Verantwortung einher, dessen Erbe zu bewahren, aufzuarbeiten und zu
vermitteln.
Die digitale Ausstellung ‚Wegen Arisierung geschlossen‘ taucht tief in diese
Materie ein und macht die Quellen transparent, aus denen wir unsere
wissenschaftlichen Erkenntnisse zur Geschichte des Schocken-Konzerns
und unseres Hauses ableiten.
Hausanschrift:
Landesamt für Archäologie
Sachsen
Zur Wetterwarte 7
01109 Dresden
www.lfa.sachsen.de
* Kein Zugang für verschlüsselte
elektronische Dokumente. Zugang
für qualiziert elektronisch signierte
Dokumente nur unter den auf
www.lsf.sachsen.de/eSignatur.html
vermerkten Voraussetzungen.

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Auch
vor
dem
Hintergrund
der
Geschichtsvermittlung
bietet
die
Internetseite
eine
ungewöhnliche
Perspektive:
Die
Zeit
des
Nationalsozialismus wird hier nicht anhand eines persönlichen Schicksals
oder aus den politischen und militärischen Ereignissen heraus erzählt,
sondern begleitet ein Unternehmen durch die Zeit des Terrors.«
Der Inhalt
Die digitale Ausstellung gliedert sich in zwei Hauptstränge:
1. Der Konzern und seine Häuser in Sachsen
2. Nationalsozialistischer Terror in den Akten des Konzerns
Einleitende und begleitende Texte sowie Bildunterschriften ordnen die
Akten, Fotograen und Objektbilder in den sozioökonomischen und
geschichtlichen Kontext ein.
Darüber hinaus bietet die Internetseite mit der Familiengeschichte der
Brüder Simon und Salman Schocken sowie mit Informationen zur Aktenlage
im Staatsarchiv Chemnitz einen Einstieg in das Thema.
Hauptstrang 1: Der Konzern und seine Häuser in Sachsen
Dieser Teil gibt Akteneinsicht in die Konzernzentrale in Zwickau sowie
die elf sächsischen Warenhäuser des Konzerns: Aue, Auerbach, Chemnitz,
Crimmitschau, Frankenberg, Freiberg, Lugau, Meißen, Oelsnitz, Zwickau
und Zwickau-Planitz. Von ihnen sind heute noch sieben erhalten. Meißen
wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört, die Häuser in Auerbach, Freiberg und
Frankenberg sind 1999, 2007 bzw. 2015 abgerissen worden.
Sie alle richteten sich nach dem innovativen Konzept des Schockenkonzerns
und dessen zentralisierter, straffer Organisation. Unter anderem steuerte
und vereinheitlichte die Zwickauer Konzernzentrale die Werbung,
Personalpolitik, Preise und Warenpräsentation.
Hauptstrang 2: Nationalsozialistischer Terror in den Akten des
Konzerns
In diesem Teil zeichnen die Akten die Auswirkungen des Nationalsozialismus
bis 1945 und der Zeit kurz nach dem Zweiten Weltkrieg auf die Geschicke
des Konzerns nach. Zweimal erfuhr die Schocken AG in dieser Zeit eine
Enteignung und lief unter neuen Firmierungen weiter: ab 1939 unter
Merkur und Hanse, zu DDR-Zeiten übernahmen die Konsumgenossenschaft
(Konsum) oder die Handelsorganisation (HO) die meisten Häuser.
Die Quellenbasis
Das digitale Angebot basiert auf zwei Quellen: zum einen ein Teil
der Schocken-Akten, die das Staatsarchiv Chemnitz (Grundsignatur:
SächsStA 31451 Schocken AG, Zwickau) bewahrt; zum anderen die kleine
Objektsammlung, die sich im Depot und in der Dauerausstellung des smac

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benden. Zusammen entsteht ein detailliertes Bild eines Konzerns, der
durch die Nationalsozialisten zerstört wurde.
Im Staatsarchiv Chemnitz lagert nur ein kleiner Teil des originalen, sehr
umfangreichen Schocken-Archivs. Der weitaus größere Teil bendet sich
heute in der Schocken Library Jerusalem. Die Dokumente in Chemnitz
reichen von 1841 bis 1951 und umfassen 16 laufende Meter.
smac+ Das digitale Ausstellungsformat
Das digitale Format smac+ erweitert die Ausstellungen des smac in
den digitalen Raum. Es ergänzt die analogen Ausstellungen mit eigenen
Schwerpunkten und ist zugleich Ausstellungsarchiv. Mit Inhalten in Leichter
Sprache und Gebärdensprache sowie Kontrastschalter ist das Format zum
Teil inklusiv.
Bisher sind sechs smac+ Ausstellungen online verfügbar:
– 2026 Die Schocken-Kaufhäuser in Sachsen »Wegen Arisierung
geschlossen« https://schocken-in-sachsen.de/
– 2024 Silberglanz & Kumpeltod https://bergbau-im-smac.de/
– 2023 Home Sweet Home https://wohnen-im-smac.de/
– 2022 Chic! Schmuck. Macht. Leute. https://chic-im-smac.de/
– 2021 Die Stadt https://stadt-im-smac.de/
– 2019 Leben am Toten Meer https://leben-am-toten-meer.de/
Mit besten Grüßen,
Jutta Boehme
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit am smac
PRESSEKONTAKT
Jutta Boehme
mail: presse@smac.sachsen.de
tel: 0371. 911 999 65
ADRESSE | KONTAKT
smac – Staatliches Museum für Archäologie Chemnitz
Stefan-Heym-Platz 1
09111 Chemnitz
mail: info@smac.sachsen.de
tel: 0371. 911 999 0
web: www.smac.sachsen.de
Medien:
Foto: Digitale Ausstellung
Foto: Eigenmarke Audiphon

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Foto: Flyer
Dokument: Pressemitteilung des smac mit Übersicht der
Pressebilder
Foto: Aktenstapel
Links:
Zur digitalen Ausstellung