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title: "smac veröffentlicht digitale Ausstellung zu Schocken-Kaufhäusern in Sachsen; NS-Terror im Konzern dokumentiert"
sdDatePublished: "2026-08-28T16:01:00Z"
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  - name: "history"
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  - "Sachsen"
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smac veröffentlicht digitale Ausstellung zu Schocken-Kaufhäusern in Sachsen; NS-Terror im Konzern dokumentiert

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Das smac ist eine Einrichtung
des Staatsbetriebs Landesamt
für Archäologie Sachsen.
Zur Wetterwarte 7 | 01109 Dresden
www.lfa.sachsen.de

Direktorin
Dr. Sabine Wolfram

Presse- und
Öffentlichkeitsarbeit
Jutta Boehme

Stefan-Heym-Platz 1
09111 Chemnitz

 tel
+49 371. 911 999 - 65
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e-mail
jutta.boehme@lfa.sachsen.de
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Kulturen entdecken
Geschichte verstehen
www.smac.sachsen.de
Medieninformation
Chemnitz, 28.08.2026

„Wegen Arisierung geschlossen“
Digitale Ausstellung zur sächsischen
Unternehmensgeschichte des
Warenhauskonzerns Schocken unter den
Nationalsozialisten jetzt online
↗ schocken-in-sachsen.de

Seit heute ist die digitale Ausstellung Die Schocken-Kaufhäuser in
Sachsen: „Wegen Arisierung geschlossen“ – Eine jüdische
Erfolgsgeschichte wird ausradiert online: schocken-in-sachsen.de

Basierend auf einer monatelangen Aktenrecherche gibt die Internetseite
einen tiefen Einblick in die Unternehmensstruktur des deutsch-jüdischen
Warenhauskonzerns und in sein Schicksal vor, während und nach der NS-
Zeit. Das digitale Format ergänzt die analogen Ausstellungen zur
Geschichte des Museumsgebäudes des smac – dem ehemaligen Kaufhaus
Schocken in Chemnitz.

Das Angebot richtet sich an historisch und regional Interessierte, an
Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und Forschende.
Die digitale Ausstellung ist ein Beitrag des smac zu TACHELES, dem Jahr
der jüdischen Kultur in Sachsen 2026.

Dr. Sabine Wolfram, Direktorin des smac:
„Die deutsch-jüdische Geschichte unseres Museumsgebäudes macht
einen wichtigen Teil der Identität des smac aus. Mit dem Einzug des
Archäologiemuseums in das ehemalige Kaufhaus Schocken ging auch die
Verantwortung einher, dessen Erbe zu bewahren, aufzuarbeiten und zu
vermitteln.
Die digitale Ausstellung ‚Wegen Arisierung geschlossen‘ taucht tief in
diese Materie ein und macht die Quellen transparent, aus denen wir

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unsere wissenschaftlichen Erkenntnisse zur Geschichte des Schocken-
Konzerns und unseres Hauses ableiten.
Auch vor dem Hintergrund der Geschichtsvermittlung bietet die
Internetseite eine ungewöhnliche Perspektive: Die Zeit des
Nationalsozialismus wird hier nicht anhand eines persönlichen Schicksals
oder aus den politischen und militärischen Ereignissen heraus erzählt,
sondern begleitet ein Unternehmen durch die Zeit des Terrors.“

Der Inhalt
Die digitale Ausstellung gliedert sich in zwei Hauptstränge:
1. Der Konzern und seine Häuser in Sachsen
2. Nationalsozialistischer Terror in den Akten des Konzerns
Einleitende und begleitende Texte sowie Bildunterschriften ordnen die
Akten, Fotografien und Objektbilder in den sozioökonomischen und
geschichtlichen Kontext ein.
Darüber hinaus bietet die Internetseite mit der Familiengeschichte der
Brüder Simon und Salman Schocken sowie mit Informationen zur
Aktenlage im Staatsarchiv Chemnitz einen Einstieg in das Thema.

Hauptstrang 1: Der Konzern und seine Häuser in Sachsen
Dieser Teil gibt Akteneinsicht in die Konzernzentrale in Zwickau sowie die
elf sächsischen Warenhäuser des Konzerns: Aue, Auerbach, Chemnitz,
Crimmitschau, Frankenberg, Freiberg, Lugau, Meißen, Oelsnitz, Zwickau
und Zwickau-Planitz. Von ihnen sind heute noch sieben erhalten. Meißen
wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört, die Häuser in Auerbach, Freiberg
und Frankenberg sind 1999, 2007 bzw. 2015 abgerissen worden.
Sie alle richteten sich nach dem innovativen Konzept des
Schockenkonzerns und dessen zentralisierter, straffer Organisation. Unter
anderem steuerte und vereinheitlichte die Zwickauer Konzernzentrale die
Werbung, Personalpolitik, Preise und Warenpräsentation.

Hauptstrang 2: Nationalsozialistischer Terror in den Akten des
Konzerns
In diesem Teil zeichnen die Akten die Auswirkungen des
Nationalsozialismus bis 1945 und der Zeit kurz nach dem Zweiten
Weltkrieg auf die Geschicke des Konzerns nach. Zweimal erfuhr die
Schocken AG in dieser Zeit eine Enteignung und lief unter neuen
Firmierungen weiter: ab 1939 unter Merkur und Hanse, zu DDR-Zeiten

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übernahmen die Konsumgenossenschaft (Konsum) oder die
Handelsorganisation (HO) die meisten Häuser.

Die Quellenbasis
Das digitale Angebot basiert auf zwei Quellen: zum einen ein Teil der
Schocken-Akten, die das Staatsarchiv Chemnitz (Grundsignatur: SächsStA
31451 Schocken AG, Zwickau) bewahrt; zum anderen die kleine
Objektsammlung, die sich im Depot und in der Dauerausstellung des smac
befinden. Zusammen entsteht ein detailliertes Bild eines Konzerns, der
durch die Nationalsozialisten zerstört wurde.
Im Staatsarchiv Chemnitz lagert nur ein kleiner Teil des originalen, sehr
umfangreichen Schocken-Archivs. Der weitaus größere Teil befindet sich
heute in der Schocken Library Jerusalem. Die Dokumente in Chemnitz
reichen von 1841 bis 1951 und umfassen 16 laufende Meter.

smac+ Das digitale Ausstellungsformat
Das digitale Format smac+ erweitert die Ausstellungen des smac in den
digitalen Raum. Es ergänzt die analogen Ausstellungen mit eigenen
Schwerpunkten und ist zugleich Ausstellungsarchiv. Mit Inhalten in
Leichter Sprache und Gebärdensprache sowie Kontrastschalter ist das
Format zum Teil inklusiv.

Bisher sind sechs smac+ Ausstellungen online verfügbar:
-
2026 Die Schocken-Kaufhäuser in Sachsen „Wegen Arisierung
geschlossen“

↗ schocken-in-sachsen.de
-
2024 Silberglanz & Kumpeltod
↗ bergbau-im-smac.de
-
2023 Home Sweet Home

↗ wohnen-im-smac.de
-
2022 Chic! Schmuck. Macht. Leute.
↗ chic-im-smac.de
-
2021 Die Stadt

↗ stadt-im-smac.de
-
2019 Leben am Toten Meer

↗ leben-am-toten-meer.de

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ÜBERSICHT DER PRESSEBILDER
Unter https://www.smac.sachsen.de/presse.html können Sie die Pressebilder
herunterladen.
Sie können die Pressebilder im Zusammenhang mit einer Berichterstattung zur digitalen Ausstellung
„Wegen Arisierung geschlossen“ gerne nutzen.

20260828_smac_digitale-Ausstellung-Schocken_01.JPG
Die digitale Ausstellung smac+ „Wegen Arisierung
geschlossen“ passt sich verschiedenen Endgeräten an.
© LfA Sachsen/smac, Annelie Blasko

20260828_smac_digitale-Ausstellung-Schocken_02.JPG
Ein Stapel Akten aus den Jahren 1931/32 des
Staatsarchivs Chemnitz
© LfA Sachsen/smac, Yvonne Schmuhl

20260828_smac_digitale-Ausstellung-Schocken_03.JPG
Dosen mit Klangnadeln der Eigenmarke Audiphon,
Datierung unbekannt
© LfA Sachsen/smac, Annelie Blasko

20260828_smac_digitale-Ausstellung-Schocken_04.JPG
Vier Flyer der Schocken AG, Datierung: vor 1938
© LfA Sachsen/smac, Annelie Blasko