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title: "Südafrika-Delegation besucht OOWV-Standorte im Nordwesten Niedersachsens; Abschluss des Modellprojekts East London bis Dezember 2026"
sdDatePublished: "2026-08-28T15:14:00Z"
source: "https://www.oowv.de/der-oowv/presse/delegation-zu-gast-oowv-modellprojekt-mit-suedafrika-steht-vor-dem-abschluss"
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  - "Germany"
  - "South Africa"
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Südafrika-Delegation besucht OOWV-Standorte im Nordwesten Niedersachsens; Abschluss des Modellprojekts East London bis Dezember 2026

Delegation zu Gast: OOWV-Modellprojekt mit Südafrika steht vor dem Abschluss

Delegation zu Gast: OOWV-Modellprojekt mit Südafrika steht vor dem Abschluss

Buffalo City Metropolitan Municipality. Seit dem Jahr 2012 besteht die Klimapartnerschaft zwischen der Stadt Oldenburg und der südafrikanischen Buffalo City Metropolitan Municipality (BCMM). Seit Februar 2022 wird diese Partnerschaft um die Betreiberpartnerschaft zwischen dem Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverband (OOWV), dem Wupperverband und BCMM ergänzt. Gemeinsam setzen die Stadt Oldenburg und die Betreiberpartnerschaft seit November 2023 das Modellprojekt „Entwicklung einer energieeffizienten Kläranlage in East London“ um. Gefördert wird dies durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) über das Förderprogramm für kommunale Klimaschutz- und Klimaanpassungsprojekte (FKKP).

Ziel des Projekts ist es, den Energieverbrauch der Kläranlage East Bank in East London am südafrikanischen Ostkap zu optimieren, durch den Einsatz von Photovoltaik einen Teil des Strombedarfs selbst zu erzeugen und dadurch Treibhausgasemissionen zu senken. Ergänzend wurde ein Konzept zur Nutzung von Biogas entwickelt. Jetzt besuchte kurz vor Ende des Projektes im Dezember 2026 eine Delegation aus Südafrika den Nordwesten Niedersachsens. Zahlreiche Besichtigungen von OOWV-Standorten standen auf dem Programm. Auch die Eröffnung des Oldenburger Stadtfestes sowie eine ostfriesische Teezeremonie im Torf- und Siedlungsmuseum der Stadt Wiesmoor (Landkreis Aurich) durften die Gäste miterleben.

Das Interesse der Delegation, die sich aus den leitenden Fachkräften der Bereiche Wasser, Abwasser, Energie und internationale Beziehungen zusammensetzte, betraf über die Trinkwasserversorgung hinaus alle Bereiche des OOWV. Dementsprechend besuchten die Gäste zentrale Einrichtungen des OOWV und seiner Partner, darunter die Klärschlammtrocknung Riepe, das Wasserwerk Marienhafe, die Kläranlage Oldenburg sowie das Wasser- und Waldzentrum Schortens.

„Wir brauchen den globalen Blick, um lokal auf Veränderungen reagieren zu können“, begründet Geschäftsführer Karsten Specht das Engagement des OOWV in der Betreiberpartnerschaft. Dazu zähle vor allem ein regelmäßiger Austausch zwischen den Praktikern der drei Partner, wie er in den vergangenen Jahren stattgefunden habe. Für Specht ist das Vorantreiben der internationalen Kooperationen des OOWV mit Südafrika, aber auch mit anderen Ländern wie der Ukraine oder Sansibar, eine Herzensangelegenheit, weshalb er sich stark für die Erfolge einsetzt. „Der direkte Austausch zwischen Expertinnen und Experten auf allen Ebenen macht die Partnerschaften so gewinnbringend für beide Seiten. Wir können das jeweilige Wissen teilen“, sagt Karsten Specht. Denn jede Seite bringe andere Erfahrungen, andere Lösungsansätze in Bezug auf die heutigen globalen Herausforderungen mit. Davon könnten die Partner nur profitieren.

OOWV-Ingenieur Gerold Eiben, der das Projekt im Oktober 2025 bei der IMESA Conference in Südafrika vertreten hat, hebt die Bedeutung des persönlichen Austauschs hervor. „Mir hat die Zusammenarbeit mit den Kollegen aus Südafrika sehr gefallen. Es sind alles sehr herzliche Menschen, die einen respektvoll behandeln und jede Information dankend annehmen.“ Gleichzeitig schildert er die Herausforderungen vor Ort, etwa Vandalismus und Materialdiebstahl aufgrund hoher Arbeitslosigkeit, die den Betrieb technischer Anlagen erschweren. „Das bedeutet aber auch, dass sehr viel improvisiert wird und die Technik so einfach wie möglich gehalten werden muss.“

Der Besuch der Delegation unterstreicht die Bedeutung internationaler Kooperationen für eine nachhaltige Wasser- und Abwasserwirtschaft. Beide Seiten profitieren vom fachlichen Austausch, der Entwicklung technischer Lösungen und dem gemeinsamen Engagement für Klimaschutz und Energieeffizienz. Das betont Ayanda Skwebu, stellvertretender Bereichsleiter für Wasser und Abwasser. „Durch das Pilotprojekt wollen wir Erfahrungen sammeln im Umgang mit neuen Technologien.“ Der Weg, den der OOWV eingeschlagen habe bei Photovoltaikprojekten, Klärschlammverwertung oder Biogaspotential helfe bei der Entscheidungsfindung in Südafrika. „Wir würden daher gerne weitere Projekte durchführen“, so Skwebu.

Mkhuseli Nongogo ist Leiter im Bereich Abwasser. Er sieht die Erwartungen an das Projekt voll erfüllt. „Beispielsweise durften bereits 16 Klärwärter an speziellen Trainings teilnehmen. Durch diesen Austausch auf Augenhöhe sind sie nach den Trainings immer sehr motiviert.“ Seine Kollegin Ondela Mahlangu, Leiterin für Kommunikation, internationale und zwischenstaatliche Beziehungen sowie Sonderprogramme, sagt, dass Projekte wie dieses helfen würden, vor Ort Überzeugungsarbeit für neue Wege zu leisten.

Beim OOWV wird die Betreiberpartnerschaft von Anna Hörlein koordiniert. Sie hat viele Unterschiede bei den jeweiligen Voraussetzungen festgestellt, mit denen die Unternehmen in Deutschland und Südafrika arbeiten müssen. Unterschiede, mit denen aber auch Potential deutlich wird. Einer davon sei das Solarpotential, so Hörlein. „Die Tatsache, dass Solarenergie bei uns funktioniert, obwohl das Potential nicht annähernd so hoch ist wie in Südafrika, hat die Partner überzeugt, es auch auszuprobieren.“ Die Zusammenarbeit mit so vielen verschiedenen Akteuren wie der Stadt Oldenburg, verschiedenen wissenschaftlichen Einrichtungen wie dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt und den Partnern von der Betreiberpartnerschaft klappe hervorragend. „Ich bin dankbar, dass ich so viele verschiedene Sichtweisen auf das Projekt kennenlernen kann und wir alle an einem Strang ziehen.“

Foto: 086-2026 PM OOWV Besuch aus Südafrika 1 Heino Hermanns

OOWV Bildunterschrift: Die Delegation besuchte zusammen mit den deutschen Gastgebern die Kläranlage Riepe.

Foto: 086-2026 PM OOWV Besuch aus Südafrika 2 Heino Hermanns

OOWV Bildunterschrift: Projektingenieur Ingo Schuster führte die Besuchergruppe durch den Neubau des Wasserwerks Marienhafe.

Foto: 086-2026 PM OOWV Besuch aus Südafrika 3 Sonia Voigt

OOWV Bildunterschrift: Energetische Autarkie war ein Thema bei der OOWV-Hausmesse. Jean Smit (links), in Südafrika Manager für Verträge im Bereich Strom und Energie, führte daher ein intensives Gespräch mit OOWV-Ingenieur Robert Tholen, zuständig für die Strategische Planung Energie.

Besuch aus Südafrika beim OOWV