TÜV Mobility Studie 2026 zeigt Nachfrage nach sicheren, getrennten Radwegen und Abstellmöglichkeiten in Deutschland; 83 Prozent für sichere Radwege und Parkplätze.
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Die TÜV Mobility Studie 2026 zeigt: Eine große Mehrheit fordert sichere, getrennte Radwege und bessere Abstellmöglichkeiten für Fahrräder. Große Unterschiede gibt es bei der Verkehrsmittelnutzung zwischen Stadt und Land.
Das Auto bleibt das mit Abstand wichtigste Verkehrsmittel in Deutschland. 83 Prozent der Befragten nutzen mindestens einmal pro Woche einen Pkw. 63 Prozent gehen mindestens einmal in der Woche zu Fuß und ein Fünftel nutzt den öffentlichen Nahverkehr. 20 Prozent der Befragten fahren mindestens einmal in der Woche mit einem klassischen Fahrrad, 14 Prozent mit einem Elektrorad und ein Prozent mit einem Lastenrad. Das zeigt die TÜV Mobility Studie 2026, für die Forsa im Auftrag des TÜV-Verbands rund 2.500 Menschen ab 18 Jahren befragt hat.
Sichere Infrastruktur ist entscheidender Faktor
Gerade beim Radverkehr zeigt die Studie einen deutlichen Wunsch nach besseren Rahmenbedingungen: 83 Prozent der Befragten sprechen sich für sichere Radwege und Fahrradparkplätze aus. 81 Prozent halten baulich vom Autoverkehr getrennte Radwege für wichtig oder sehr wichtig.
Noch größer ist die Zustimmung zu einer besseren Instandhaltung und Räumung der Radwege im Winter – 86 Prozent finden das wichtig. Ausreichende Abstellmöglichkeiten für Fahrräder wünschen sich 72 Prozent der Befragten.
Dem Wunsch nach besseren Radfahrbedingungen steht eine ernüchternde Bewertung der aktuellen Situation gegenüber. Zwei von drei Befragten kritisieren den Zustand von Straßen, Rad- und Gehwegen in ihrem Wohnort. Die Hälfte findet, dass nicht genug Radwege vorhanden sind und 47 Prozent halten auch die Abstellmöglichkeiten für Fahrräder für unzureichend.
Außerdem schätzen 56 Prozent die Sicherheit für Radfahrende in ihrem Wohnort als gering ein. 47 Prozent meinen zudem, dass ihre Belange bei der Verkehrsplanung zu wenig berücksichtigt werden. Unter Menschen, die fast täglich Rad fahren, steigt dieser Anteil sogar auf 75 Prozent.
Unterschiede zwischen Stadt und Land
Große Unterschiede bei der Fahrradnutzung gibt es zwischen Stadt und Land: In Metropolen mit mehr als 500.000 Einwohnern fahren 26 Prozent regelmäßig mit dem klassischen Fahrrad. Dagegen sind die Menschen in kleineren Orten häufig mit einem motorisierten Fahrrad unterwegs: In Gemeinden mit weniger als 5.000 Einwohnern nutzen 18 Prozent regelmäßig ein Elektrorad, während es in den Metropolen nur sechs Prozent sind.
Gleichzeitig ist gerade auf dem Land die Abhängigkeit vom Auto besonders groß. 96 Prozent der Menschen in Orten mit weniger als 5.000 Einwohnern nutzen regelmäßig einen Pkw. In Metropolen sind es 66 Prozent.
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