---
title: "SPD Wohnen in meinem Ort in jeder Lebensphase Land Hadeln; Nachfrage übersteigt Angebot an kleinen Wohnungen"
sdDatePublished: "2026-08-28T11:09:00Z"
source: "https://www.spd-land-hadeln.de/2026/08/28/wohnen-in-meinem-ort-in-jeder-lebensphase/"
topics:
  - name: "housing and urban planning policy"
    identifier: "medtop:20000628"
  - name: "residential real estate"
    identifier: "medtop:20001368"
  - name: "public housing"
    identifier: "medtop:20001290"
  - name: "elderly care"
    identifier: "medtop:20001232"
  - name: "construction and property"
    identifier: "medtop:20000235"
locations:
  - "Belum"
  - "Cadenberge"
  - "Cuxhaven"
---


SPD Wohnen in meinem Ort in jeder Lebensphase Land Hadeln; Nachfrage übersteigt Angebot an kleinen Wohnungen

Wohnen in meinem Ort in jeder Lebensphase › SPD Land Hadeln

28. August 2026, 12:50 Uhr

am 28. August 2026, 12:50 Uhr

Wohnen in meinem Ort in jeder Lebensphase

SPD lud erneut zu „Land Hadeln diskutiert“ ein Wohnen im Heimatort in jeder Lebensphase im Mittelpunkt

Unter dem Titel „Wohnen in meinem Ort in jeder Lebensphase“ hatte die SPD erneut zur Veranstaltungsreihe „Land Hadeln diskutiert“ eingeladen. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie bezahlbarer und passender Wohnraum für Menschen aller Altersgruppen auch zukünftig im ländlichen Raum geschaffen werden kann.

Schnell wurde deutlich, dass die Herausforderungen in vielen Orten des Land Hadeln ähnlich sind. Junge Menschen möchten oftmals gerne in ihrem Heimatdorf bleiben, finden jedoch keine geeigneten Mietwohnungen. Gleichzeitig stehen viele ältere Menschen vor der Situation, dass das eigene Haus und der Garten im Alter zu groß und die Unterhaltungsarbeiten zu aufwendig werden. Häufig bleibt dann nur der Umzug in größere Orte, in denen altersgerechte Wohnungen vorhanden sind.

Unter der Moderation von Malte Hinck und Jens Langner diskutierten Yvonne Papenfuß von „Hilfe im Alltag“, Simon Allers von Hinck Hausbau, Wolfgang Hess, Bürgermeister der Gemeinde Cadenberge, sowie Samtgemeindebürgermeister Frank Thielebeule über die aktuelle Wohnraumsituation. Einig war sich das Podium darin, dass insbesondere kleine Wohnungen im gesamten Land Hadeln fehlen.

Yvonne Papenfuß berichtete aus ihrer täglichen Arbeit, dass viele ältere Menschen früher davon ausgegangen seien, ihr Haus später an die eigenen Kinder zu übergeben und weiterhin gemeinsam in einem Mehrgenerationenhaus zu leben. Diese Vorstellung werde jedoch immer seltener Realität. Ihr Wunsch sei es daher, dass nicht ausschließlich Seniorenheime an den Ortsrändern entstehen, sondern verstärkt Mehrgenerationenprojekte gefördert werden. Diese könnten älteren Menschen ermöglichen, selbstständig zu wohnen und gleichzeitig soziale Kontakte im Alltag zu behalten.

Simon Allers sprach sich für mehr Flexibilität bei der Sanierung älterer Gebäude aus. Aktuell seien Förderprogramme oftmals an sehr hohe energetische Anforderungen geknüpft. In vielen Fällen müssten bestehende Häuser nahezu den Standard eines hocheffizienten Neubaus erreichen. Dies sei bei älteren Gebäuden häufig wirtschaftlich nicht sinnvoll oder schlicht nicht finanzierbar. Zudem kritisierte er die umfangreiche Bürokratie. Wenn an einer Stelle Vorschriften abgebaut würden, kämen an anderer Stelle oftmals neue Regelungen hinzu.

Auch das Thema Baugenehmigungen wurde intensiv diskutiert. Das Podium bemängelte, dass Genehmigungsverfahren häufig zu lange dauerten. Insbesondere sei für viele Bürgerinnen und Bürger schwer nachvollziehbar, warum auf Grundstücken im Außenbereich, auf denen über Jahrzehnte Häuser gestanden hätten, Neubauten oftmals nicht mehr möglich seien. Umbauten würden daher häufig nur noch in einem Umfang vorgenommen, der keine Baugenehmigung erfordere.

Anders stelle sich die Situation in Neubaugebieten dar. Hier seien Genehmigungen meist deutlich schneller möglich. Allerdings sei die Nachfrage nach klassischen Einfamilienhäusern aufgrund der gestiegenen Baukosten und der hohen Zinsen deutlich zurückgegangen.

Neben den Herausforderungen wurden aber auch positive Entwicklungen hervorgehoben. Die größeren Orte wie Cadenberge und Otterndorf verfügen durch eigene kommunale Wohnungen sowie durch die Hadler Bau über ein vergleichsweise gutes Angebot an bezahlbarem Mietwohnraum. Dennoch übersteigt die Nachfrage weiterhin das vorhandene Angebot. Sowohl durch die Hadler Bau als auch durch private Investoren und die Kommunen selbst werden deshalb fortlaufend neue Wohnungen geschaƯen. Die Diskussionsteilnehmer waren sich einig, dass dieser Weg weiter verfolgt werden muss, um den Bedarf an kleinen und altersgerechten Wohnungen künftig besser decken zu können.

Zum Ende der Veranstaltung waren sich die Teilnehmer einig, dass das Thema Wohnen die Kommunen in den kommenden Jahren weiterhin intensiv beschäftigen wird. Der Austausch habe gezeigt, wie wichtig gemeinsame Lösungen für die unterschiedlichen Bedürfnisse von jungen Familien, Alleinstehenden und älteren Menschen sind.

Zum Abschluss bedankte sich der SPD-Ortsvorsitzende Jens Langner beim Publikum und den Podiumsgästen für den informativen und kurzweiligen Abend. Gleichzeitig kündigte er die nächste Veranstaltung an: Am 3. September 2026 wird im Rahmen von „Land Hadeln diskutiert“ in Belum das bereits im Sommer angekündigte Thema „Feuerwehr und Katastrophenschutz“ im Mittelpunkt stehen.

Langner betonte zudem, dass das Diskussionsformat auch nach der Kommunalwahl fortgeführt werden soll: „Der Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern hilft uns, bessere Entscheidungen zu treffn und Verständnis für politische Entscheidungen zu schaffen. Deshalb wollen wir dieses Format dauerhaft als Möglichkeit des direkten Dialogs etablieren.“

Foto: v.l.n.r. Wolfgang Hess, Jens Langner, Simon Allers, Frank Thielebeule, Yvonne Pappenfuss, Malte Hinck.

Wir für Euch SPD Land Hadeln