Sachsen-Anhalt dissipativer Gebrauch von Produkten in Deutschland 2024; Rückgang um 5,7 % gegenüber Vorjahr

Pressemitteilung vom 28.08.2026: Sachsen-Anhalt hatte Anteil von 3,9 % am gesamtdeutschen dissipativen Gebrauch von Produkten

Verbreitung mit Quellenangabe erwünscht. Nr. 229/2026 Halle (Saale), 28. August 2026 Sachsen-Anhalt hatte Anteil von 3,9 % am gesamtdeutschen dissipativen Gebrauch von Produkten • 1 247 Tsd. t Materialabgabe an die Umwelt • 76,5 % dieser Menge entfiel auf Dünger • Dissipativer Gebrauch in Sachsen-Anhalt stärker rückläufig als im Länderdurchschnitt Halle (Saale) – 2024 wurden in Sachsen-Anhalt 1 247 Tsd. t Material als sogenannter dissipativer Gebrauch von Produkten an die Umwelt abgegeben. Dies entsprach 3,9 % der in Deutschland insgesamt ausgebrachten Menge. Mehr als ¾ durch Düngerausbringung Die Höhe des dissipativen Gebrauchs von Produkten wurde in Sachsen-Anhalt wesentlich von landwirtschaftlichen Aktivitäten bestimmt, insbesondere der Ausbringung von Dünger. Die Menge des organischen und mineralischen Düngers betrug insgesamt 954 Tsd. t und hatte damit 2024 einen Anteil von 76,5 % am dissipativen Gebrauch. Rückgang gegenüber dem Vorjahr stärker als im Länderdurchschnitt Gegenüber dem Vorjahr nahm die Menge des dissipativen Gebrauchs in Sachsen-Anhalt um 75 Tsd. t (-5,7 %) ab. Maßgeblich hierfür war der Rückgang des organischen Düngers um 62 Tsd. t (-7,6 %) sowie von Streusalz um 24 Tsd. t (-16,4 %). Die Streusalzmenge ist stark witterungsabhängig und daher großen jährlichen Schwankungen unterworfen. Demgegenüber stieg der eingesetzte mineralische Dünger um 13 Tsd. t (+7,0 %). Der Rückgang des dissipativen Gebrauchs war 2024 in Sachsen-Anhalt stärker als im Länderdurchschnitt (-2,1 %). Methodische Hinweise: In den umweltökonomischen Gesamtrechnungen werden unter dem Begriff dissipativer Gebrauch von Produkten Materialabgaben an die Umwelt zusammengefasst, die mit Vorsatz ausgebracht werden und für die es einen ökonomischen oder gesellschaftlichen Nutzen gibt. Dazu zählen organischer Dünger (Wirtschaftsdünger, Kompost und Klärschlamm), mineralischer Dünger, Pflanzenschutzmittel, Saatgut, Streusalz sowie Lösungsmittel. Die Stoffe verbleiben in breitgestreuter Verteilung in der Umwelt und können nicht wieder zurückgewonnen werden. Pressesprecherin Merseburger Str. 2 06110 Halle (Saale) Tel. 0345 2318-702 Fax 0345 2318-913 Internet: https://statistik.sachsen- anhalt.de E-Mail: pressestelle@ statistik.sachsen-anhalt.de PRESSEMITTEILUNG

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Weitere Informationen: Weitere Details sowie Ergebnisse für alle Bundesländer können den Informationen des Arbeitskreises Umweltökonomische Gesamtrechnungen der Länder, dem auch das Statistische Landesamt Sachsen-Anhalt angehört, unter www.statistikportal.de/de/ugrdl sowie der Regionaldatenbank entnommen werden.