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title: "Staatliches Bauamt Passau und Straßenmeistereien verurteilen Aufkleber und Graffiti an Verkehrszeichen in Passau; Kosten im fünfstelligen Bereich"
sdDatePublished: "2026-08-28T11:52:00Z"
source: "https://stbapa.bayern.de/service/medien/pressemitteilungen/2026/104/index.html"
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  - "Passau"
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Staatliches Bauamt Passau und Straßenmeistereien verurteilen Aufkleber und Graffiti an Verkehrszeichen in Passau; Kosten im fünfstelligen Bereich

Fußballfarben gehören ins Stadion, nicht auf Verkehrseinrichtungen!

Fußballfarben gehören ins Stadion, nicht auf Verkehrseinrichtungen!

Die neue Fußballsaison ist gestartet. Auch unter den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Staatlichen Bauamts Passau und der Straßenmeistereien gibt es natürlich viele Fußballfans. Was wir jedoch gar nicht mögen, sind Fan-Sticker, Graffiti und Vereinsfarben auf Verkehrszeichen, Ampelanlagen, Schaltschränken oder Lärm- und Sichtschutzwänden. Bei aller Begeisterung für den eigenen Verein: Verkehrseinrichtungen sollten bitte frei von Aufklebern und Farbe bleiben!

Beschädigungen durch Sticker und Graffiti sind nicht nur ein Ärgernis für das Erscheinungsbild der Straßen. Sie verursachen zusätzlichen Aufwand für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Straßenmeistereien und können sogar die Verkehrssicherheit beeinträchtigen.

Besonders problematisch ist es, wenn die Rückseiten von Verkehrszeichen besprüht werden. Diese sind grundsätzlich grau gehalten - und das aus gutem Grund: Die graue Farbe dient dazu, dass sich Rück- und Vorderseiten von Verkehrsschildern auch aus der Entfernung gut auseinanderhalten lassen. So kann jeder Verkehrsteilnehmer sofort erkennen, welches Schild für ihn gilt.

Die Farben der Wegweisung sind genormt: Gelb kennzeichnet Ziele an Staats- und Bundesstraßen, Weiß innerörtliche oder gewerbliche Ziele, Blau weist auf Autobahnziele hin und Braun auf touristische Ziele. Wird beispielsweise die Rückseite eines Verkehrszeichens blau angesprüht, könnte dies aus der Entfernung wie die Vorderseite eines blauen Autobahnwegweisers wirken. Gerade bei flüchtiger Wahrnehmung durch Autofahrerinnen und Autofahrer kann dies zu Irritationen, Fehlleitungen oder unnötigen Bremsmanövern führen.

Die Rückseite enthält zudem wichtige Informationen: An jedem Verkehrszeichen befindet sich ein Herstelleraufkleber, auf dem unter anderem das Baujahr des Schildes dokumentiert ist. Bei den regelmäßigen Streckenkontrollen kann so festgestellt werden, wie alt ein Verkehrszeichen ist. Denn auch wenn ein Schild tagsüber noch gut aussieht, lässt seine Reflexionswirkung nach mehreren Jahren nach. Dann muss es ausgetauscht werden, damit es auch bei Dunkelheit und Scheinwerferlicht zuverlässig erkennbar bleibt.

Graffiti oder Aufkleber können diese Dokumentation unkenntlich machen. Je nach Umfang müssen Sticker oder Farbe entfernt, die Rückseite wieder grau beschichtet oder das komplette Verkehrszeichen ausgetauscht werden. Ein einfaches Überstreichen ist nicht immer die beste Lösung: Die neue Farbschicht kann später abblättern und weiteren Aufwand verursachen.

Die Beseitigung kostet Geld: Bei großen Verkehrszeichen können die Kosten für eine vollständige Erneuerung schnell einen fünfstelligen Betrag erreichen. Hinzu kommt ein weiterer Aufwand, der sich nicht direkt beziffern lässt: Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Straßenmeistereien müssen Zeit für die Reinigung und Instandsetzung aufwenden, die dann für andere wichtige Aufgaben fehlt. Die Aufgabe unserer Straßenmeistereien ist es, für sichere und gut befahrbare Straßen zu sorgen. Sie sind kein öffentlicher Putzdienst. Jede Stunde, die für die Beseitigung von Graffiti oder anderen Beschädigungen aufgewendet werden muss, fehlt beim regulären Straßenunterhalt und bei anderen Arbeiten für die Verkehrssicherheit! Daher werden solche Fälle von Beschädigung und Vandalismus ausnahmslos angezeigt. Erst recht, wenn mit den Schmierereien auch noch diejenigen beleidigt werden, die täglich dafür sorgen, dass die Straßen verkehrssicher und gut befahrbar bleiben.

Das Staatliche Bauamt und die Straßenmeistereien appellieren an alle Fußballfans: Fanliebe, Vereinsfarbe und kreative Aktionen gehören ins Stadion - Verkehrszeichen und Verkehrseinrichtungen bitte sticker- und graffitifrei lassen! So bleiben wichtige Verkehrsinformationen gut sichtbar, die Straßenmeistereien können ihre Arbeitszeit für den eigentlichen Straßenunterhalt und die Verkehrssicherheit einsetzen und öffentliche Gelder müssen nicht für die Beseitigung vermeidbarer Schäden ausgegeben werden.

Anlagen (Fotos: Staatliches Bauamt Passau) PM104-Beschädigung1 und 2: Mit Farbe und großflächigen Aufklebern wurden die Plexiglasscheiben an diesen Lärmschutzwänden verunstaltet. Die Reinigung wird rund 16.000 Euro kosten. PM104-Beschädigung3: An der B 8 bei Atting wurde erst kürzlich ein beschmiertes Verkehrsschild ausgetauscht – nun wurde es erneut beschmiert.