Kirche – zwei neue Faltblätter im EKMshop; erklärt Verwendung von Geldern für Mitglieder und Öffentlichkeit

EKM intern 09/2026

EKMintern Magazin für Haupt- und Ehrenamtliche in der EKM SEPTEMBER 2026 SEPTEMBER 2026 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 9 Was macht die Kirche mit 100 Euro – Neue Faltblätter im EKMshop Dialog – Ein Laden für hilfreiche Gespräche Beilage – Verteilung der Finanzmittel in der EKM

2 9/2026 EKM intern Liebe Leserinnen und Leser, es ist September und der Herbst bricht an. In diesen Tagen beginnen viele junge Menschen ihre Ausbil- dung. Die EKD hat erstmals gemeinsame Standarts für fachschulische Ausbildungen im diakonisch-gemein- depädagogischen Dienst geschaffen. Das stärkt die bundesweite Anerkennung entsprechender Ausbil- dungswege. Erfahren Sie mehr darüber auf der Seite 7. Außerdem lenken wir eine Seite weiter in diesem Heft den Blick auf die diesjährige „Schöpfungszeit“. Das Netzwerk „Eine Erde“ ruft dazu auf, vom 1. Sep- tember bis 4. Oktober unter dem Motto „Wer festhält, verarmt. Wer loslässt, empfängt“ mehr Großzügigkeit zu wagen. Wie das geht, das Teilen, Loslassen, Ein- sparen und Maßhalten, davon berichtet der Artikel auf Seite 8. Ihre Redaktion der EKM intern AKTUELL 3 › „Was macht die Kirche mit 100 Euro?“ Zwei neue Faltblätter 3 › Noch 3000 Euro im Fördertopf: Förderaktion VRK GemeindeGrün 3 DIALOG 4 › Ein Laden für hilfreiche Gespräche 4 AKTUELL 6 › Workshop Pop-Liedbegleitung auf dem Klavier 6 › Ausstellung zu biblische Frauenfiguren 7 › EKD stärkt fachschulische Ausbildungswege 7 GEISTLICHES WORT 9 AKTUELL 9 › Wehrpflicht – Kennst Du Deine Meinung? Beratungsaktion für junge Menschen 9 GEMEINDE BAUEN 10 › Neue Projekte und ihre finanziellen Fördermöglichkeiten 10 AKTUELL 12 › „Vom Glauben berührt?!“ Fachtag des Evangelischen Schulwerkes der EKM 12 › Vergabe von Kollektenmitteln im Jahr 2028 13 › Schöpfungsfest der EKM in Wittenberg 14 › Konfis backen Brot für die Welt 2026 16 BÜCHER 18 SEMINARE/FORTBILDUNGEN 19 STELLEN 29 KIRCHENMUSIK 30 RUNDFUNK 30 ISSN 1865-0120 Redaktionsschluss für die Oktober-Ausgabe: 7. September 2026 Redaktionsschluss für die November-Ausgabe: 12. Oktober 2026 Herausgeber: Landeskirchenamt der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland, Michaelisstraße 39, 99084 Erfurt, Referat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Kirchenrat Ralf-Uwe Beck, (v.i.S.d.P.) Redaktion: Diana Steinbauer, Tel. 0361/380335-151, ekmintern@ekmd.de, www.ekmd.de >Service >EKMintern Satz und Layout: EKM Grafikteam, Diana Steinbauer, G+H Druck: Druckhaus Gera Verlag: Wartburg Verlag GmbH, Weimar Vertrieb und Anzeigen: Evangelisches Medienhaus GmbH, Blumenstraße 76, 04155 Leipzig Abopreis für Selbstzahler: Pro Jahr 42 Euro inkl. Lieferung innerhalb Deutschlands. Preis gültig ab 1. Oktober 2025. Preisänderungen vorbehalten. Kündigungen sind immer zum Jahresende mit einer Frist von einem Monat möglich. Aboservice: Tel. 0341/238214-19, Fax 0341/71141-50, abo@emh-leipzig.de Anzeigenservice: Liane Rätzer, Tel. 0341/238214-28, Fax 0341/71141-40, anzeigen@emh-leipzig.de Erstellt im Gemeindebrief- und Redaktionsportal: www.unser-gemeindebrief.de Gedruckt auf: Circle volume white, 100% Recyclingpapier IMPRESSUM Bildnachweise: fundus-media/Hike Wiegers (Titelbild und Ausschnitt S. 2), EKM (2) (S. 3), Kirchenkreis Jena/Theresa Ertel (S. 4 und 5), LMW (S. 5), Tobias Egle (S. 6), Hanna Henke (S. 7), EKM (S. 9), Erprobungsräume/EKM (S. 10), fundus-media/Peter Bongard (S. 12), edition christmon (S. 12), epd-bild/Andrea Enderlein (S. 14), Stiftung KiBa (S. 15), Eckart Behr (S. 15), 5000 Brote/EKD (S. 16), Evangelische Verlagsanstalt (S. 18), fundus-media/Peter Bernecker (S. 19), fundus-media/Im- manuel Malcharzyk (S. 23), epd-bild/Detlef Heese (S. 24), epd-bild/Steffen Schellhorn (S. 25), epd-bild/Christian Ditsch (S. 27) Privat (S. 31), Grafikteam der EKM/Stephan Arnold (S. 32) INHALT

9/2026 3 EKM intern Dieselben Zahlen, aber zwei Faltblätter? Ja, für zwei Ziel- gruppen. Das Faltblatt „Kir- chensteuer wirkt. Was Sie Ihrer Kirche anvertrauen“ wendet sich an unsere Mit- glieder. Das andere Faltblatt wendet sich an alle, die sich fragen, was Kirche mit dem anvertrauten Geld, also bei- spielsweise auch mit Staats- leistungen, macht. Die Be- träge sind dieselben. Grafisch einfach und ver- ständlich wird die Verwen- dung der Gelder in den ver- schiedenen Handlungsfel- dern in Kirche und Diakonie aufgezeigt. Das Faltblatt, das sich an die Kirchenmitglieder wendet, ist eingebettet in die Initi- ative „Kirchensteuer wirkt!“, welche von vielen evangeli- schen Landeskirchen getragen wird. Auf der gemeinsamen Internetseite www.kirchensteuer-wirkt.de findet man wei- tere wichtige Informationen und Beratungsangebote sowie einen Kirchensteuer-Rechner. Da in Mitteldeutschland immer wieder die Staatsleistun- gen diskutiert oder sogar in Frage gestellt werden, hat die EKM ein zweites Faltblatt aufgelegt, das selbstverständlich auch an Kirchenmitglieder weitergegeben werden kann. Gerade in einer Zeit, in der gesellschaftlicher Zusammen- halt nicht selbstverständlich ist und viele Menschen Verun- sicherung erleben, ist es wichtig aufzuzeigen, wie kirchli- che Mittel verwendet werden und welchen Beitrag Kirche und Diakonie für unser Zusammenleben leistet. Dabei geht es nicht nur um Glauben im engeren Sinne, sondern auch um Werte, die unsere Gesellschaft tragen: Verantwortung füreinander, Nächstenliebe, Bewahrung von Traditionen und Schöpfung, gegenüber den Herausforderungen der Gegenwart. Im EKMshop können die Faltblätter bestellt werden: www.ekmd.de/service/ onlinebestellen/ekmshop. Das Faltblatt „Kirchen- steuer wirkt“ gibt es hier nur bis 600 Stück pro Be- stellung. Darüberhinaus- gehende Stückzahlen kön- nen beim Fundraising-Be- auftragten der EKM, Dirk Buchmann, erfragt werden: Tel. 036202/771796 oder 0173/2937961, dirk.buch- mann@ekmd.de. . Was macht die Kirche mit 100 Euro? Zwei neue Faltblätter Vor fast drei Monaten ist die Förderaktion VRK Gemeinde- Grün gestartet und die Resonanz aus den Kirchengemein- den ist überwältigend. Da der ursprüngliche Fördertopf von 10.000 Euro in Rekordzeit ausgeschöpft war, wurde das Budget um weitere 5.000 Euro aufgestockt. Aktuell sind noch die letzten 3.000 Euro im Fördertopf! Damit im großen Endspurt noch mehr engagierte Gruppen von dieser Unterstützung profitieren können, melden Sie sich und nennen Sie dem VRK engagierte Gemeinden und leiten Sie diesen Hinweis über Ihre Kanäle (Newsletter, In- tranet, Rundmails oder Social Media) weiter. Ein Einstieg lohnt sich auch jetzt noch im vollen Maße, denn die Hürden für einen Erfolg sind bewusst niedrig angesetzt: • Schon 100 Stimmen aus dem eigenen Netzwerk sichern einer Gemeinde eine Förderung von 200 Euro. • Bei 200 Stimmen steigt der Betrag auf 400 Euro. • Ab 300 Stimmen gibt es die maximale Unterstützung von 600 Euro. . Alle Infos zum VRK GemeindeGrün finden Sie hier: www.t1p.de/VRK . Noch 3.000 Euro im Fördertopf Förderaktion VRK GemeindeGrün: Jetzt noch bewerben! AKTUELL

4 9/2026 EKM intern Seit etwa einem Jahr gibt es in Jena ein neues Seelsor- ge-Angebot in der Innenstadt: Der Gesprächsladen – Seel- sorge am Straßenrand. Susanne Sobko sprach darüber mit Klinikseelsorgerin Ulrike Spengler, die den Laden mit ihrer Kollegin Babet Lehmann betreut.

Was ist der Gesprächsladen? Ein Angebot des Evangelischen Kirchenkreises Jena in der Wagnergasse 24 im Raum „Orientierung“. Es ist ein nieder- schwelliges Gesprächsangebot – das heißt, man kann ohne Termin einfach kommen. Außerdem ist es vertraulich, die Gespräche unterliegen der Schweigepflicht, und sie sind kostenfrei. An drei Tagen der Woche haben wir jeweils für drei Stunden geöffnet: Montag und Mittwoch von 14 bis 17 Uhr sowie Donnerstag von 9 bis 12 Uhr. Wie kam es zur Gründung? Die Idee kam von uns beiden Klinikseelsorgerinnen im Krankenhaus Jena. Wir haben erlebt, dass in vielen Gesprä- chen im Krankenhaus über die Krankheit hinaus auch ganz andere Lebensthemen zur Sprache kommen. Der Bedarf ist groß, Gesprächspartner und -partnerinnen zu haben, die sich in Situationen hineindenken und einfühlen können und Lösungsansätze entwickeln. Können Sie den Laden beschreiben? Wir sind verknüpft mit Räumen, in denen spirituelle Ver- anstaltungen stattfinden. Der Gesprächsladen hat wie jedes Geschäft ein großes Schaufenster und ist minimalistisch eingerichtet. Es gibt eine kleine Gesprächsecke im geschütz- ten hinteren Bereich und eine weitere im vorderen Bereich, so dass man wählen kann, wo man sitzt. Seit kurzem haben wir eine Espressomaschine, um auch qualitätsvollen Kaffee anbieten zu können für ein qualitätvolles Gespräch. Eine Tasse Kaffee kann den Einstieg in ein Gespräch erleichtern. Wer betreut den Laden? Grundsätzlich wir zwei Klinikseelsorgerinnen. Bei Urlaub und Krankheit gibt es als Vertretungen Kolleginnen und Ehrenamtliche, die die Gesprächszeiten übernehmen. Was für Voraussetzungen braucht es dafür? Eine Seelsorge-Ausbildung oder etwas Adäquates. Man sollte auf jeden Fall in Gesprächsführung geübt sein, vor allem im aktiven Zuhören. Unsere Ehrenamtlichen sind zum Teil emeritierte Kolleginnen oder Helferinnen in der Klinikseelsorge. Wer ist eingeladen? Das Angebot richtet sich an alle Menschen, unabhängig von Religion oder Kirchenzugehörigkeit. Es braucht weder eine Überweisung noch einen Termin. Und wer kommt? Das ist gemischt. Eher mehr Männer als Frauen, vom Alter zwischen 30 und 70. Es ist auch so gedacht, dass unsere ehemaligen Patienten kommen können, also ist der Laden eine Art Ambulanz der Klinikseelsorge. Und unweit des Ge- sprächsladens ist die Psychiatrie – auch von dort kommen ehemalige Patienten, um das Gespräch zu suchen. Können Sie bestätigen, dass psychische Belastungen zunehmen? Wir haben viel mit psychisch belasteten Menschen zu tun. Zum Beispiel weil sie unserer Leistungsgesellschaft nicht mehr gewachsen sind und keine geregelte Arbeit mehr ma- chen können und trotzdem nach Selbstwirksamkeit und Er- folgserlebnissen suchen. Ich staune immer wieder, wieviel manche Menschen im „Gepäck“ haben und wie viele Jahre sie schon mit Belastungen leben. Um was geht es in den Gesprächen? Um ganz unterschiedliche Themenfelder. Am meisten sind es Trauersituationen wegen des Verlusts von nahen Ange- hörigen wie Partner oder Partnerin, Eltern, Kind, Enkel. Aber auch um Trauer im weiteren Sinne geht es, zum Bei- spiel wegen des Auszugs der Kinder, die erwachsen sind und nun eigene Wege gehen. Andere Themen sind Bezie- hungskonflikte, zum Beispiel zwischen Partnern, Eltern und Kindern oder Geschwistern. Auch um die Frage, ob man sich trennt oder nicht, geht es öfter. Und auch andere Konflikte im Leben spielen eine Rolle, zum Beispiel wenn neue Situationen als herausfordernd empfunden werden. Müsste nicht jeder Mensch für solche Themen An- sprechpartner in seinem Leben haben? Haben wir eine zunehmende Sprachlosigkeit in unserer Gesellschaft? Wir nehmen schon wahr, dass die Einsamkeit zunimmt und dass der Bedarf an solchen Gesprächen, wie wir sie anbie- ten, steigt. Das Thema Einsamkeit spielt vor allem bei Zu- gezogenen ohne Anhang oder älteren Menschen eine Rolle. Aber manchmal ist es sowieso gut, Hilfe von Außenstehen- den zu bekommen, die neutral draufschauen und aus der Vogelperspektive. Wie ist die Resonanz auf das Angebot? Die Menschen, die kommen, sind sehr dankbar. Es gibt manche, die nur einmal kommen, und manche, die regel- mäßig bei uns sind. Wir planen jetzt mehr Öffentlichkeits- arbeit, damit noch mehr Menschen von unserem Angebot erfahren. Ein Laden für hilfreiche Gespräche DIALOG

9/2026 5 EKM intern Anzeige Können Sie immer helfen? Manchmal ist es allein eine Kunst, mit einer