Deutsche Hockey-Herren-Nationalmannschaft zieht ins WM-Finale in Belgien und den Niederlanden; 2:1-Sieg gegen Argentinien

Hockey-Herren ziehen nach Krimi gegen Argentinien ins WM-Finale ein

Der Deutsche Hockey-Bund e. V. (DHB) ist der Dachverband für Hockey in Deutschland mit Sitz im Hockeypark in Mönchengladbach. Der DHB ist der Zusammenschluss der deutschen Hockeyvereine, die in den 15 Landeshockeyverbänden organisiert sind. Zuständig ist der Deutsche Hockey-Bund außerdem für die deutschen Hockeynationalmannschaften.

Der Deutsche Hockey-Bund ist Mitglied im Deutschen Olympischen Sportbund, sowie im Welthockeyverband FIH (Fédération Internationale de Hockey) und im europäischen Hockeyverband EH (European Hockey Federation). Der Deutsche Hockey-Bund (DHB) hat das Zertifikat des Nachhaltigkeitsstandards sustainAssociation in der Auszeichnungsstufe „Silber“ von Dekra überreicht bekommen. Der durch die DEKRA entwickelte Standard sustainAssociation bewertet die Verankerung von Nachhaltigkeit in Sportverbänden entlang ökologischer, sozialer und governance-bezogener Kriterien.

Weltmeisterschaft 2026 in Belgien und den Niederlanden

HONAMAS ziehen nach Krimi gegen Argentinien ins WM-Finale ein

In einer intensiven Partie setzte sich die deutsche Herren-Nationalmannschaft verdient mit 2:1 gegen Argentinien durch und steht jetzt im WM-Finale ein.

Das Spiel begann ungünstig für die deutschen Herren. Johannes Große bekam ganz früh die Grüne Karte, weil er seinen Gegenspieler unfair geblockt hatte. Aber die Argentinier konnten das Überzahlspiel nicht nutzen. Die Mannschaft von Kapitän Tom Grambusch schüttelte sich nur kurz und zeigte sich hochkonzentriert. Nach einem langen Pass von Grambusch war es Michel Struthoff, der erstmals im Kreis zum Abschluss kam. Der Ball flog aber ins Seitenaus. Es entwickelte sich fortan ein Spiel, das viele so erwartet hatten: Ganz viel fand im ersten Viertel zwischen den Kreisen statt, die Zweikämpfe wurden bissig geführt, Chancen blieben lange Mangelware. Beide Teams neutralisierten sich in dieser Phase. Es war der Kapitän, der immer wieder mit langen, hohen Bällen versuchte, seine Offensivleute in Szene zu setzen. Aber noch blieb es bei Versuchen.

Auch im zweiten Viertel passierte zunächst wenig. Es war auch der enormen Bedeutung dieses WM-Halbfinales geschuldet, dass es weiter ein gegenseitiges Abtasten blieb. Auf beiden Seiten waren es vor allem Einzelaktionen, die herausstachen. Hier mal ein schönes Dribbling, da ein Zuckerpass, mehr war aber nicht. Richtig gefährlich wurde es erstmals durch Paul Kaufmann, der mit Tempo auf das Tor der Argentinier zusteuerte, aber keinen Druck hinter die Kugel bekam (25.). Kurz danach segelte ein scharf geschossener Ball von Moritz Ludwig durch den Kreis und auch ins Tor, aber kein deutscher Schläger war mehr dran. Kurz vor der Pause hatte Justus Warweg die nächste Chance für die DHB-Auswahl. Es blieb aber nach zwei eher ereignisreichen Vierteln beim 0:0.

Nach dem Wechsel spielte die DHB-Auswahl sofort nach vorne und kam durch Justus Weigand zu einer weiteren guten Gelegenheit. Der Ball wurde aber in letzter Sekunde von der Linie gekratzt. Kurz darauf war es aber so weit. Wieder war es Weigand, der aus kurzer Distanz per Stecher die verdiente Führung für die deutsche Nationalmannschaft erzielte (33.). Was für eine Befreiung in diesem Nervenspiel. Argentinien musste nun mehr tun – und tat das auch. Aber die Defensive um Grambusch, Jakob Brilla und Co. machte ihre Sache exzellent. Argentinien hatte jetzt zwar mehr Ballbesitz, aber das Pressing der Deutschen setzte ihnen sichtlich zu. Und es gab auch weitere Chancen für das DHB-Team. Hannes Müller hatte kurz vor Ende des dritten Viertels das 2:0 auf dem Schläger, der Goalie der Gauchos reagierte aber glänzend.

Das letzte Viertel begann mit einem Schock für Deutschland: Grambusch verursachte eine Strafecke bei einem Konter. Tomas Domene, wer sonst, verwandelte eiskalt zum Ausgleich (46.). Das Spiel drohte nun zu kippen. Argentinien kam ins Rollen, brachte sich aber durch eine Gelbe Karte selbst wieder in Schwierigkeiten. Die Überzahl nutzten die Deutschen gekonnt: Moritz Ludwig schlenzte scharf in die Mitte, wo Paul Kaufmann völlig alleingelassen ins leere Tor abstaubte (54.). Nach der erneuten Führung wog das Spiel hin und her. Die Argentinier nahmen drei Minuten vor Schluss ihren Torhüter Santiago vom Feld. Argentinien kam noch einmal vor das Tor, allerdings ohne Erfolg. Auf der anderen Seite sorgte Christopher Rühr für Entlastung und nahm clever Zeit von der Uhr, sodass es beim 2:1-Sieg für die HONAMAS blieb.

Das 2:1 durch Paul Kaufmann nach schöner Vorlage von Moritz Ludwig, der im 3D-Dribbling in den Kreis zog und in Bedrängnis noch zum Abschluss kam.

André Henning: „Das war heute die Meisterprüfung in Sachen Mentalität. Es war auf dieser Ebene das schwierigste Spiel gegen den schwierigsten Gegner. Ich bin sehr froh, wie wir uns dagegengestemmt haben – gerade auch nach dem 1:1. Da haben wir etwas gewackelt. Was für eine Reise mit dieser Mannschaft in diesem Jahr im WM-Finale zu stehen. Es ist jetzt das vierte Finale bei einem großen Turnier hintereinander. Das ist in dieser Konstanz überragend und auch etwas überraschend.“

Justus Weigand: „Ich bin überglücklich, es war nämlich der erwartbar harte Kampf. Ich muss dem Team ein großes Kompliment machen. Nach dem 1:1 haben wir ein, zwei Minuten gebraucht. Danach haben wir uns wieder gefunden. Das war mental heute eine Meisterleistung.“

Moritz Ludwig: „Ich freue mich riesig nach 2023 ein weiteres Finale spielen zu dürfen. Wir hatten schon erwartet, dass es ein Spiel auf Augenhöhe wird, denn die Argentinier haben ein super starkes WM-Turnier gespielt. Jetzt bedeutet es sich gut auf das Finale vorzubereiten und am Sonntag werden wir alles geben.“

Die deutschen Herren treffen am Sonntag, den 30.08., im WM-Finale um 16:30 Uhr in Wavre auf Spanien.

DANAS verlieren 1:3 gegen Indien und werden WM-Sechste

Bei einer Partie, die erst in der zweiten Hälfte an Fahrt aufnahm, verlieren die DANAS 1:3 gegen Indien im Spiel um Platz 5 in Amstelveen zum Abschluss der WM.

Gegnercheck Argentinien: Mit allen Wassern gewaschen und einer starken Ecke

Die WM-Halbfinalbegegnung der HONAMAS gegen Argentinien weckt sofort Erinnerungen an das Viertelfinalduell bei den Olympischen Spielen 2024 in Paris, welches die deutschen Herren dank Toren von Teo Hinrichs, Justus Weigand und Gonzalo Peillat 3:2 für sich entscheiden konnten.

DANAS schlagen Spanien und spielen um Platz 5

Die deutschen Hockey-Damen haben mit einem überzeugenden Auftritt Spanien im letzten Spiel der WM-Zwischenrunde bezwungen. Der Lohn: Das Spiel um Rang 5. Klare Sache in Wavre: Die deutschen Hockey-Damen haben zum Abschluss der WM-Zwischenrunde Spanien mit 4:1 bezwungen. Jetzt geht es um Platz 5.

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