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title: "LBBW erzielt im ersten Halbjahr 2026 Vorsteuergewinn von 708 Mio Euro in Deutschland; Vorsteuerergebnis 2026 über 1,1 Milliarden Euro bestätigt"
sdDatePublished: "2026-08-29T04:12:00Z"
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LBBW erzielt im ersten Halbjahr 2026 Vorsteuergewinn von 708 Mio Euro in Deutschland; Vorsteuerergebnis 2026 über 1,1 Milliarden Euro bestätigt

28. August 2026
Pressemitteilung →
Operative Stärke und Resilienz im ersten Halbjahr 2026
LBBW stabil auf Kurs

● Gewinn vor Steuern leicht über Vorjahr
● Erträge auf sehr gutem Vorjahresniveau – Kosten rückläufig
● Risikovorsorge weiterhin auf niedrigem Niveau
● Ausblick bestätigt: Vorsteuerergebnis auch 2026 wieder über 1,1 Milliarden
Euro

Die LBBW hat ihre positive Entwicklung im ersten Halbjahr 2026 fortgesetzt und
ihre Ertragskraft unter Beweis gestellt. Trotz anhaltender Konjunkturschwäche in
Deutschland, geopolitischer Unsicherheiten und volatiler Märkte erzielte die Bank
mit 708 Millionen Euro vor Steuern erneut ein starkes Ergebnis und bestätigte
damit das hohe Niveau des Vorjahres (705 Millionen Euro).

CEO Rainer Neske: „Unser Halbjahresergebnis zeigt: Die LBBW ist leistungsstark,
kundennah und widerstandsfähig. Wir nutzen die Stärke unseres Geschäftsmodells und
bauen auf die Leistungsfähigkeit unseres gesamten Teams. Gerade in Zeiten
wirtschaftlicher Unsicherheit unterstützen wir unsere Kunden verlässlich – mit
umfassender Expertise, finanzieller Stärke und dem vielfältigen Lösungsangebot einer
Universalbank.“

Das ausgewogene Geschäftsmodell der LBBW mit ihren vier starken Kundensegmenten
bildet eine breite und stabile Ergebnisbasis: Alle vier Kundensegmente erreichten bereits
zur Jahresmitte jeweils einen dreistelligen Millionengewinn. Damit unterstreicht die
LBBW ihre Fähigkeit, auch unter schwierigen Rahmenbedingungen nachhaltig gute
Ergebnisse zu erzielen.

Dies spiegelt sich auch in zentralen Leistungsindikatoren wider. Die Cost-Income-Ratio
verbesserte sich dank stabiler Erträge bei rückläufigen Kosten auf 60,4 Prozent
(1. Halbjahr 2025: 61,8 Prozent). Die Eigenkapitalrendite lag mit 8,3 Prozent geringfügig
niedriger als im Vorjahr (8,6 Prozent). Weiterhin äußerst solide ist auch die
Kapitalausstattung: Die harte Kernkapitalquote (CRR III) liegt mit 16,1 Prozent deutlich
über den regulatorischen Anforderungen und bietet damit Spielraum für weiteres
Wachstum. Das Konzernergebnis nach Steuern lag bei 479 Millionen Euro nach
477 Millionen Euro im Vorjahr.

28. August 2026 – Seite 2
Robuste Erträge – Kosten sinken
Die Erträge erreichten dank eines robusten Kundengeschäfts mit 2,09 Milliarden Euro
nahezu das Niveau des Vorjahres (2,12 Milliarden Euro). Erfreulich entwickelten sich
beispielsweise
Infrastrukturfinanzierungen,
das
Anlagegeschäft
sowie
die
Einlagenerlöse. Gleichzeitig waren die Investitionszurückhaltung weiter Teile der
deutschen Wirtschaft im Unternehmenskundengeschäft und die weiterhin schwachen
Immobilienmärkte spürbar.

Die Aufwendungen verringerten sich trotz anhaltend hoher Investitionen in IT, etwa für
Cyber-Sicherheit und KI-Fähigkeit, sowie den Ausbau des internationalen Geschäfts um
4 Prozent auf 1,26 Milliarden Euro. Ausschlaggebend waren unter anderem der Wegfall
der Integrationskosten der Berlin Hyp und geringere Abgaben für die Sicherungssysteme
der S-Finanzgruppe.
Risikovorsorge spiegelt Konjunkturentwicklung wider
Die schwache Konjunkturentwicklung spiegelt sich erwartungsgemäß in einem
moderaten Anstieg der Risikovorsorge auf 121 Millionen Euro (1. Halbjahr 2025:
107 Millionen Euro) vor allem für einzelne Engagements im Immobiliengeschäft und bei
Unternehmen wider. Im Vorjahr hatten allerdings größere Auflösungen von nicht mehr
benötigter Vorsorge für Unternehmenskunden die Risikovorsorge positiv beeinflusst.
Insgesamt machen die Risikokosten 15 Basispunkte des Kreditbuchs aus und liegen
damit im Branchenvergleich weiter auf einem niedrigen Niveau. Die darüber hinaus
bestehende zusätzliche Vorsorge in Form von sogenannten „Model Adjustments“ ging
leicht zurück, liegt mit nahezu 800 Millionen Euro aber nach wie vor auf einem hohen
Niveau. Die Portfolioqualität ist weiterhin gut; dies zeigt sich auch an der niedrigen
Ausfallquote von 0,9 Prozent.
Solide Entwicklung der vier operativen Kundensegmente
Das Segment Unternehmenskunden erreichte einen Gewinn vor Steuern von
312 Millionen Euro (Vorjahr: 360 Millionen Euro). Der leichte Rückgang geht unter
anderem auf die Risikovorsorge zurück, die mit 39 Millionen Euro aber weiterhin
unauffällig ist. Die Erträge lagen trotz einer verhaltenen Kreditnachfrage nahezu auf
Vorjahresniveau.
Erfreulich
entwickelten
sich
neben
dem
Einlagengeschäft
beispielsweise Leasing und Factoring sowie der Zahlungsverkehr.

Im Segment Immobilien/Infrastrukturfinanzierung lag das Ergebnis vor Steuern bei
171 Millionen Euro (Vorjahr: 190 Millionen Euro). Der leichte Rückgang der Erträge
spiegelt das schwierige Umfeld an den Immobilienmärkten wider. Das Neugeschäft in
der gewerblichen Immobilienfinanzierung, die bei der Berlin Hyp gebündelt ist, lag mit
rund 7 Milliarden Euro weiterhin auf einem guten Niveau. Das Wachstumsfeld
Infrastrukturfinanzierung verzeichnete bei einem Neugeschäft von 2,8 Milliarden Euro
einen leichten Ertragszuwachs. Schwerpunkte waren Erneuerbare Energien und der
Ausbau der digitalen Infrastruktur.

28. August 2026 – Seite 3

Die Risikovorsorge des Segments lag bei 74 Millionen Euro und damit niedriger als im
Vorjahr (96 Millionen Euro). Auch die Kosten waren im Wesentlichen wegen des
Wegfalls von Integrationskosten der Berlin Hyp und der Realisierung erster Effizienzen
aus der Integration rückläufig.

Im Kapitalmarktgeschäft lag das Ergebnis vor Steuern mit 186 Millionen Euro stabil auf
Vorjahresniveau (187 Millionen Euro). Während die Erträge im Treasury aufgrund der
anhaltenden Marktunsicherheit unter anderem wegen des Iran-Kriegs leicht rückläufig
waren, konnten die Erträge in Financial Markets vor allem dank einer sehr guten
Entwicklung im Zertifikategeschäft und Credit Markets gesteigert werden. Über unsere
Rolle als führendes Kapitalmarkthaus der Sparkassenfinanzgruppe hinaus bauen wir
strategisch das Geschäft mit Financial Institutions aus.

Im Segment Private Kunden/Sparkassen erhöhte sich der Gewinn vor Steuern deutlich
auf 135 Millionen Euro (Vorjahr: 105 Millionen Euro). Im Einlagengeschäft konnten wir
Volumen
und
Erträge
steigern.
Auch
das
Wertpapiergeschäft
und
die
Vermögensverwaltung entwickelten sich erfreulich. Zudem zahlt sich der kontinuierliche
Ausbau unseres Wealth Managements zunehmend aus; hier konnten wir die Erträge
dank unseres breiten Produktangebots und unserer bundesweiten Marktpräsenz
deutlich ausbauen.

Ausblick
Mit Blick auf die kommenden Monate erklärt CEO Rainer Neske: „Die aktuelle
wirtschaftliche Umbruchphase bringt für unsere Kunden und für uns als LBBW neben
Herausforderungen auch große Chancen. Als leistungsstarke Universalbank mit einer
starken Bilanz sind wir bestens positioniert, um unsere Kunden bei Investitionen,
Transformation und Wachstum verlässlich zu begleiten. Gemeinsam wollen wir die
Zukunft mutig gestalten. Wir gehen unverändert davon aus, dass wir im Geschäftsjahr
2026 ein Ergebnis von über 1,1 Milliarden Euro vor Steuern erreichen werden.“

***

28. August 2026 – Seite 4
Über die LBBW

Die LBBW ist eine mittelständische Universalbank sowie Zentralinstitut der Sparkassen in Baden-
Württemberg, Sachsen und Rheinland-Pfalz. Mit einer Bilanzsumme von 359 Milliarden Euro und
rund 10.700 Beschäftigten ist die LBBW eine der größten Banken Deutschlands. Kernaktivitäten
sind das Unternehmenskundengeschäft, speziell mit mittelständischen Unternehmen, und das
Geschäft mit Privatkunden sowie mit den Sparkassen. Ein weiterer Fokus liegt auf Immobilien-
und Infrastrukturfinanzierungen in ausgewählten Märkten sowie dem kundenorientierten
Kapitalmarktgeschäft mit Banken, Sparkassen und institutionellen Anlegern. Mittelständische
Unternehmen und Privatkunden in Baden-Württemberg sowie Wealth Management-Kunden
werden unter der Marke BW-Bank betreut, die gewerbliche Immobilienfinanzierung des Konzerns
ist unter der Marke Berlin Hyp gebündelt. Eine wichtige Rolle spielt neben der Expertise bei
innovativen und komplexen Anlageformen beziehungsweise Finanzierungen auch die
Unterstützung bei der Erschließung internationaler Märkte. Dazu ist die LBBW international an
19 Standorten in 18 Ländern vertreten. Spezialisierte Tochterunternehmen, etwa in den
Bereichen Leasing, Factoring, Immobilien, kommerzielles Beteiligungsgeschäft, Venture Capital
oder Asset Management, komplettieren das hauseigene Leistungsangebot der LBBW-Gruppe.

28. August 2026 – Seite 5
Kenngrößen des LBBW-Konzerns zum 30.6.2026

Gewinn- und Verlustrechnung
01.01.-
30.06.2026
01.01.-
30.06.2025
Veränderung
Mio. EUR
Mio. EUR
Mio. EUR
%
Zinsergebnis
1.547
1.281
267
21
Provisionsergebnis
354
349
5
1
Bewertungs- und Veräußerungsergebnis
74
336
-262
-78
Sonstiges betriebliches Ergebnis
-4
50
-55
-
Nettoergebnis
1.971
2.016
-45
-2
davon Erträge
2.092
2.123
-30
-1
davon Risikovorsorge
-121
-107
-15
14
Aufwendungen
-1.263
-1.311
48
-4
davon Verwaltungsaufwendungen
-1.197
-1.220
22
-2
davon Bankenabgabe, Einlagen- u. Institutssicherung
-66
-77
11
-15
davon Restrukturierungsergebnis
0
-14
14
-
Konzernergebnis vor Steuern
708
705
3
0
Ertragsteuern
-229
-228
-1
0
Konzernergebnis
479
477
2
0
Differenzen ergeben sich durch Rundung. Den Prozentangaben liegen die genauen Werte zugrunde.

28. August 2026 – Seite 6
Kennzahlen

30.06.2026
30.06.2025
Veränderung
Mrd. EUR
Mrd. EUR
Mrd. EUR
%
Bilanzsumme
358,9
369,0
-10,1
-3
Risikoaktiva
91,7
85,7
6,0
7
Differenzen ergeben sich durch Rundung. Den Prozentangaben liegen die genauen Werte zugrunde.

30.06.2026
30.06.2025
%
%
Harte Kernkapitalquote (CRR III/„phase in”)
16,1
16,6
Gesamtkapitalquote (CRR III/„phase in”)
19,9
21,6

01.01. – 30.06.2026
01.01. – 30.06.2025
%
%
Eigenkapitalrentabilität (RoE)
8,3
8,6
Kosten-Ertrags-Relation (CIR)
60,4
61,8

30.06.2026
31.12.2025
Veränderung

absolut
%
Mitarbeiter
10.722
10.821
-99
-1
Vollzeitäquivalente
9.789
9.890
-101
-1

28. August 2026 – Seite 7
Die Segmente im Überblick

Unternehmenskunden
01.01.-
30.06.2026
01.01.-
30.06.2025
Mio. EUR
Mio. EUR
Zinsergebnis
640
639
Provisionsergebnis
116
114
Bewertungs- und Veräußerungsergebnis
-65
-27
Sonstiges betriebliches Ergebnis
14
15
Nettoergebnis
705
742
davon Erträge
745
764
davon Risikovorsorge
-39
-23
Aufwendungen
-393
-382
davon Verwaltungsaufwendungen
-383
-373
davon Bankenabgabe, Einlagen- u. Institutssicherung
-10
-9
davon Restrukturierungsergebnis
0
0
Ergebnis vor Steuern
312
360

Immobilien/Infrastrukturfinanzierung
01.01.-
30.06.2026
01.01.-
30.06.2025
Mio. EUR
Mio. EUR
Zinsergebnis
467
465
Provisionsergebnis
5
7
Bewertungs- und Veräußerungsergebnis
-80
-97
Sonstiges betriebliches Ergebnis
-21
32
Nettoergebnis
371
407
davon Erträge
445
503
davon Risikovorsorge
-74
-96
Aufwendungen
-200
-217
davon Verwaltungsaufwendungen
-194
-208
davon Bankenabgabe, Einlagen- u. Institutssicherung
-6
-11
davon Restrukturierungsergebnis
0
2
Ergebnis vor Steuern
171
190

28. August 2026 – Seite 8
Kapitalmarktgeschäft
01.01.-
30.06.2026
01.01.-
30.06.2025
Mio. EUR
Mio. EUR
Zinsergebnis
221
19
Provisionsergebnis
70
68
Bewertungs- und Veräußerungsergebnis
225
418
Sonstiges betriebliches Ergebnis
4
7
Nettoergebnis
520
511
davon Erträge
524
509
davon Risikovorsorge
-4
2
Aufwendungen
-334
-324
davon Verwaltungsaufwendungen
-318
-306
davon Bankenabgabe, Einlagen- u. Institutssicherung
-16
-18
davon Restrukturierungsergebnis
0
0
Ergebnis vor Steuern
186
187

Private Kunden/Sparkassen
01.01.-
30.06.2026
01.01.-
30.06.2025
Mio. EUR
Mio. EUR
Zinsergebnis
265
234
Provisionsergebnis
168
162
Bewertungs- und Veräußerungser