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title: "Kunstmuseum Ravensburg Jahresprogramm 2026; Münter-Ausstellung im Fokus"
sdDatePublished: "2026-08-29T12:32:00Z"
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  - "Munich"
  - "Berlin"
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Kunstmuseum Ravensburg Jahresprogramm 2026; Münter-Ausstellung im Fokus

Kunstmuseum - Jahresprogramm 2026

JAHRES-
PROGRAMM
2026

KUNSTMUSEUM RAVENSBURG: JAHRESPROGRAMM 2026

KONTAKT

KUNSTMUSEUM RAVENSBURG

    Burgstraße 9, 88212 Ravensburg
T +49 (0)751 82 2685 Museum
T +49 (0)751 82 2683 Büro
kunstmuseum@ravensburg.de
www.kunstmuseum-ravensburg.de

ÖFFNUNGSZEITEN

 Di 14-18 Uhr
Mi bis So 11-18 Uhr
Do 11-19 Uhr
montags geschlossen, außer feiertags

PRESSE

Überregional

Kristina Groß

T +49 (0)751 82 2684
kristina.gross@ravensburg.de

Regional
Susanne Bentele
T +49 (0)751 82 2682
susanne.bentele@ravensburg.de

KUNSTMUSEUM RAVENSBURG
Das Kunstmuseum Ravensburg wurde 2013 eröffnet und ist das weltweit erste
zertifizierte Museum in Passivhaus-Bauweise. Das Museum wurde unter
anderem mit dem Deutschen Architekturpreis 2013 ausgezeichnet und erhielt
durch die internationale Vereinigung der Kunstkritiker (AICA) die Auszeichnung
»Museum des Jahres 2015«. Die Auszeichnung »Justus Bier Preis für Kuratoren
2020« wurde für die Ausstellung und den Katalog »Mondjäger. Nathalie Djurberg
& Hans Berg im Dialog mit Asger Jorn« (2019/2020) vergeben. Fundament des
Museums ist die Sammlung Selinka. Die Sammlung umfasst Arbeiten des
deutschen Expressionismus sowie der Künstlergruppen CoBrA und SPUR und
ergänzt das Wechselausstellungsprogramm zur Kunst des 20. und 21.
Jahrhunderts.

AUSSTELLUNGEN 2026

BIS 22. MÄRZ 2026
KATHRIN SONNTAG UND GABRIELE MÜNTER. DAS REISENDE AUGE
(EG/1. OG)
GABRIELE MÜNTER. AUFBRUCH IN FORM UND FARBE (2. OG)

11. APRIL BIS 19. JULI 2026
IT'S ALL ABOUT TIME (EG/1./2. OG)

Eröffnung: Freitag | 10.4.2026 | 19 Uhr
Pressekonferenz: Donnerstag | 9.4.2026 | 11 Uhr

8. AUGUST BIS 15. NOVEMBER 2026
ZEITFRAGEN. SAMMLUNG TRIFFT GEGENWART (EG/1. OG)
JANET CARDIFF. THE FORTY PART MOTET (2. OG)

Eröffnung: Freitag | 7.8.2026 | 19 Uhr
Pressekonferenz: Donnerstag | 6.8.2026 | 11 Uhr

5. DEZEMBER 2026 BIS 29. MÄRZ 2027
CHARLOTTE SALOMON. LEBEN? ODER THEATER? (EG/1./2. OG)

Eröffnung: Freitag | 4.12.2026 | 19 Uhr
Pressekonferenz: Donnerstag | 3.12.2026 | 11 Uhr

BILDMATERIAL
Das Bildmaterial ist ausschließlich frei zur Berichterstattung im Rahmen der
jeweiligen Ausstellung. Der Fotonachweis muss erbracht werden. Für die
Zusendung weiterer Abbildungen wenden Sie sich an Kristina Groß:
kristina.gross@ravensburg.de.

BIS 22. MÄRZ 2026

         EG /1. OG

Kathrin Sonntag, The Travelling Eye, 2024, Digitale Bildprojektion auf Basis der Fotografien von Gabriele Münter, mit
freundlicher Genehmigung der Gabriele Münter- und Johannes Eichner-Stiftung, München, Courtesy Kadel Willborn,
Düsseldorf

KATHRIN SONNTAG UND GABRIELE MÜNTER. DAS REISENDE AUGE

In der Ausstellung »Kathrin Sonntag und Gabriele Münter. Das reisende Auge«
treten Fotografien von zwei in Berlin geborenen Künstlerinnen in einen Dialog,
der die zeitliche Differenz von mehr als einem Jahrhundert überbrückt. Kathrin
Sonntag (*1981) hat sich auf eine Reise durch das bisher wenig bekannte
fotografische Werk von Gabriele Münter begeben, um mit Bildern aus ihrem
eigenen fotografischen Archiv auf ausgewählte Fotografien von Münter zu
reagieren. Durch die Gegenüberstellung mit Münters um 1900 entstandenen
Fotografien erzeugt Sonntag einen Resonanzraum in der Gegenwart, verweist
spielerisch auf Korrespondenzen und stimuliert die Lust am Entdecken. Die
Räume voller Echos und Widerhall lenken die Aufmerksamkeit auf die Frage, wie
Münter und Sonntag – und letztlich auch wir − der Welt im Medium der
Fotografie damals und heute begegnen.

In Kooperation mit dem Museum

BIS 22. MÄRZ 2026

         2. OG

Gabriele Münter, Vase mit Äpfeln, 1909, Öl auf Leinwand, 33 × 49 cm, Franz Marc Museum, Kochel a. See, Dauerleihgabe
aus Privatbesitz, © VG Bild-Kunst, Bonn 2025, Foto: Walter Bayer, München

GABRIELE MÜNTER. AUFBRUCH IN FORM UND FARBE

Die monografische Ausstellung widmet sich Gabriele Münter (1877–1962), einer
der bedeutendsten Künstlerinnen des deutschen Expressionismus. Ausgehend
von der Sammlung Selinka des Kunstmuseums liegt ein Schwerpunkt der
Ausstellung auf der Zeit zwischen 1908 und 1914, die zu den produktivsten ihres
Schaffens zählt. Neben der ›expressionistischen Periode‹ vor dem Ersten
Weltkrieg, in der sie die Aktivitäten der Neuen Künstlervereinigung München und
ab 1911 des Blauen Reiters maßgeblich beförderte, gibt die Ausstellung anhand
von rund 50 Arbeiten Einblick in weitere Lebensstationen und
Entwicklungsphasen. »Aufbruch in Form und Farbe« führt die stilistische Vielfalt
und Innovationskraft Gabriele Münters vor Augen und eröffnet facettenreiche
Einblicke in ein bahnbrechendes Œuvre der Klassischen Moderne.

Die Ausstellung wird zusätzlich gefördert durch die

11. APRIL BIS 19. JULI 2026

EG/1./2. OG

Tehching Hsieh, One Year Performance 1980-1981 (Time Clock-Piece), 1980---1981 (Detail), Ausstellungsansicht Neue
Nationalgalerie, Berlin, 2023, © der Künstler, Foto: Noshe/Near Future

IT'S ALL ABOUT TIME

Ein Jahr ist die Zeit, in der die Erde einmal die Sonne umrundet, die Einheit, in
der wir über das Alter sprechen oder über das Vorübergehen der Zeit. Ein Jahr
lang unterwarf sich Tehching Hsieh (*1950 Nanzhou, TW, lebt in New York) der
schwindelerregenden Disziplin, pünktlich zu jeder vollen Stunde die Zeitkarte
einer Stechuhr zu stempeln und parallel ein Selbstporträt aufzunehmen. One
Year Performance 1980–1981 (Time Clock Piece) ist eine der legendärsten und
kompromisslosesten Meditationen über Zeit. Die Ausstellung »It's All About
Time« versammelt insgesamt sechs raumgreifende Arbeiten internationaler
Künstler:innen, die das Vergehen der Zeit sinnlich erfahrbar machen, die
standardisierte Zeitmessung hinterfragen und verschiedene Dimensionen der
Zeiterfahrung ins Bewusstsein rücken. Natürliche Kreisläufe und biologische
Rhythmen treffen auf den Takt des Spätkapitalismus, Rituale setzen das lineare
Zeitempfinden zugunsten einer ausgedehnten Gegenwartserfahrung außer Kraft
und stehen im Kontrast zum Fortschreiten der Lebenszeit. »It's All About Time«
lenkt den Blick auf das komplexe Phänomen Zeit – »[...] nicht als Gegenstand
unseres Wissens, sondern als Dimension unseres Seins« (Merleau-Ponty).

Mit Arbeiten von Jill Baroff, Hans-Peter Feldmann, Rafik Greiss, David Horvitz,
Tehching Hsieh, Alicja Kwade

8. AUGUST BIS 15. NOVEMBER 2026

    EG/1. OG

Edvard Munch, Madonna --- Liebendes Weib, 1895---1902 (Detail), Farblithografie, 79,4 × 57,8 cm, Sammlung Selinka,
Kunstmuseum Ravensburg | Ulrike Rosenbach, Glauben Sie nicht, dass ich eine Amazone bin, 1975/2005 (Still), 1-Kanal
Video, 12:03 Min., © die Künstlerin und VG Bild-Kunst, Bonn 2025

ZEITFRAGEN. SAMMLUNG TRIFFT GEGENWART

Die Sammlung Selinka des Kunstmuseums Ravensburg umfasst Werke des 20.
Jahrhunderts mit einem Schwerpunkt auf dem deutschen Expressionismus, der
sich in Zeiten politischer Umbrüche, neuer künstlerischer Ausdrucksformen und
gesellschaftlicher Wandlungen herausbildete. Die Ausstellungsreihe »Zeitfragen.
Sammlung trifft Gegenwart« bringt ausgewählte Sammlungswerke mit
Gegenwartskunst in einen Dialog und macht Kontinuitäten wie Brüche zwischen
verschiedenen Generationen und Kontexten sichtbar. Die Gegenüberstellung
lädt dazu ein, spielerisch Sammlungsthemen aus neuen Perspektiven zu
betrachten, historische und gesellschaftliche Narrative zu hinterfragen und
aktuelle Diskurse in den Blick zu nehmen.

Mit Arbeiten von Kader Attia, Fiona Banner, Erich Heckel, Ernst Ludwig Kirchner,
Małgorzata Mirga-Tas, Otto Mueller, Edvard Munch, Daniel Richter, Ulrike
Rosenbach, Karl Schmidt-Rottluff, Agnès Varda

8. AUGUST BIS 15. NOVEMBER 2026

         2. OG

Janet Cardiff, The Forty Part Motet, 2001, 40-Kanal Audioinstallation, 14:07 Min., Ausstellungsansicht Baltic Centre for
Contemporary Art, 2012, © die Künstlerin, Foto: Colin Davison

JANET CARDIFF. THE FORTY PART MOTET

Die Soundinstallation »The Forty Part Motet« (2001) der kanadischen Künstlerin
Janet Cardiff (*1957) rückt die skulpturalen Qualitäten von Klang in den
Mittelpunkt und bietet ein einzigartiges räumliches Klangerlebnis.
Ausgangspunkt bildet das polyphone Renaissance-Musikstück »Spem in Alium«,
das Thomas Tallis um 1570 für acht Chöre zu je fünf Stimmen komponiert hat.
Janet Cardiff zeichnete die Stimmen der Sänger:innen auf getrennten
Tonspuren auf und lässt jede Stimme über einen der vierzig im Oval
angeordneten Lautsprecher erklingen. Die eigene Bewegung im Raum bestimmt
das Hörerlebnis und ermöglicht, sich sowohl auf die Intimität unterschiedlicher
Solostimmen zu konzentrieren als auch in die suggestive raumreifende
Komposition als Ganzes eintauchen. Mit Dank an die Tate Modern, London.

5. DEZEMBER 2026 BIS 29. MÄRZ 2027

EG/1./2. OG

Charlotte Salomon, Gouache aus Leben? oder Theater? (M004925), 1940---1942, Gouache auf Papier, 32,5 × 25 cm,
Jewish Museum Amsterdam, © Charlotte Salomon Foundation, Amsterdam | Charlotte Salomon, Leben? oder Theater?,
1940---1942, Ausstellungsansicht Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau München, 2023, © Charlotte Salomon
Foundation, Amsterdam, Foto: Ernst Jank

CHARLOTTE SALOMON. LEBEN? ODER THEATER?

Charlotte Salomons (1917 Berlin – 1943 Auschwitz) außergewöhnliches
Lebenswerk entstand innerhalb von zwei Jahren nach ihrer Flucht aus Berlin im
Jahr 1939 im Exil in Südfrankreich. »Leben? oder Theater?« (1940–1942) ist ein
umfangreiches Konvolut farbmächtiger Gouachen mit drehbuchartigen Szenen
aus Text und Bild. In drei Akte unterteilt verknüpft das Werk Zeichnung und
Malerei mit Elementen aus Literatur, Film, Theater, Musik und Philosophie. Im
Wechsel von Close-Up und Totale verbindet die deutsch-jüdische Künstlerin
autobiografische und fiktive Elemente zu einer virtuosen Neuerzählung ihrer
Lebens- und Familiengeschichte. Die antisemitische Verfolgung und
existenzielle Bedrohung im Nationalsozialismus bilden den Rahmen ihres
sogenannten ›Singespiels‹, das zwischenmenschliche Beziehungen sowie
Fragen nach Schicksal und Selbstbestimmung in den Mittelpunkt rückt. Die
Ausstellung stellt 235 der insgesamt 769 Blätter vor und gibt Einblick in ein
künstlerisches Werk, das durch seine innovative Bildsprache und experimentelle
Erzählstruktur besticht.

In Kooperation mit dem Jewish Museum Amsterdam. Kuratiert von Irene Faber,
eh. Sammlungskuratorin, Jewish Museum Amsterdam; am Kunstmuseum
Ravensburg betreut von Lea Daro.

Kunstmuseum Ravensburg, Foto: Wynrich Zlomke

SPONSOREN KUNSTMUSEUM RAVENSBURG

Das Kunstmuseum Ravensburg wird gefördert von den Premiumsponsoren:
Ravensburger AG, Vetter Pharma-Fertigung GmbH & Co. KG, Baden-
Württembergische Bank, CHG Meridian AG und Georg Reisch GmbH & Co. KG

Weitere Unterstützung durch:
Technische Werke Schussental GmbH & Co. KG, Ministerium für Wissenschaft,
Forschung und Kunst Baden-Württemberg

Die Kunstvermittlung wird gefördert durch:
Freundeskreis des Kunstmuseums Ravensburg, Stiftung Ravensburger Verlag,
Demokratie leben!, Selinka Stiftung