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title: "Mercedes-Benz plant Aktienrückkauf bis zu 58 Millionen Aktien in Stuttgart; Kursstütze erwartet"
sdDatePublished: "2026-08-31T12:07:00Z"
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Mercedes-Benz plant Aktienrückkauf bis zu 58 Millionen Aktien in Stuttgart; Kursstütze erwartet

Marktkommentar_Aktien_International_Update

Börsennews
31. August 2026

Aktien International – Update

Täglicher Marktkommentar aus dem BEKB-Handelsraum

Übersicht

European Futures
Euro Stoxx 50
6'475
- 0.2 %
DAX
26'430
- 0.7 %
CAC 40
8'429
+ 0.2 %
FTSE 100
geschlossen
+ 0.0 %

US-Futures
Dow Jones Industrial
53'442
- 0.3 %
Nasdaq 100
29'428
- 0.2 %
S&P 500
7'702
- 0.3 %

News Europa

Märkte Europa: Zinsen und Ölpreise bremsen
Anleger
Bei steigenden Zinsen am Anleihemarkt und höheren
Ölpreisen
hat
der
europäische
Aktienmarkt
zu
Wochenbeginn einen schweren Stand. Mit recht
ruhigem Handel machte sich auch der Feiertag in
London bemerkbar.
Der Stoxx Europe 600 Real Estate fiel auf das tiefste
Niveau
seit
Mitte
Juli,
während
deutsche
Bundesanleihen auf dem höchsten Niveau seit 15
Jahren
rentieren.
Auch
die
zinssensitiven
Wachstumswerte im Stoxx Europe 600 Technology
wurden von den Anlegern eher verkauft, zumal der
Halbleitersektor am vergangenen Freitag in den USA
Schwäche gezeigt hatte. Fed-Chef Kevin Warsh hatte in
seiner Rede auf der Notenbankkonferenz in Jackson Hole
Zinserhöhungen signalisiert. Ein Schritt im September
gilt am Markt nun als wahrscheinlich. Oben zu finden
waren der Stoxx Europe 600 Oil & Gas und der Stoxx
Europe 600 Chemicals. Beide profitierten von den ersten
Angriffen des US-Militärs auf Ziele im Iran seit Mitte
Juli. Die Ölpreise stiegen und die Hoffnung auf eine
Verlängerung der Sonderkonjunktur im Chemiesektor
durch die schwierige Passage der Strasse von Hormus
nahm wieder zu. Die Ölwerte Eni und Totalenergies
besetzten die EuroStoxx-Spitze. Unten zu finden waren
Siemens Energy nach den Verlusten der KI-Branche an
der Wall Street und in Asien.

www.bekb.ch | Börsennews | 31. August 2026
2

Mercedes Benz: Weiteres Rückkaufprogramm in der
eigenen Aktie
Der deutsche Autobauer Mercedes-Benz will erneut
eigene Aktien in Milliardenhöhe am Markt erwerben und
einziehen.
Innerhalb des neu aufgelegten Programms sollen bis zu
58 Millionen Aktien für bis zu eine Milliarde Euro gekauft
werden. Die zurückgekauften Anteile sollen eingezogen
werden, wie der im Dax notierte Konzern heute Montag in
Stuttgart mitteilte. Mit diesem Schritt steigt der Gewinn
der verbleibenden Aktien und damit in der Theorie auch
der Kurs. Aktienrückkäufe gelten daher als kursstützend.
Sie werden von Unternehmen gerne genutzt, um einen
Teil der Gewinne an Aktionäre weiterzugeben. Anders
als eine Dividende wirkt sich der Schritt aber indirekt
aus.
Der
Autobauer
hatte
Anfang
Juni
ein
Aktienrückkaufprogramm über zwei Milliarden Euro
abgeschlossen. Dabei wurden knapp 38 Millionen eigene
Anteile erworben. Der Durchschnittspreis lag bei etwas
mehr als 53 Euro.
Die
Mercedes-Benz-Papiere
stehen
wegen
der
Branchenkrise wie die der Konkurrenten BMW und
Volkswagen auch stark unter Druck. Der Kurs des
Stuttgarter
Autobauers
sackte
im
bisherigen
Jahresverlauf um etwas mehr als ein Fünftel ab.
Mercedes-Benz ist an der Börse derzeit rund 45
Milliarden Euro wert.

News Übersee

Markt USA: Inflationssorgen drücken Börsen
Inflationssorgen dürften die US-Börsen mit kleinen
Verlusten in die neue Woche starten lassen. Die Futures
auf die grossen Aktienindizes deuten eine etwas leichtere
Eröffnung am Kassamarkt an.
Marktteilnehmer verweisen auf den "falkenhaften"
Auftritt von US-Notenbank-Chairman Kevin Warsh am
letzten Freitag auf dem Notenbankertreffen in Jackson
Hole. Neue Angriffe der US-Streitkräfte auf iranische
Ziele treiben derweil den Öpreis kräftig nach oben, was
Befürchtungen eines beschleunigten Preisauftriebs
ebenfalls neue Nahrung gibt. Aktuell verteuert sich das
Barrel Brentöl um 3,4 % auf 91,05 Dollar.
Wichtige Konjunkturdaten stehen heute Montag nicht
auf
der
Agenda.
Mit
dem
offiziellen
Arbeitsmarktbericht für August wird das Hightlight der
Woche erst am kommenden Freitag veröffentlicht.
Unternehmensseitig ist es zu Wochenbeginn ebenfalls
noch recht ruhig. Aktien der Energiebranche folgen dem
Ölpreis nach oben. Der Kurs von Chevron steigt
vorbörslich um rund 2 %, Exxon Mobil legen um 1,5 %
zu und Halliburton um knapp 3 Prozent. Die Aktien des
Versorgers PG&E sacken um fast 11 % ab. Sie werden
belastet von einem neuen kalilfornischen Gesetz zu
Wald- und Buschbränden, das - anders als von
Gouverneur
Gavin
Newsom
vorgeschlagen
-
Versicherungen weiterhin die Möglichkeit offenhält,
Versorger wegen Schadensforderungen zu verklagen,
die auf solche Grossfeuer zurückgehen. PG&E hat in der
Vergangenheit
durch
veraltete
Stromleitungen
gravierende Waldbrände in Kalifornien verursacht.

Konjunktur China: Industrie schrumpft den zweiten
Monat in Folge
Der offizielle Einkaufsmanagerindex (PMI) für das
verarbeitende Gewerbe stieg zwar auf 49,8 Punkte von
49,2 Punkten im Juli, wie das Statistikamt heute Montag
mitteilte.
Er
blieb
damit
aber
unter
der
Wachstumsschwelle von 50 Punkten. Die Entwicklung
fiel etwas besser aus als erwartet. Von Bloomberg
befragte Experten hatten mit 49,5 Punkten gerechnet. Im
Juli war die Industrieaktivität erstmals seit fünf
Monaten wieder zurückgegangen. Auch ausserhalb der
Industrie
blieb
die
Lage
schwach.
Der
Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungs- und
Bausektor sank auf 49,0 Punkte und verharrte damit
ebenfalls im Schrumpfungsbereich. Im Juli hatte er bei
49,4 Punkten gelegen.
Für Entwarnung sei es noch zu früh, erklärte Zhiwei
Zhang vom Beratungsunternehmen Pinpoint Asset
Management.
Zwar
habe
sich
der
Industrie-PMI
gegenüber Juli verbessert. Da aber beide wichtigen
Indizes unter 50 Punkten lägen, könne noch nicht von
einer wirtschaftlichen Erholung gesprochen werden.
Belastet wird Chinas Industrie unter anderem von
höheren Energiekosten infolge des Konflikts im Nahen
Osten. Grundsätzlich stützen kräftige Exporte die
Wirtschaft. Gefragt sind insbesondere Elektronik und
Komponenten für Anwendungen der Künstlichen
Intelligenz. Im Inland bleibt die Nachfrage dagegen
wegen der anhaltenden Immobilienkrise schwach.

www.bekb.ch | Börsennews | 31. August 2026
3

BYD: Ausweg aus der Flaute führt ins Ausland
Die
Aktie
des
chinesischen
Elektroauto-
und
Batterieentwicklers BYD fällt heute als Reaktion auf die
Ergebnisse für das erste Halbjahr 2026 in Hongkong
deutlich.
BYD meldete für das erste Halbjahr 2026 einen
rückläufigen Umsatz. Heute Morgen reagiert die Aktie
in Hongkong mit einem Abschlag von mehr als sechs
Prozent
auf
rund
86
Hongkong-Dollar.
Der
Auslandsumsatz von BYD übertraf erstmals die
Einnahmen auf dem Heimatmarkt. Dies verdeutlicht,
warum chinesischen Automobilherstellern keine andere
Wahl bleibt, als ihr Glück ausserhalb Chinas zu
versuchen.
Der Auslandsumsatz von BYD im ersten Halbjahr stieg
um 34 % auf rund 27 Milliarden US-Dollar und machte
damit 53 % des Gesamtumsatzes aus. Der Umsatz der
Region Greater China ging dagegen um 31 %
gegenüber dem Vorjahr zurück. Die Ergebnisse zeigen,
wie hart der riesige chinesische Automobilmarkt – in dem
der jährliche Fahrzeugabsatz fast doppelt so hoch ist
wie in den USA – geworden ist. Deshalb orientieren sich
chinesische Automobilhersteller zunehmend in Richtung
Ausland, wo sie höhere Preise für ihre Fahrzeuge
erzielen können, um trotz anhaltender geopolitischer
Risiken profitabel zu wirtschaften.
Dank der höheren Gewinnspannen im Auslandsgeschäft
stieg der Nettogewinn von BYD im zweiten Quartal
2026 im Vergleich zum Vorjahr um 30 % auf 1,22
Milliarden US-Dollar. Im Ausland werden die Fahrzeuge
teilweise für mehr als das Doppelte angeboten.

www.bekb.ch | Börsennews | 31. August 2026
4

QUELLEN

AWP-dpa-AFX-DJN-Reuters-BEKB
IMPRESSUM
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