Peter Kieweg leitet den Pastoralen Raum Vilshofen; er wird zugleich Dekan
zum Auftakt des Pastoralen Raums
- September 2026 800 Jahre Heimgang Franz von Assisi
Pfarrer Gerhard J. Stern Pfarrverband Alkofen Telefon: 08549/398 E-Mail: pfarrverband.alkofen@bistum-passau.de
Pfarrer Anton Haslberger Pfarrverband Ortenburg Liturgie-Beauftragter Telefon: 08542/918906 E-Mail: anton.haslberger@bistum-passau.de
Wir für Sie - im Pastoralen Raum Vilshofen Pfarrer Peter Kieweg Pfarrverband Vilshofen Dekan und Leiter des Pastoralen Raums Telefon: 08541/9672704 E-Mail: peter.kieweg@bistum-passau.de Pfarrer Sebastian Wild Pfarrverband Aldersbach Prodekan und stellv. Leiter des Pastoralen Raums Telefon: 08543/624957 oder 0160/6762648 E-Mail: sebastian.wild@bistum-passau.de Pfarradministrator Joseph Peedikaparambil Thomas Pfarrverband Hofkirchen Telefon: 08545/256 oder 0162/6861684 E-Mail: josephpeedika@gmail.com Pfarradministrator Jojappa Tulimelli Pfarrverband Otterskirchen Telefon: 08546/743 E-Mail: jojappa.tulimelli@bistum-passau.de
Liebe Geschwister im Glauben, verehrte Interessierte am kirchliche Leben!
Das Wort „Pastoraler Raum“ macht seit geraumer Zeit in unserem Bistum die Runde. Viele Fragezeichen waren und sind damit verbunden. Im Mittelpunkt steht dabei oft die Frage: „Was bedeutet das für uns?“ So fragen sich die Hauptamtlichen, deren Einsatzfeld größer wird; so fragen auch die Pfarrer, die keine konkret zuge- wiesenen Mitarbeitenden mehr haben; so fragen freilich nicht zuletzt viele von Ihnen hinsichtlich „unserer Pfarrei“ oder „unseres Pfarrverbandes“, „unserer Gottesdienste“ oder „unseres Pfarr- vikars“ bzw. „unserer Gemeindereferentin“.
Dieses Magazin will ein paar Antworten liefern, vor allem aus einem knapp einjährigen Prozess der Überlegung im Kreis der Hauptamtlichen, wie konkret bei uns „Pastoraler Raum“ gehen kann. Aber freilich: Viele Fragen werden nach wie vor offen bleiben, weil wir Neuland betreten und die Dinge sich entwickeln müssen. Wir alle sind gerufen, Lernende zu sein und zu bleiben: „Wie geht Pastoraler Raum?“, aber mehr noch und tiefer: „Wie geht Kirche in unserer Zeit?“
Wir beginnen diese neue Zeit im 800. Jahr des Heimgangs von einem der größten Reformer und Erneuerer der Kirche: des heiligen Franz von Assisi, zu dem uns per Pilgerreise der Pastorale Raum zuerst führt.
Zeitlich wie räumlich treten wir heraus aus unserem Pastoralen Raum, um mit diesem Abstand franziskanisch fragen zu können: Was ist wesentlich? Was braucht es heute? Dieser Blick über den eigenen Tellerrand bzw. Kirchturm hinaus wird ganz sicher eine der großen Herausforderungen sein. Es braucht ein „zurück zu den Wurzeln“ (die franziskanische Radikalität bezüglich des Evangeliums), es braucht Mut zur Vereinfachung (das schlichte franziskanische Tau) und es braucht aber auch Regelungen (wie das franziskanische Statut).
Sie sind eingeladen: Machen wir uns auf den Weg!
Dekan
Zum Auftakt
Was versteht das Bistum Passau unter einem „Pastoralen Raum“?
Als Pastoraler Raum wird der Zusammenschluss mehrerer benachbarter Pfarrverbände bezeichnet. Der Pastorale Raum hat insbesondere die Aufgabe, ein seelsorgerliches Konzept zu entwickeln und zu gestalten, um eine konstruktive Zusammenarbeit zu ermöglichen. Für diese Aufgabe wird der Pastorale Raum mit Ressourcen ausgestat- tet, einem finanziellen Budget, vor allem aber mit Personal, die unter dem Leiter des Pastoralen Raums und in Koordination mit den Pfarrern bzw. Pfarradministratoren der einzelnen Pfarrverbände zusammenarbei- ten sowie spezifische Bereiche übernehmen.
Wie stehen Dekanat und Pastoraler Raum zueinander?
Im Vilshofener Fall ist es ganz einfach: Dekanat und Pastoraler Raum sind deckungsgleich und umfassen die Pfarrverbände Aldersbach, Alko- fen, Hofkirchen, Ortenburg, Otterskirchen und Vilshofen. In größeren Dekanaten gibt es zwei oder drei Pastorale Räume. Hier ist dann zu unterscheiden zwischen gemeinsamen Dekanatsangelegenhei- ten und den Zuständigkeiten des Pastoralen Raums.
Wer leitet den Pastoralen Raum?
Grundsätzlich ist jeder Pastorale Raum einer Pfarrstelle zugeordnet, die auch namensgebend für den Pastoralen Raum ist. In der Regel heißt dies: Wer Pfarrer dieses Pfarrverbandes ist, wird vom Bischof zugleich zum Leiter des Pastoralen Raums ernannt. Im Vilshofener Fall ist dies Vilshofen und der Vilshofener Pfarrer ist als Leiter des Pastoralen Raums vorgesehen. Er wird zugleich zum Dekan ernannt, wenn, wie in unserem Fall, das Dekanat nur aus einem Pastoralen Raum besteht. Bei größeren Dekanaten ist einer der Pastorale-Raum-Leiter der Dekan, die anderen sind Prodekane. In unserem Fall ist also der Leiter des Pastoralen Raums Pfarrer Peter Kieweg, der zugleich Dekan ist. Pfarrer Sebastian Wild ist Prodekan, was hier die Stellvertretung bedeutet, aber keine eigene Pastorale-Raum-Lei- tung. Der jeweilige Leiter eines Pastoralen Raums hat die Dienst- und Fach- aufsicht für die Pfarrvikare, Kapläne, Diakone sowie hauptamtlichen pas- toralen Mitarbeitenden, die ihm im jeweiligen Pastoralen Raum per Dienstanweisung zugeordnet sind. Fragen & Antworten
Sind Pfarrvikare und Kapläne nun überall?
Ja, Pfarrvikare und Kapläne sind in allen 22 Pfarreien unseres Pastoral- ren Raums einzusetzen und keinem spezifischen Pfarrverband mehr zu- gewiesen. Natürlich gibt es ein paar prägende Umstände, zum Beispiel werden sie weniger anzutreffen sein in Pfarrverbänden, die aufgrund der Pfarreien- und/oder Katholikenzahlen von einem Priester (dem Pfarrer) in der Re- gel „versorgt“ werden können (dies sind die Pfarrverbände Alkofen, Hofkirchen und Otterskirchen). Auch der Wohnsitz hat einen prägenden Charakter, der allerdings in un- serem Fall dadurch relativiert wird, da die vier „Hilfsgeistlichen“ in zwei Pfarrverbänden (Aldersbach und Vilshofen) wohnen, im Pfarrverband Ortenburg und seinen sechs Pfarreien künftig kein weiterer Geistlicher wohnhaft sein wird. Es geht nun nicht darum, einen maximalen Aktionsradius auszureizen, jedoch hat eine erste Gottesdienstzuteilung für den Herbst ergeben, dass es notwendigerweise regen Wechsel geben wird. Dies gilt nicht nur für die Zelebration von Eucharistiefeiern, Taufen oder Requien und Beisetzungen, sondern etwa auch für Gratulationsbesuche.
Und was ist mit den pastoralen Mitarbeitenden?
Auch die Gemeindeassistentin, die Gemeindereferentinnen sowie der Pastoralreferent sind nicht mehr nur für einen Pfarrverband zuständig, sondern für den ganzen Raum. In einem großen Zusammentragen wurden Aufgaben benannt, unter ihnen auch ortsspezifische, denen häufig die vertrauten Gesichter zuge- ordnet bleiben. Es ging und geht weiter aber auch darum, wie effizienter zusammengearbeitet werden kann, sei es durch ein- und dasselbe An- gebot an verschiedenen Orten durch ein- und dieselbe Person oder durch Konzentrierung von denselben Angeboten auf ein Angebot und damit eine Person. Und dazwischen gibt es freilich viele Mittelwege.
Und die Pfarrer und Pfarradministratoren?
Diese bleiben ihren jeweiligen Pfarrverbänden zugeordnet, gehören aber freilich auch der großen „Dienstkonferenz“ an und sind gerufen zur Ko- operation und zur vermehrten Zusammenarbeit, zumal sie keine eigenen hauptamtlich Mitarbeitenden mehr haben. Fragen & Antworten
Welche Rolle spielt das Verwaltungszentrum?
Dem Pastoralen Raum ist ein Verwaltungszentrum zugeordnet. In der Historie haben die Verwaltungszentren die Vorreiterrolle übernommen. Sie decken den finanziellen / betrieblichen Teil im Hintergrund der Pas- toral ab und unterstützen die Pfarrämter und die Kirchenverwaltungen.
Gibt es Änderungen bei den Zuständigkeiten der Pfarrämter?
Neu ist lediglich, dass das Pfarramt in Vilshofen am Amtssitz des Pasto- rale-Raum-Leiters und Dekans zugleich zugleich Pastoralraum- und De- kanatsbüro ist und die diesbezüglichen Zuständigkeiten hier verantwor- tet werden. Für Sie ändert sich jedoch (fast) nichts: Heilige Messen und Ämter wer- den nach wie vor in jenem Pfarramt eingegeben, das für die jeweilige Kirche zuständig ist. Taufen, Trauungen und Sterbefälle werden im je- weils zuständigen Pfarramt gemeldet, denn der Zuständige ist zunächst hierfür weiter der jeweilige Pfarrer und mit ihm „sein“ Pfarrbüro. Lediglich Anmeldungen für Angebote auf Ebene des Pastoralen Raums laufen via das Pastoralraumbüro, wenn es nicht anders angegeben ist.
War vorne nicht von einem finanziellen Budget die Rede?
Richtig. Der Steuerausschuss des Bistums Passau hat entschieden, dass Erträge aus bestimmten diözesanen Geldanlagen den Pastoralen Räumen zur Verfügung stehen, und zwar für pastorale und evangelisie- rende Maßnahmen innerhalb des Pastoralen Raums, dessen vielfältiges Zusammenwirken so gefördert werden soll. Die Dienstkonferenz des Pastoralen Raums, bestehend aus allen Haupt- amtlichen, beschließt nach gewissen diözesanen Vorgaben über den Einsatz der verfügbaren Finanzmittel. Alle Maßnahmen müssen für alle Gläubigen des Pastoralen Raums offen sein; Einschränkungen sind nur kategorial (z. B. nur für Erstkommunionkinder), aber nicht örtlich (z. B. nur von diesen beiden Pfarrverbänden) möglich. Der Einsatz der Gelder soll auf verschiedene pastorale Felder gestreut sein. Es können einerseits Unternehmungen bezuschusst werden, um Teilnehmerbeiträge zu senken. Andererseits werden gemeinsame Kos- ten, die sonst auf bis zu 22 Kirchenstiftungen aufzuteilen wären, aus ei- ner Kasse beglichen werden, was letztlich auch die einzelnen Kirchen- kassen schonen wird. Fragen & Antworten
Beispiel Erstkommunion - was bleibt, was ändert sich?
Wir haben vereinbart, dass jene, die eine hauptamtliche Begleitung wün- schen, sich in das Konzept der Vorbereitung einzugliedern haben, das für den Pastoralen Raum erstellt wurde. Für die Erstkommunionvorbereitung bleibt viel nach wie vor dezentral, allen voran die Erstkommunionfeiern, die in der jeweiligen Pfarrei began- gen werden (außer es legt sich anderes aufgrund der Zahlen nahe). Die katechetische dreiteilige Vorbereitung wird an mehreren Orten angebo- ten. Wir gehen davon aus, dass zuallererst die heimatliche oder heimat- nahe Option gewählt wird. Weitere Aktionen liegen in den Händen der Eltern oder von Ehrenamtlichen, örtlich individuell und so verschieden. In der ganz großen Runde fand bereits der Kick-Off in Schweiklberg statt, ein Auftakt mit knapp 150 Kindern. Und nach allen Erstkommunionfeiern geht es auf Altötting-Fahrt, die als Kinderwallfahrt heuer bereits einen sehr guten Auftakt hatte.
Beispiel Firmung - was bleibt, was ändert sich?
Etwas mehr ändert sich in Sachen Firmung. Hier gibt es mehrere For- mate, in denen die Katechese geschieht: vier Abende, eineinhalb Tage oder eine Firmfahrt. Ortsunabhängig kann jeder Firmling wählen, was ihm am besten taugt. Durch Teilhabe an Liturgie, Sozialem und Gemein- schaft gibt es aber auch Einladungen aus den Ortsgemeinden. Neben einem großen Kick-Off gibt es für alle den Firmlings-Paten-Weg und eine Nacht der Versöhnung. Die Firmfeiern finden allesamt in der Abteikirche Schweiklberg statt, wobei die Firmlinge in der Wahl des Ter- mins bis zu einer Höchstgrenze an zu Firmenden frei sind. Somit können sie nicht nur mit Bekannten aus der Pfarrei, sondern auch aus Schule oder Vereinen gefirmt werden.
Was läuft sonst bereits im Pastoralen Raum?
Die folgenden Seiten geben einen kleinen Überblick über Veranstaltun- gen, die auf Ebene des Pastoralen Raums angeboten werden. Vieles wird einigen bereits bekannt vorkommen als Angebot, dass es bei ihnen schon gab - und jetzt (noch ausdrücklicher) für alle offen ist. Manches ist neu und wird ausprobiert. Anderes steckt noch in der Rubrik „Das könn- ten wir machen…“ Geben wir uns Zeit, aber