Initiative Jugendhilfe legt Grundstein für neue Kindertagesstätte Weichselstraße Bremerhaven Lehe; 120 Plätze statt 76 zuvor
Grundsteinlegung für die neue Kindertagesstätte Weichselstraße – Bremerhaven.de
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Grundsteinlegung für die neue Kindertagesstätte Weichselstraße
Am Freitag, den 28. August 2026, ist in Bremerhaven Lehe der Grundstein für die neue Kindertagesstätte in der Weichselstraße gelegt worden.
„Das Vorhaben ist ein zentraler Baustein für die Betreuungsinfrastruktur im Stadtteil Lehe und markiert zugleich einen wichtigen Schritt im Ausbau der frühkindlichen Bildung in Bremerhaven“, erklärt Stadtrat Martin Günthner, Dezernent für Arbeit, Soziale, Jugend, Familie und Frauen.
Träger der Einrichtung wird die Initiative Jugendhilfe sein. Die neue Kita ersetzt die bisherige Einrichtung an der Bütteler Straße, deren Mietvertrag gekündigt wurde, und bietet künftig 120 Betreuungsplätze – eine deutliche Erweiterung von bisher 76 Plätzen. Davon sind 100 Plätze für Kinder über drei Jahren und 20 Plätze für Kinder unter drei Jahren vorgesehen.
„Mit dem Neubau reagiert die Stadt auf den steigenden Bedarf an Betreuungsplätzen und schafft gleichzeitig moderne Räumlichkeiten, die den Anforderungen an zeitgemäße frühkindliche Bildung gerecht werden. Die Kita wird damit einen wichtigen Beitrag zur Unterstützung von Familien in Lehe leisten und die Bildungslandschaft im Stadtteil nachhaltig stärken“, so Günthner.
Er blickt zurück: „Der Weg zu diesem Tag war nicht immer einfach. Das Vorhaben wurde von Anwohnerinnen und Anwohnern sowie der Initiative „Baumrettung Lehe“ kritisch begleitet.“ Im Mittelpunkt der Bedenken hätten vor allem der gewählte Standort, der Eingriff in den Grün- und Baumbestand, die ökologischen Folgen sowie mögliche Alternativstandorte gestanden. Auch Fragen zur Nachbarschaft und zum Umfeld des Standortes seien aufgerufen worden, eine Petition eingereicht worden. „Ich möchte heute nicht so tun, als sei dieses Vorhaben von Anfang an unumstritten gewesen“, betonte Günthner. „Die Kritik wurde gehört, politisch geprüft und in den Entscheidungsprozess einbezogen – auch wenn sie am Ende nicht zum gewünschten Ergebnis für alle Beteiligten geführt hat.“
Die Stadt Bremerhaven sehe sich in der Verantwortung, Kinderbetreuung und Umweltschutz nicht gegeneinander auszuspielen. „Der notwendige Ausbau der Kita-Plätze muss mit einem möglichst verantwortungsvollen Umgang mit Grün- und Naturflächen einhergehen. Daher werden Ausgleichs- und Schutzmaßnahmen konsequent umgesetzt“, so Günthner.
Günthner dankte abschließend der Initiative Jugendhilfe, der Verwaltung, den Planungsbeteiligten, der Politik und allen, die am Bau mitwirken, für ihr Engagement. „Eine gute Kita entsteht nicht allein durch ein gutes Gebäude, sondern durch engagierte Fachkräfte und die Zusammenarbeit mit den Familien.“
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