Über 80 Verbände im deutschen Bündnis «Zusammen für Demokratie» unterstützen bedrohte Engagierte; Rechtliche, finanzielle oder öffentliche Unterstützung vorgesehen
Über 80 Verbände sagen bedrohten Engagierten Unterstützung zu - Diakonie Schweiz
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Über 80 Verbände sagen bedrohten Engagierten Unterstützung zu
Mehr als 80 Verbände im deutschen Bündnis «Zusammen für Demokratie» haben eine Solidaritätsvereinbarung für Personen und Einrichtungen beschlossen, die wegen ihres Einsatzes für Demokratie und Menschenrechte bedroht oder angegriffen werden. Zu den Unterstützenden gehört auch die Diakonie Deutschland.
Die Vereinbarung soll Hilfe organisieren, wenn etwa Jugend- oder Kulturzentren angegriffen werden, Menschen wegen öffentlicher Äusserungen Hasskampagnen erleben oder Freiwillige bedroht werden. Je nach Situation sind öffentliche Stellungnahmen, rechtliche Hilfe oder finanzielle Unterstützung vorgesehen.
Das Bündnis reagiert damit auf zunehmende Angriffe und Anfeindungen gegen Menschen und Organisationen, die sich für Demokratie und Menschenrechte einsetzen. Betroffene sollen Rückhalt erhalten und ihr Engagement fortsetzen können, statt sich aus Angst zurückzuziehen.
Rüdiger Schuch, Präsident der Diakonie Deutschland, verweist darauf, dass auch Mitarbeitende und Freiwillige der Diakonie Gewaltandrohungen, Angst und Unsicherheit erleben. Dies betreffe beispielsweise die Migrationsberatung und die Arbeit mit Menschen mit Behinderung. «Mit Anfeindungen soll niemand allein umgehen müssen, sondern das wollen wir gemeinsam tun», sagt Schuch.
Die Vereinbarung verbindet Organisationen aus unterschiedlichen Bereichen. Neben Gewerkschaften und den grossen christlichen Kirchen beteiligen sich Sportverbände sowie Menschenrechts-, Sozial- und Umweltorganisationen. Die Beteiligten wollen Unterstützung für bedrohte Bürgerinnen und Bürger sowie Einrichtungen verlässlich gemeinsam organisieren.
Für die diakonische Arbeit ist der Ansatz besonders dort bedeutsam, wo Mitarbeitende oder Freiwillige wegen ihrer Unterstützung von vulnerablen Menschen angefeindet werden. Die Vereinbarung beschreibt einen Weg, Solidarität über einzelne Organisationen hinaus sichtbar zu machen und konkrete Hilfe zu ermöglichen.
Das Bündnis «Zusammen für Demokratie» wurde 2024 gegründet. Es bündelt das Engagement seiner Mitgliedsorganisationen für Demokratie und Menschenrechte.
Ein Bündnis aus Gewerkschaften, Kirchen, Sportverbänden sowie Menschenrechts-, Sozial- und Umweltorganisationen will Menschen und Einrichtungen bei rechtsextremen Angriffen nicht allein lassen. Die Vereinbarung sieht je nach Fall öffentliche, rechtliche oder finanzielle Hilfe vor.