DAX in Deutschland hat Rekordhoch erreicht; Jackson Hole Warsh-Speech treibt Märkte
NORD/LB am Morgen stellt eine Übersicht und Zusammenfassung ausgewählter Berichte und Meldungen dar. Research NORD/LB am Morgen
- August 2026
Research NORD/LB am Morgen 31. August 2026 Marktdaten 28.08.2026 27.08.2026 31.12.2025 Ytd % DAX 26.569,99 26.367,24 24.490,41 8,5 MDAX 33.029,91 32.947,28 30.617,67 7,9 TECDAX 4.119,39 4.104,52 3.622,27 13,7 EURO STOXX 50 6.485,67 6.424,73 5.791,41 12,0 STOXX 50 5.476,04 5.441,59 4.918,02 11,3 DOW JONES IND. 53.559,99 53.569,44 48.063,29 11,4 S&P 500 7.711,76 7.730,99 6.845,50 12,7 MCSI World 4.986,16 4.993,42 4.430,38 12,5 MSCI EM 1.722,14 1.722,80 1.404,37 22,6 NIKKEI 225 66.405,56 66.131,98 50.339,48 31,9 Euro in USD 1,1585 1,1654 1,1745 -1,4 Euro in YEN 185,48 185,72 183,58 1,0 Euro in GBP 0,8558 0,8571 0,8717 -1,8 Bitcoin (USD) 77.729,99 80.156,31 87.598,39 -11,3 Gold (USD) 4.455,11 4.603,40 4.319,37 3,1 Rohöl (Brent ICE USD) 88,10 89,70 60,85 44,8 CO2 Emissionsrechte 82,73 82,42 87,37 -5,3 Bund-Future 123,66 123,93 127,57
Rex 121,78 121,81 124,38
Umlaufrendite 3,23 3,21 2,78
3M Euribor 2,573 2,557 2,026
12M Euribor 2,981 2,956 2,243
Bund-Rendite 10J. 3,279 3,253 2,855
Bund-Rendite 20J. 3,701 3,684 3,383
US-Treasuries 10J. 4,718 4,676 4,167
Quelle: Bloomberg
Charts
Termine Zeit CET Land Indikator für Prognose NORD/LB
Konjunktur
01:50 JP Einzelhandelsumsatz sa M/M Jul 1,7% 01:50 JP Industrieproduktion sa M/M, vorl. Jul P -0,8% 03:30 CN CFLP PMI Manufacturing Aug 49,5 14:00 DE CPI M/M, vorl. Aug P 0,2% 14:00 DE CPI Y/Y, vorl. Aug P 2,9% 14:00 DE HVPI M/M, vorl. Aug P 0,2% 14:00 DE HVPI Y/Y, vorl. Aug P 3,0%
Unternehmen/Sektor
10:00 DE Sto H1 13:00 FI UPM Kymmene a.o. HV
Marktumfeld
Die Importportpreise in Deutschland lagen im Juli 6,8% über Vorjahr (m/m +0,2%), die Ausfuhrpreise stiegen um 4,2% (m/m +0,4%) und ver- zeichneten damit den stärksten Anstieg seit Februar 2023. Treiber wa- ren erneut Vorleistungsgüter und Energie. Die Importpreise für Vorleis- tungsgüter erhöhten sich um 10,2%, Energie verteuerte sich infolge des Iran-Kriegs um 26,4%. Auf der Exportseite verteuterten sich Vorleis- tungsgüter (+6,5%) und Energie (+27,2%) ebenfalls deutlich. Vor allem Mineralölerzeugnisse (+43,2%) legten kräftig zu. Dagegen lagen die Preise für importierte Agrargüter (-2,1%) und Konsumgüter (-0,2%) un- ter dem Vorjahresniveau. Besonders Schweine und Kakao verbilligten sich deutlich. Ohne Energie stiegen die Importpreise y/y um 4,8%.
In der deutschen Chemieindustrie hellt sich die Stimmung deutlich auf. Erstmals seit vier Jahren bewerten die Unternehmen ihre Geschäftslage wieder positiv. Der Ifo-Geschäftsklimaindex sprang im August von -26,3 auf -2,4 Punkte, wobei sowohl die Lagebeurteilung als auch die Erwar- tungen deutlich zulegten. Treiber sind die anhaltende Blockade der Straße von Hormus und dadurch ausgelöste Lieferausfälle in Asien so- wie ein anziehendes Exportgeschäft. Trotz der Belebung belasten hohe Energie- und Standortkosten weiter, weshalb die Unternehmen mit weiterem Personalabbau rechnen. Hoffnung machen staatliche Infra- struktur- und Investitionsprogramme. Die Exporte chemischer Erzeug- nisse stiegen im ersten Halbjahr um 1,4% auf EUR 71,6 Mrd.
Das Geschäftsklima in der Euro-Zone hat sich im August stärker als er- wartet verbessert. Der Indikator der EU-Kommission stieg um 1,3 auf 98,4 Punkte und übertraf damit die Konsenserwartung von 97,5 Zäh- lern. Trotz der Aufhellung liegt das Stimmungsbarometer weiterhin un- ter seinem langfristigen Durchschnitt.
Wochenausblick: Zum Wochenauftakt werden zunächst die Inflations- daten aus Deutschland und der Eurozone das Interesse der Finanz- märkte auf sich ziehen. Im weiteren Verlauf geben Einzelhandelsum- sätze und Einkaufsmanagerindizes diesseits und jenseits des Atlantiks Aufschluss über die konjunkturelle Lage, bevor das Beige Book und der ISM-Index für den US-Dienstleistungssektor folgen. Den Höhepunkt der Woche markiert der US-Arbeitsmarktbericht am Freitag. Unsere Prog- nose lässt eine schwächere Beschäftigungsdynamik erwarten, die ins- besondere an den Renten- und Devisenmärkten für Bewegung sorgen könnte. Renten- und Aktienmärkte
Die Rentenmärkte reagierten mit leichten Kursverlusten auf die Rede des neuen US-Notenbankchefs Kevin Warsh, in der er die Möglichkeit von Leitzinserhöhungen nicht ausgeschlossen hat.
Der DAX hat am Freitag einen neuen Rekordstand erreicht. Rückenwind kam von den Aussagen von Kevin Warsh beim Notenbanktreffen in Jackson Hole. Die Märkte werteten die robuste Einschätzung der US- Wirtschaft positiv, obwohl Warsh die Inflationsrisiken erneut in den Vordergrund rückte und einen möglichen Handlungsbedarf der Fed bei anhaltendem Preisdruck betonte. Kräftige Kursgewinne bei den deut- schen Autobauern nach einem positivem Analystenkommentar sorgten für zusätzliche Unterstützung.
DAX +0,77%; MDAX +0,25%; TecDAX +0,36%
Auch an der Wall Street stand die Warsh-Rede im Fokus. Allerdings rich- tete sich hier das Augenmerk mehr auf den Aspekt möglicher Leitzins- erhöhungen. Dies belastete die Stimmung und sorgte für leicht rückläu- fige Kurse.
Dow Jones -0,02%; S&P 500 -0,25%; Nasdaq Comp. -0,52%
Diese aufkommenden Zinssorgen in Kombination mit einer erneuten militärischen Eskalation im Nahen Osten belasteten heute Morgen auch die asiatischen Börsen. Unternehmen
Der österreichische Baukonzern Strabag hat in H1 die Bauleistung um 12% auf knapp EUR 10 Mrd., das operative Ergebnis (EBIT) um 35% auf EUR 174,4 Mio. und den Nettogewinn um 25% auf EUR 119,1 Mio. ge- steigert. Der Auftragsbestand kletterte um 27% auf einen Rekordwert von knapp EUR 36 Mrd. Rückenwind kam vor allem aus dem Infrastruk- turgeschäft, insbesondere Energie- und Bahnprojekten. Aufgrund die- ser Auftragspipeline rechnet das Management für 2026 nun mit einer Bauleistung von nahezu EUR 23 Mrd. (bisher: EUR 22 Mrd.) und einer EBIT-Marge von 5,5% bis 6,0% (zuvor: 5,0% bis 5,5%). Rohstoffe
Die erneuten Angriffe im Nahen Osten sorgten heute Nacht für sprung- haft gestiegene Ölpreise. Brent kletterte um knapp 3% auf USD 90,60 und WTI um 2,5% auf USD 85,52 je Barrel (159 Liter).
Weitergabe am: 31.08.2026 06:45:04
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Research NORD/LB am Morgen 31. August 2026 Wichtige Hinweise: Dieses Informationsschreiben (nachfolgend als „Information“ bezeichnet) ist von der NORDDEUTSCHEN LANDESBANK GIROZENTRALE („NORD/LB“) erstellt wor- den. Die für die NORD/LB zuständigen Aufsichtsbehörden sind die Europäische Zentralbank („EZB“), Sonnemannstraße 20, D-60314 Frankfurt am Main, und die Bundesanstalt für Finanzdienstleitungsaufsicht („BaFin“), Graurheindorfer Str. 108, D-53117 Bonn und Marie-Curie-Str. 24-28, D-60439 Frankfurt am Main. So- fern Ihnen diese Information durch Ihre Sparkasse überreicht worden ist, unter- liegt auch diese Sparkasse der Aufsicht der BaFin und ggf. auch der EZB. Eine Über- prüfung oder Billigung dieser Information oder der hierin beschriebenen Pro- dukte oder Dienstleistungen durch die zuständige Aufsichtsbehörde ist grund- sätzlich nicht erfolgt. 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