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title: "Ghazal Abdollahi zeichnet Porträts von Frauen im Exil auf Kaffeefiltern in Frankfurt am Main; Moderiertes Gespräch um 18 Uhr"
sdDatePublished: "2026-08-31T11:29:00Z"
source: "https://www.proasyl.de/pressemitteilung/pro-asyl-ausstellung-kuenstlerin-ghazal-abdollahi-zeichnet-portraets-von-frauen-im-exil-auf-kaffeefiltern/"
topics:
  - name: "art exhibition"
    identifier: "medtop:20001135"
  - name: "women"
    identifier: "medtop:20001327"
  - name: "refugees and internally displaced people"
    identifier: "medtop:20000645"
  - name: "human rights"
    identifier: "medtop:20000592"
locations:
  - "Berlin"
  - "Frankfurt am Main"
  - "Germany"
  - "Iran"
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Ghazal Abdollahi zeichnet Porträts von Frauen im Exil auf Kaffeefiltern in Frankfurt am Main; Moderiertes Gespräch um 18 Uhr

PRO-ASYL-Ausstellung: Künstlerin Ghazal Abdollahi zeichnet Porträts von Frauen im Exil auf Kaffeefiltern | PRO ASYL

PRO-ASYL-Ausstellung: Künstlerin Ghazal Abdollahi zeichnet Porträts von Frauen im Exil auf Kaffeefiltern

Mit einer Aus­stel­lung von Wer­ken der ira­ni­schen Exil­künst­le­rin Ghazal Abdol­lahi am 5. Sep­tem­ber betei­ligt sich PRO ASYL an den dies­jäh­ri­gen Tagen des Exils in Frank­furt. Einen Tag lang sind ihre Por­träts von geflüch­te­ten Frau­en, die sie auf ein­fa­che Kaf­fee­fil­ter aus Papier gezeich­net hat, zu sehen – und tags­über und am Abend kön­nen Inter­es­sier­te mit der Künst­le­rin ins Gespräch kommen.

Die Idee, Por­träts auf Kaf­fee­fil­ter zu zeich­nen, ent­stand im Iran, als die Künst­le­rin ihre Mut­ter, die Foto­jour­na­lis­tin und Frau­en­rechts­ak­ti­vis­tin Ali­y­eh Motal­lebzadeh, im berüch­tig­ten Evin-Gefäng­nis besuch­te. Dort traf sie auch ande­re poli­ti­sche Gefan­ge­ne und dach­te: Mit die­sen Frau­en wür­de ich in einer frei­en Welt gern einen Kaf­fee trin­ken gehen.

Die­ses Kon­zept hat die jun­ge Künst­le­rin unter dem Mot­to „Frau­en im Exil zwi­schen Gewalt, Wider­stand und Zukunft“ für PRO ASYL auf Frau­en über­tra­gen, die ihre Hei­mat ver­las­sen muss­ten, in Deutsch­land im Exil leben und sich poli­tisch und gesell­schaft­lich enga­gie­ren. Frau­en flie­hen vor Krieg, vor Regi­men, die sie als Frau­en kri­mi­na­li­sie­ren; sie flie­hen vor sexua­li­sier­ter Gewalt in Krie­gen und Kon­flik­ten, vor Zwangs­ver­hei­ra­tung und weib­li­cher Geni­tal­ver­stüm­me­lung. Auch auf der Flucht und im Exil erle­ben Frau­en wei­ter (sexua­li­sier­te) Gewalt, pre­kä­re Lebens­be­din­gun­gen, Repres­si­on, Abhän­gig­kei­ten und vie­les mehr. All das kommt in öffent­li­chen Dis­kus­sio­nen oft zu kurz. Mit der Aus­stel­lung wol­len PRO ASYL und Ghazal Abdol­lahi den Frau­en im Exil mehr Sicht­bar­keit verschaffen.

Auch Ghazal Abdol­lahi selbst muss­te flie­hen, jetzt lebt die Künst­le­rin, Foto­gra­fin und Autorin im Exil in Ber­lin. Ihr Pro­test im Herbst 2022 wäh­rend der „ Frau, Leben, Frei­heit “ -Bewe­gung im Iran zwang sie zur Flucht nach Deutschland.

PRO ASYL betei­ligt sich mit der Aus­stel­lung am zwei­wö­chi­gen Pro­gramm der Tage des Exils in Frank­furt am Main, eine Initia­ti­ve der Kör­ber-Stif­tung in Koope­ra­ti­on mit dem Deut­schen Exil­ar­chiv 1933–1945 der Deut­schen Natio­nal­bi­blio­thek in Frank­furt am Main.

Infor­ma­tio­nen – Die Aus­stel­lung von Ghazal Abdol­lahi ist zu sehen am Sams­tag, 5. Sep­tem­ber, von 11 bis 19 Uhr im Mas­sif Cen­tral , Beth­mann­stra­ße 7–9, in der Innen­stadt von Frank­furt am Main. Der Ein­tritt ist frei.

- Die Künst­le­rin ist tags­über in der Aus­stel­lung ansprech­bar, ein mode­rier­tes Gespräch mit ihr beginnt um 18 Uhr (in eng­li­scher Sprache). Foto­ma­te­ri­al Wenn Sie Foto­ma­te­ri­al benö­ti­gen, mel­den Sie sich bit­te unter presse@proasyl.de