Statistisches Amt des Saarlandes meldet Inflationsrate Saarland August 2026 3,3 Prozent; Dramatischer Anstieg bei Heizöl um 45,6%.

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Medieninfo vom: PressRelease vom 31.08.2026

Inflationsrate im Saarland im August bei 3,3 Prozent

Nach Angaben des Statistischen Amts des Saarlandes stiegen die Verbraucherpreise im August 2026 gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat um 3,3 Prozent. Die endgültige Teuerungsrate für den Vormonat Juli 2026 lag bei 3,2 Prozent. Gegenüber dem Vormonat stieg der Verbraucherpreisindex um 0,3 Prozent und erreichte einen Wert von 125,8 (Basisjahr 2020 = 100).

Ein massiver Preisanstieg war im Berichtsmonat August bei Heizöl zu verzeichnen. Die Preise stiegen im Betrachtungszeitraum um 45,6 Prozent.

Die Benzinpreise sind im August spürbar um 38,6 Prozent gestiegen.

Brennholz, Holzpellets und vergleichbare Brennstoffe zeigten eine Preissteigerung von 16,1 Prozent gegenüber dem August des Vorjahres.

Im Saarland wurden im August 2026 aber auch erneut Preisrückgänge in einzelnen Energiebereichen beobachtet. Die Strompreise verzeichneten einen Rückgang von 6,1 Prozent, Erdgas um 2,5 Prozent und Fernwärme um 6,4 Prozent.

Ohne die Berücksichtigung der gesamten Energiepreise stiegen die Verbraucherpreise im August 2026 im Saarland im Vergleich zum Vorjahresmonat um 2,0 Prozent.

Im August 2026 verzeichneten Verbraucherinnen und Verbraucher im Saarland im Durchschnitt eine Preissteigerung von 0,7 Prozent bei Nahrungsmitteln im Vergleich zum Vorjahresmonat. Damit lag die Teuerungsrate bei Lebensmitteln den sechsten Monat in Folge deutlich unter der Gesamtinflation.

Im Bereich Fleisch und Fleischwaren betrug die Preissteigerung 1,7 Prozent. Die Preise für Fisch, Fischwaren und Meeresfrüchte stiegen im Betrachtungszeitraum um 1,5 Prozent.

Trotz des saisonalen umfangreichen Angebots lagen die Preise für Obst (+ 1,5 Prozent) und Gemüse (+4,8 Prozent) im August über dem Vorjahresniveau.

Die Preise für Molkereiprodukte und Eier sanken im selben Zeitraum um 4,1 Prozent.

Besonders bei Speisefetten und Speiseölen ist ein Preisrückgang von 15,2 Prozent zu verzeichnen.

Preise für Bekleidung und Schuhe sind im Betrachtungszeitraum im Vergleich zum Vorjahresmonat gleich geblieben (0,0 Prozent).

Die Preise für Schulsachen haben sich zuletzt erhöht und belasten damit insbesondere zum Schuljahresbeginn die Haushaltsbudgets von Familien im Saarland. Schreibwaren verteuerten sich im Betrachtungszeitraum um 3,0 Prozent, Schul- und Lehrbücher wurde um 2,3 Prozent teurer. Die Preise für Schulranzen ging dagegen um 5,0 Prozent zurück.

Sowohl für Gaststättendienstleistungen (+ 2,7 Prozent) als auch für Übernachtungen (+ 4,4 Prozent) zahlten Verbraucherinnen und Verbraucher höhere Preise als im Vorjahresmonat.

Im Gastronomiebereich stiegen die Preise für Speisen und Getränke in Restaurants und Gaststätten im Vergleich zum Vorjahr um 2,0 Prozent.

Foto: KI - Statistisches Amt

Die Medieninfo enthält vorläufige Ergebnisse der Berechnungen zum saarländischen Verbraucherpreisindex. Endgültige Ergebnisse werden mit dem Statistischen Bericht MI2 im Internet veröffentlicht (www.statistik.saarland.de).

Eine Inflationsrate (Veränderung des Verbraucherpreisindexes) von 2,0 Prozent bedeutet vereinfacht gesagt, dass ein Verbraucher für einen unveränderten Warenkorb, der vor einem Jahr z. Bsp. 1 000 Euro gekostet hat, heute 20 Euro oder 2,0 Prozent mehr ausgeben müsste. Dieser Warenkorb beinhaltet nahezu alle Waren und Dienstleistungen, die von privaten Haushalten gekauft werden. Neben Nahrungsmitteln und Getränken sind Wohnungsmieten ebenso enthalten wie Bekleidungsartikel, Urlaubsreisen oder Friseurdienstleistungen. Preissteigerungen bei einer Reihe von Gütern stehen stets auch Preissenkungen bei anderen gegenüber. Die Preisentwicklung der einzelnen Güter wird bei der Ermittlung des Verbraucherpreisindexes entsprechend den jeweiligen Ausgabenanteilen eines Durchschnittshaushaltes berücksichtigt.