Sportjugend Rheinland-Pfalz fordert Freiwilligendienste-Stärkungsgesetz in Deutschland; Deckelung aufgehoben und höheres Taschengeld

Freiwilligendienste absichern: Forderung nach einem Freiwilligendienste-Stärkungsgesetz - Sportjugend

Stärkere Förderung der pädagogischen Begleitung

Stipendium für junge Menschen aus finanziell schwächeren Familien

Bessere Anerkennung im Bildungs- und Ausbildungssystem

Vollständige Anrechnung auf Wehr- bzw. Zivildienst

Jugendfreiwilligendienste absichern: Forderung nach einem Freiwilligendienste-Stärkungsgesetz

Freiwilligendienste leisten einen wichtigen Beitrag für unsere Gesellschaft – auch im Sport. Doch ihre Zukunft braucht verlässliche Rahmenbedingungen. Ein breites Bündnis unter Beteiligung der Sportjugend Rheinland-Pfalz fordert deshalb ein Freiwilligendienste-Stärkungsgesetz. Im Mittelpunkt stehen mehr Planungssicherheit, bessere finanzielle Rahmenbedingungen, Chancengerechtigkeit und eine stärkere Anerkennung des Engagements junger Menschen.

Klar ist: Wenn Freiwilligendienste insgesamt gestärkt werden sollen, müssen alle Dienste in den Blick genommen werden. Genau hier setzt das gemeinsame Forderungspapier der verbandlichen Zentralstellen an. Es fordert parallel zum geplanten Bundesgesellschaftsdienstegesetz ein Freiwilligendienste-Stärkungsgesetz , das insbesondere die Jugendfreiwilligendienste absichert und weiterentwickelt.

Freiwilligendienste sind ein Gewinn für die Gesellschaft

Freiwilligendienste sind fest in der Zivilgesellschaft verankert. Sie schaffen Möglichkeiten für junge Menschen, sich einzubringen, Verantwortung zu übernehmen und wertvolle Erfahrungen für ihren weiteren Bildungs- und Berufsweg zu sammeln. Gleichzeitig leisten Freiwillige einen wichtigen Beitrag für Einrichtungen und Organisationen wie z.B. Schulen und Vereine.

Damit diese Erfolgsgeschichte fortgeschrieben werden kann, braucht es vor allem mehr Planungssicherheit, Chancengerechtigkeit, Anerkennung und bessere Zugänge. Ziel ist es, die Zahl der Plätze ausbauen zu können, die Qualität der pädagogischen Begleitung zu sichern und die Freiwilligendienste für junge Menschen attraktiver zu machen.

Was soll ein Freiwilligendienste-Stärkungsgesetz leisten?

Die Forderungen richten sich sowohl an den Bund als auch an die Länder .

die Finanzierung der Freiwilligendienste dauerhaft sichern und die bisherige Deckelung der Fördermittel aufheben,

damit den Ausbau von Freiwilligendienstplätzen ermöglichen,

die Bundesförderung für die pädagogische Begleitung in den Inlands-Freiwilligendiensten auf bis zu 400 Euro und im IJFD auf bis zu 700 Euro anheben,

weitere Kosten für Öffentlichkeitsarbeit, Information und Beratung sowie Bewerbungs-, Vermittlungs- und Ehemaligenarbeit als förderfähig anerkennen,

ein staatlich bezuschusstes höheres Taschengeld ermöglichen,

jungen Menschen aus finanziell schwächeren Familien ein steuer- und sozialversicherungsfreies Stipendium ermöglichen,

und den Freiwilligenausweis als Deutschlandticket anerkennen.

Ein weiterer zentraler Punkt: Ein bereits geleisteter oder aktuell absolvierter Freiwilligendienst soll vollumfänglich auf einen Wehr- oder Zivildienst angerechnet werden können .

Auch die Länder sind gefragt

Ein Freiwilligendienst darf nicht davon abhängen, in welchem Bundesland man lebt. Deshalb formuliert das Forderungspapier auch konkrete Erwartungen an die Länder.

Dazu gehören unter anderem gemeinsame Taschengeld-Zuschüsse mit dem Bund sowie eine bessere Anerkennung von Freiwilligendiensten im Bildungs- und Ausbildungssystem. So sollen Freiwilligendienste beispielsweise auf Ausbildungszeiten und Pflichtpraktika angerechnet werden können. Auch bei Wartesemestern wird eine bundeseinheitliche Regelung gefordert: Sechs Monate Freiwilligendienst sollen als zwei, zwölf Monate als vier Wartesemester zählen. Zudem soll ein zwölfmonatiger Freiwilligendienst als praktischer Teil der Fachhochschulreife anerkannt werden.

Chancengerechtigkeit statt Freiwilligendienst als Privileg

Ein Freiwilligendienst muss für junge Menschen unabhängig von ihrer finanziellen Situation erreichbar sein. Gerade das ist ein zentraler Punkt der Forderungen.

Denn Engagement darf nicht daran scheitern, dass Fahrtkosten, Lebenshaltungskosten oder ein zu niedriges Taschengeld eine Teilnahme faktisch unmöglich machen. Gefordert werden deshalb bessere finanzielle Rahmenbedingungen, ein höheres Taschengeld, zusätzliche Unterstützung für junge Menschen aus finanziell schwächeren Familien und kostenlose Mobilität.

Ein starkes Signal für den Sport

Auch für den organisierten Sport sind verlässliche Freiwilligendienste von großer Bedeutung. Freiwillige übernehmen Verantwortung, unterstützen Angebote für Kinder und Jugendliche und sammeln gleichzeitig wichtige Erfahrungen in der Vereins- und Bildungsarbeit.

Damit diese Möglichkeiten erhalten und ausgebaut werden können, braucht es verlässliche finanzielle Rahmenbedingungen und eine angemessene Anerkennung des Engagements. Das Forderungspapier macht deshalb deutlich: Freiwilligendienste sind keine kurzfristige Zusatzaufgabe, sondern ein wichtiger Bestandteil einer starken Zivilgesellschaft. Sie fördern Teilhabe, Bildung, Engagement und gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Wer junge Menschen für Engagement gewinnen und den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken will, muss Freiwilligendienste stärken.

Die wichtigsten Forderungen auf einen Blick

Tag Tag Dauerhafte und auskömmliche Finanzierung

Export Export Aufhebung der Fördermittel-Deckelung

Traffic-cone Traffic-cone Ausbau der Freiwilligendienstplätze

Users Users Stärkere Förderung der pädagogischen Begleitung Gib deinen Inhalt ein

Database Database Höheres, staatlich bezuschusstes Taschengeld Gib deinen Inhalt ein

Graduation-cap Graduation-cap Stipendium für junge Menschen aus finanziell schwächeren Familien Gib deinen Inhalt ein

Credit-card Credit-card Deutschlandticket für Freiwillige Gib deinen Inhalt ein

Newspaper Newspaper Bessere Anerkennung im Bildungs- und Ausbildungssystem Gib deinen Inhalt ein

Back-in-time Back-in-time Vollständige Anrechnung auf Wehr- bzw. Zivildienst Gib deinen Inhalt ein

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