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title: "VDV-KANTAR ÖPNV-Kundenbefragung Berlin; 77% befürworten Videoüberwachung, 74% unterstützen Ticketkontrollen"
sdDatePublished: "2026-08-31T08:12:00Z"
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VDV-KANTAR ÖPNV-Kundenbefragung Berlin; 77% befürworten Videoüberwachung, 74% unterstützen Ticketkontrollen

Berlin, den 31. August 2026
Sicherheit braucht Präsenz, Schutz und Finanzierung
ÖPNV-Kundenbefragung zeigt: Hohe Zustimmung der Fahrgäste
zu Videoüberwachung und Ticketkontrollen –
2. ÖPNV-Sicherheitskonferenz am 5. und 6.10. in Berlin
Alle zwei Jahre befragt das unabhängige Meinungsforschungsinstitut KANTAR in
einer bundesweit repräsentativen Befragung im Auftrag des VDV die Fahrgäste
nach ihrer Zufriedenheit mit dem ÖPNV. Dieses Jahr gab es erstmals eine
Sonderauswertung zum Thema Sicherheit. Die Befragung der insgesamt 2 213
Kundinnen und Kunden des ÖPNV ergab dabei eine hohe Zustimmung zu
zentralen Sicherheitsmaßnahmen im ÖPNV: 77 Prozent der Befragten sprechen
sich für eine Videoüberwachung im ÖPNV aus, 74 Prozent sind dafür, dass
regelmäßige Ticketkontrollen durchgeführt werden. Besonders stark prägen der
Sicherheits- und Abschreckungsnutzen sowie konkrete Maßnahmen bei
Kontrollen die Wahrnehmung der Fahrgäste. Etwaige Datenschutzbedenken sind
zwar vorhanden, prägen die Bewertung jedoch deutlich schwächer als das
Sicherheitsgefühl, die Schutzwirkungen und die Kontrollakzeptanz.
„Persönliche Sicherheit ist ein zentrales Leistungsversprechen des ÖPNV – gegenüber
den Fahrgästen ebenso wie gegenüber den Beschäftigten der Verkehrsunternehmen.
Die Ergebnisse des VDV-Kundenbarometers zeigen, dass Sicherheitsmaßnahmen im
öffentlichen Verkehr auf hohe Zustimmung stoßen. Für die Branche ist das ein klarer
Auftrag, Sicherheit sichtbar, wirksam und personell verlässlich zu gestalten. Das
erfordert auch eine verlässliche Finanzierung, denn Sicherheitsmaßnahmen kosten
Geld, das Bund und Länder bereitstellen müssen. Genau darüber müssen wir
gemeinsam mit Politik, Behörden und Unternehmen sprechen – bei der 2. ÖPNV-
Sicherheitskonferenz am 5. und 6. Oktober 2026 in Berlin“, sagt Ingo Wortmann, VDV-
Präsident. Dass die persönliche Sicherheit nicht nur ein entscheidendes Versprechen
für die Fahrgäste in Bus und Bahn, sondern auch ein wesentlicher Faktor für die
Mitarbeitenden der Verkehrsunternehmen ist, steht in diesem Jahr besonders im
Fokus von Branche und Politik. Nach der Auftaktveranstaltung im Mai 2025 geht es bei
Pressemitteilung

der 2. ÖPNV-Sicherheitskonferenz um die aktuelle Lage, um neue Erkenntnisse aus
den vergangenen Monaten sowie um den Austausch über Herausforderungen und
Lösungsansätze. „Sicherheitsmaßnahmen, zusätzliche Präsenz, Qualifizierung und
technische Ausstattung sind nicht zum Nulltarif zu haben. Wenn Sicherheit im ÖPNV
dauerhaft gestärkt werden soll, müssen Bund und Länder dafür die finanziellen
Voraussetzungen schaffen“, so Wortmann.
Personal: Schutz schafft Vertrauen
Für die Branche ist besonders wichtig, dass Sicherheitsmaßnahmen nicht nur aus
Sicht der Fahrgäste, sondern auch mit Blick auf die Beschäftigten betrachtet werden.
Die Sonderauswertung zeigt, dass Bodycams oder der Einsatz von zwei
Mitarbeitenden insbesondere mit dem Schutz des Kontrollpersonals verbunden
werden. Zugleich wird deutlich: Je positiver das Auftreten des Kontrollpersonals
wahrgenommen wird, desto höher ist auch die Zustimmung zu Ticketkontrollen.
Sicherheit ist damit immer auch eine Frage von Präsenz, Professionalität und
personeller Ausstattung. „Sicherheit im ÖPNV braucht klare Zuständigkeiten,
wirksame Maßnahmen und gut vorbereitete Beschäftigte. Wer mehr Schutz für
Fahrgäste und Mitarbeitende will, muss Prävention, Qualifizierung und konkrete
Unterstützung im Betriebsalltag zusammendenken. Es geht um Sicherheit im
Fahrzeug, an Haltestellen und in der Infrastruktur. Und es geht darum, die Menschen
zu schützen, die täglich Verantwortung für Mobilität übernehmen. Dafür braucht es
auch die finanzielle Unterstützung von Bund und Ländern“, so Wortmann.
Maßnahmen: unterschiedliche Wirkung
Die Ergebnisse des Kundenbarometers zeigen außerdem, dass unterschiedliche
Sicherheitsmaßnahmen unterschiedliche Funktionen erfüllen. Videoüberwachung
wird vor allem mit Sicherheits- und Abschreckungswirkung verbunden. Bodycams
oder Zwei-Personen-Teams stehen stärker für den Schutz des Kontrollpersonals.
Ticketkontrollen werden insbesondere mit konsequentem Vorgehen verknüpft. Daraus
ergibt sich für die Verkehrsunternehmen die Aufgabe, Sicherheitskonzepte
differenziert und lagebezogen weiterzuentwickeln. Ergänzend rückt die 2. ÖPNV-
Sicherheitskonferenz einen zweiten Themenblock in den Fokus: die Sicherheit in der
Mobilitätsinfrastruktur. Angesichts der wachsenden Anforderungen an die
Absicherung kritischer Infrastruktur gegen unterschiedliche Formen von Angriffen
gewinnt dieser Aspekt für Verkehrsunternehmen, Aufgabenträger und Politik weiter an
Bedeutung. Die Veranstaltung beleuchtet damit sowohl die Sicherheitslage im
unmittelbaren Fahrgast- und Betriebsumfeld als auch die Resilienz der Infrastruktur.
Konferenz: Austausch ermöglicht Lösungen
Die 2. ÖPNV-Sicherheitskonferenz richtet sich an Mitarbeitende aus
Verkehrsunternehmen und Verkehrsverbünden ebenso wie an Akteure aus Behörden,
Sicherheitsorganisationen, sozialen Einrichtungen sowie an Industrie und
Dienstleister, die mit Security im ÖPNV befasst sind. Neben Fachvorträgen und
Diskussionen bietet die Konferenz Raum für den Austausch untereinander und mit den

Referierenden. Ziel ist es, Perspektiven zusammenzuführen, Praxisbeispiele sichtbar
zu machen und tragfähige Ansätze für mehr Sicherheit im Nahverkehr
weiterzuentwickeln. Der VDV sieht in der Konferenz deshalb einen wichtigen Ort für
Übersicht über die aktuelle Lage, für Praxisbeispiele und für Debatten zur Security im
Nahverkehr. „Klar ist: Mehr Sicherheit braucht nicht nur gute Konzepte und
abgestimmte Maßnahmen, sondern ebenso eine verlässliche Finanzierung. Bund und
Länder müssen die dafür notwendigen Mittel bereitstellen“, so Wortmann.
Weitere Informationen zur 2. ÖPNV-Sicherheitskonferenz sind hier verknüpft.
Verband Deutscher Verkehrsunternehmen e. V. (VDV)
Lars Wagner · Pressesprecher · T 030 399932-14 · wagner@vdv.de
Eike Arnold · stv. Pressesprecher · T 030 399932-19 · arnold@vdv.de
Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) ist der Branchenverband des öffentlichen Personen-
und Schienengüterverkehrs mit rund 700 Mitgliedsunternehmen. Branche und Branchenverband sorgen für
mehr klimaschonende Beförderung und Transport von Menschen und Gütern bei weniger Verkehr.
Die Mitgliedsunternehmen des VDV spielen eine entscheidende Rolle für den Wirtschaftsstandort
Deutschland und bei der Lösung verkehrlicher Herausforderungen. Nachdem die Fahrgastzahlen im
öffentlichen Personennahverkehr pandemiebedingt zurückgegangen waren, steigt die Nachfrage seit dem
Jahr 2022 wieder an. Die VDV-Mitgliedsunternehmen befördern jeden Tag 24 Millionen Fahrgäste in
Deutschland mit Bus und Bahn und ersparen damit 17 Millionen Autofahrten. Zuletzt transportierten die VDV-
Unternehmen im öffentlichen Schienengüterverkehr 360 Millionen Tonnen Güter. Das ersetzt am Tag rund
60.000 voll beladene Lkw auf deutschen Straßen. Durch ihre Verkehrsleistung sparen Busse und Bahnen
zehn Millionen Tonnen Treibhausgasemissionen jährlich ein.

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