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title: "ZDH fordert höhere ÜLU- und ÜBS-Fördermittel in Deutschland; Nötige Erhöhung auf 55 Mio Euro 2027"
sdDatePublished: "2026-08-31T11:23:00Z"
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ZDH fordert höhere ÜLU- und ÜBS-Fördermittel in Deutschland; Nötige Erhöhung auf 55 Mio Euro 2027

ÜLU und ÜBS | ZDH

ZDH Dr. Peter Weiss Bereichsleiter Bereich Gewerbeförderung +49 30 20619-320 dr.weiss@zdh.de

Stärkung der beruflichen Bildung im Handwerk!

Die berufliche Bildung des Handwerks ist entscheidend für die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit unseres Landes. Angesichts des bereits zu beobachtenden und sich verstärkenden Strukturwandels auf den Arbeitsmärkten – Stichwort Verdrängung bestimmter Tätigkeitsbereiche durch KI – gewinnt die berufliche Bildung des Handwerks in Zukunft noch stärker an Bedeutung. Gleiches gilt im Hinblick auf die erforderliche Skalierung der Zulieferstrukturen in der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie. Damit die berufliche Bildung eine tragende Säule des Standorts bleibt, müssen die Lernorte modern und attraktiv sein und die Betriebe bei ÜLU-Kosten unterstützt werden. Dies umso mehr, als das Handwerk aktuell und gegen den Trend in anderen Bereichen der Wirtschaft einen spürbaren Zuwachs bei neuen Ausbildungsverhältnissen feststellen kann. Bei allem Verständnis für die haushaltspolitischen Sparzwänge ist mindestens eine mittelfristige Fortschreibung der Haushaltstitel auf dem Niveau von 2026 dringend erforderlich.

Überbetriebliche Bildungsstätten (ÜBS) - Investitionsstau auflösen

Die rund 570 handwerklichen Berufsbildungszentren (BBZ) bilden seit Jahrzehnten die Basis für das anerkannt hohe Aus-, Fort- und Weiterbildungsniveau des Handwerks in Deutschland. Sie sind die “Hochschulen des Handwerks” und ein wesentlicher Baustein für die exzellente berufliche Bildung von Handwerkerinnen und Handwerkern in Deutschland. In ihnen werden Bildungskarrieren von der Gesellin und dem Gesellen bis hin zur Meisterin und zum Meister sowie darüber hinaus ermöglicht.

Bund und Bundesländer fördern seit jeher anteilig den Bau, die Modernisierung und die Ausstattung in diesen Bildungszentren - weil ihre Leistungen nicht nur dem Handwerk, sondern der gesamten Wirtschaft und Gesellschaft zugutekommen. Inzwischen liegen jedoch Förderanzeigen für ein Gesamtinvestitionsvolumen von über 3,6 Mrd. Euro vor - und kontinuierlich werden mehr Bildungsstätten renovierungsbedürftig.

Die Bundesregierung hat das Problem erkannt und im Koalitionsvertrag adressiert: “Wir wollen den Investitionsstau in den Bildungsstätten mit einer verlässlichen Förderung lösen.” “Für gut ausgestattete Lernorte investieren wir in die Sanierung und Substanzerhaltung der … überbetrieblichen Bildungsstätten.” Der Einstieg in die Auflösung ist im Haushaltsjahr 2026 gelungen (mit spürbaren Erhöhungen auf 97 Mio. Euro im BMBFSFJ und im BMWE auf 55 Mio. Euro).

Mit der Kabinettsvorlage des Bundeshaushalts 2027 wurde der Mittelansatz im BMWE für 2027 allerdings auf 47,8 Mio. Euro herabgesetzt. Der Ansatz im BMBFSFJ bleibt unverändert bei 97 Mio. Euro. Diese Mittelansätze reichen nicht, um den Stau aufzulösen.

Für 2027 sind im Haushalt des BMWE mindestens wieder 55 Mio. Euro anzusetzen

In der mittelfristigen Finanzplanung ist ein schrittweiser Aufwuchs der Mittelausstattung im BMWE bis zum Jahr 2030 auf 70 Mio. Euro und beim BMBFSFJ auf 120 Mio. Euro erforderlich.

Bund und Länder können die Betriebe jeweils bis zu einem Drittel von den Kosten der ÜLU entlasten. Aktuell ist dies bei weitem nicht mehr der Fall – die Kosten in den Bildungsstätten sind stark gestiegen. Nach der jüngsten HPI-Kostenanalyse auf Basis der tatsächlichen ÜLU-Kosten fördert der Bund aktuell 23% anstelle der anzustrebenden 33%. Gleiches gilt für die Länder. Um diese Fehlentwicklung zu beheben, hat der Deutsche Bundestag die ÜLU-Bundeszuschüsse für das Jahr 2026 auf 90 Mio. Euro angehoben. Seither engagieren sich die Bundesländer dafür, ihrerseits ebenfalls höhere Mittelansätze sicherzustellen, um die Betriebe ab dem Jahr 2027 durch höhere Förderpauschalen von Bund und Ländern entlasten zu können. Tatsächlich hat das BMWE seinen Ansatz in der Kabinettsvorlage für 2027 jedoch wieder auf knapp 80 Mio. Euro abgesenkt. Mit diesem Volumen wird eine dringend erforderliche Erhöhung der Förderpauschalen und damit eine entsprechende Entlastung der Betriebe von ÜLU-Kosten nicht möglich. Auch die mittlerweile höheren Mittelansätze der Bundesländer können dann nicht fließen.

Für eine Entwicklung in Richtung ein Drittel der Bundesförderung muss:

der Haushaltsansatz des BMWE für 2027 mindestens genauso hoch angesetzt werden wie vom Bundestag für das Jahr 2026 festgelegt - bei 90 Mio. €

ZDH kompakt: ÜLU und ÜBS Stand: August 2026

ZDH kompakt: ÜLU und ÜBS

Verschiebung der E-Rechnungspflicht auf den 1. Januar 2028

Erst Spielregeln festlegen, dann starten – Die Wirtschaft steht zur E-Rechnung. Damit dieses Digitalisierungsprojekt aber nicht auf einer unsicheren Normbasis startet, sollte die E-Rechnungspflicht vom 01.01.2027 auf den 01.01.2028 verschoben werden.

Derzeit beraten EU-Parlament und Rat über einen Gesetzesentwurf der EU-Kommission, der eine neue Gesellschaftsform mit beschränkter Haftung ("EU Inc") schaffen soll. Über Missbrauchsrisiken und inhaltliche Mängel informiert beiliegendes ZDH kompakt.

Berufsorientierung und Karriereberatung gewinnen an Bedeutung. Der Sommer der Berufsausbildung lenkt auch dieses Jahr die öffentliche Aufmerksamkeit auf die Aktivitäten der Handwerksorganisation zur Beratung und Vermittlung junger Menschen in Ausbildung.

Steuerbonus für Handwerkerleistungen: Reform statt Abschaffung

Die Steuerbegünstigung für Handwerkerleistungen sollte reformiert, nicht abgeschafft werden: Sie fördert legale Aufträge, bekämpft Schwarzarbeit, entlastet Haushalte mit geringem Einkommen und entspricht den Zielen des Koalitionsvertrags.

Derzeit läuft der europäische Gesetzgebungsprozess zum Vereinfachungspaket „Digitaler Omnibus“. Über die grundlegenden Forderungen des Handwerks zu den Gesetzen Data Act, DSGVO und Plattform to Business-Verordnung (P2B) informiert beiliegendes ZDH kompakt.

Die Europäische Kommission hat einen Vorschlag für das EU-Programm Erasmus+ vorgelegt. Der Vorschlag bleibt aber an vielen Stellen vage. Was konkret zu tun ist, um das Programm attraktiver zu machen, darüber informiert beiliegendes ZDH kompakt.

Mit Blick auf die anstehenden Berichterstattergespräche zum BMWE-Haushalt werden im ZDH kompakt Wege aufgezeigt, wie der Investitionsstau in den Berufsbildungszentren des Handwerks aufzulösen ist.

Erste 100 Tage der neuen EU-Kommission: Die Wirtschaft stärken!

Die neue EU-Kommission hat die Arbeit aufgenommen. Die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft ist ein zentraler Programmpunkt. Was zu tun ist, um zusätzliche Belastungen für die Betriebe abzuwenden, darüber informiert beiliegendes ZDH kompakt.

Die Mehrzahl der 550 Bildungsstätten im Handwerk weisen einen Sanierungs-, Modernisierungs- und Neubaubedarf auf. Wie auf diese Entwicklungen zu reagieren ist und so ein Standortnachteil vermieden werden kann, darüber informiert beiliegendes ZDH kompakt.

Die Betriebe melden einen zunehmenden Unterstützungsbedarf der Auszubildenden aufgrund zunehmender Lernlücken bei Schulabgängerinnen und -abgängern. Wo die Probleme liegen und was die Bildungspolitik tun muss, darüber informiert beiliegendes ZDH kompakt.

Fehlende Fachkräfte stellen eine erhebliche Wachstumsbremse dar. Es fehlt an Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Was zu tun ist, hat der ZDH in den "Leitlinien zur Familienpolitik" formuliert. Die Kernaussagen sind in diesem ZDH kompakt zusammengefasst.

Ratsempfehlung "Europa in Bewegung" – Lernmobilität für alle

Die EU will, dass zukünftig mehr Lernende einen Lernaufenthalt im Ausland absolvieren können. Dafür müssen Handwerksbetriebe bei der Umsetzung von Lernaufenthalten für Auszubildende stärker unterstützt werden. Darüber informiert beiliegendes ZDH kompakt.

Auch in diesem Jahr unterstützt der „Sommer der Berufsausbildung“ die Berufsorientierung und zeigt die Attraktivität der beruflichen Bildung auf. Welche bildungspolitischen Handlungsansätze notwendig sind, darüber informiert beiliegendes ZDH kompakt.

Mit dem Berufsvalidierungs- und -digitalisierungsgesetz will die Bundesregierung Wege zur Einmündung in das Berufsbildungssystem und zur beruflichen Entwicklung eröffnen. Wo die Gefahren liegen, darüber informiert beiliegendes ZDH kompakt.

BEG IV: Chance nutzen. Handwerk spürbar entlasten.

Mit dem Bürokratieentlastungsgesetz IV verfolgt die Bundesregierung das Ziel, Betriebe von unnötiger Bürokratie zu befreien. Warum weitere Maßnahmen erforderlich sind und wie ein spürbarer Bürokratieabbau gelingen kann, erläutert das ZDH kompakt.

ZDH kompakt Verschiebung der E-Rechnungspflicht auf den 1. Januar 2028 22.06.2026 Erst Spielregeln festlegen, dann starten – Die Wirtschaft steht zur E-Rechnung. Damit dieses Digitalisierungsprojekt aber nicht auf einer unsicheren Normbasis startet, sollte die E-Rechnungspflicht vom 01.01.2027 auf den 01.01.2028 verschoben werden.

ZDH kompakt EU Inc. 11.06.2026 Derzeit beraten EU-Parlament und Rat über einen Gesetzesentwurf der EU-Kommission, der eine neue Gesellschaftsform mit beschränkter Haftung ("EU Inc") schaffen soll. Über Missbrauchsrisiken und inhaltliche Mängel informiert beiliegendes ZDH kompakt.

ZDH kompakt Sommer der Berufsausbildung 01.06.2026 Berufsorientierung und Karriereberatung gewinnen an Bedeutung. Der Sommer der Berufsausbildung lenkt auch dieses Jahr die öffentliche Aufmerksamkeit auf die Aktivitäten der Handwerksorganisation zur Beratung und Vermittlung junger Menschen in Ausbildung.

ZDH kompakt Steuerbonus für Handwerkerleistungen: Reform statt Abschaffung 13.05.2026 Die Steuerbegünstigung für Handwerkerleistungen sollte reformiert, nicht abgeschafft werden: Sie fördert legale Aufträge, bekämpft Schwarzarbeit, entlastet Haushalte mit geringem Einkommen und entspricht den Zielen des Koalitionsvertrags.

ZDH kompakt Digitaler Omnibus 26.03.2026 Derzeit läuft der europäische Gesetzgebungsprozess zum Vereinfachungspaket „Digitaler Omnibus“. Über die grundlegenden Forderungen des Handwerks zu den Gesetzen Data Act, DSGVO und Plattform to Business-Verordnung (P2B) informiert beiliegendes ZDH kompakt.

ZDH kompakt Erasmus+ 19.09.2025 Die Europäische Kommission hat einen Vorschlag für das EU-Programm Erasmus+ vorgelegt. Der Vorschlag bleibt aber an vielen Stellen vage. Was konkret zu tun ist, um das Programm attraktiver zu machen, darüber informiert beiliegendes ZDH kompakt.

ZDH kompakt Bildungsstättenförderung: Investitionsstau auflösen! 16.07.2025 Mit Blick auf die anstehenden Berichterstattergespräche zum BMWE-Haushalt werden im ZDH kompakt Wege aufgezeigt, wie der Investitionsstau in den Berufsbildungszentren des Handwerks aufzulösen ist.

ZDH kompakt Erste 100 Tage der neuen EU-Kommission: Die Wirtschaft stärken! 25.01.2025 Die neue EU-Kommission hat die Arbeit aufgenommen. Die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft ist ein zentraler Programmpunkt. Was zu tun ist, um zusätzliche Belastungen für die Betriebe abzuwenden, darüber informiert beiliegendes ZDH kompakt.

ZDH kompakt Bildungsstättenförderung: Investitionsstau vermeiden! 01.09.2024 Die Mehrzahl der 550 Bildungsstätten im Handwerk weisen einen Sanierungs-, Modernisierungs- und Neubaubedarf auf. Wie auf diese Entwicklungen zu reagieren ist und so ein Standortnachteil vermieden werden kann, darüber informiert beiliegendes ZDH kompakt.

ZDH kompakt Ausbildungsqualität 18.08.2024 Die Betriebe melden einen zunehmenden Unterstützungsbedarf der Auszubildenden aufgrund zunehmender Lernlücken bei Schulabgängerinnen und -abgängern. Wo die Probleme liegen und was die Bildungspolitik tun muss, darüber informiert beiliegendes ZDH kompakt.

ZDH kompakt Familienpolitik 11.06.2024 Fehlende Fachkräfte stellen eine erhebliche Wachstumsbremse dar. Es fehlt an Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Was zu tun ist, hat der ZDH in den "Leitlinien zur Familienpolitik" formuliert. Die Kernaussagen sind in diesem ZDH kompakt zusammengefasst.

ZDH kompakt Ratsempfehlung "Europa in Bewegung" – Lernmobilität für alle 30.05.2024 Die EU will, dass zukünftig mehr L