GDV veröffentlicht neue Ausgabe der Financial Stability Perspectives in Deutschland; hohe Staatsschulden wichtiger Staaten erhöhen Risiken
Geopolitik, KI und Staatsschulden: Die neuen Bruchlinien der Finanzstabilität
Geopolitik, KI und Staatsschulden: Die neuen Bruchlinien der Finanzstabilität
Gegenüber den Folgen des Iran-Konflikts zeigen sich Weltwirtschaft und Finanzsystem weiterhin resilient. Die Risiken für die Stabilität des Finanzsystems bleiben jedoch hoch. Einen Überblick über aktuelle Entwicklungen der Finanzstabilität und der makroprudenziellen Aufsicht gibt die neue Ausgabe der „Financial Stability Perspectives“ des GDV.
Die Weltwirtschaft hat den schweren Angebots- und Energiepreisschock durch den Iran-Konflikt bisher besser bewältigt als erwartet. Auch das Finanzsystem zeigt sich weiterhin resilient. Dennoch bleiben die Risiken für die Finanzstabilität auf hohem Niveau.
Das gedämpfte Wirtschaftswachstum, höhere Inflation und Zinsen sowie vor allem die ausgeprägte makrofinanzielle Unsicherheit wirken als Belastungsfaktoren. Die andauernden geopolitischen Konflikte und die rasanten Fortschritte im Bereich der Künstlichen Intelligenz könnten zu weiteren adversen Schock-Ereignissen für Weltwirtschaft und Finanzsystem führen. Bestehende Verwundbarkeiten – insbesondere die sehr ambitionierten Bewertungen KI-bezogener Vermögenswerte und die hohen Staatsschulden wichtiger Staaten – wirken risikoverstärkend. Angesichts zunehmender hybrider Bedrohungen und neuartiger Fähigkeiten der Frontier-KI-Modelle gewinnen zudem systemische Cyberrisiken weiter an Bedeutung.
Für den Versicherungssektor bleiben die Risiken auf mittlerem Niveau. Als langfristig orientierte Investoren profitieren Versicherer vom höheren Zinsniveau. Solide Solvenzquoten bieten robuste Puffer für das Auftreten von Schocks. Die makroökonomischen Folgen des Iran-Konflikts schlagen sich jedoch in einer verhalteneren Geschäftsentwicklung nieder. Zudem bringt die zunehmend komplexere Risikolandschaft auch für die Versicherer wachsende Herausforderungen mit sich. Gleichzeitig leistet die Versicherungswirtschaft u. a. durch die Unterstützung des Risikomanagements der Wirtschaft einen Beitrag zur Stärkung der Resilienz von Volkswirtschaft und Finanzsystem. Dies zeigt sich exemplarisch am wachsenden Markt für Cyberversicherungen.
Die vollständige Ausgabe der Financial Stability Perspectives steht Ihnen hier zum Download zur Verfügung. Bei Fragen wenden Sie sich gerne an die Autorin Dr. Anja Theis .
2026 Unter dem Titel „Geopolitik, KI und Staatsschulden: Die neuen Bruchlinien der Finanzstabilität” gibt diese Ausgabe einen Überblick über Entwicklungen der Finanzstabilität und der makroprudenziellen Aufsicht. PDF, 2,2 MB, 01.09.2026
Unter dem Titel „Geopolitik, KI und Staatsschulden: Die neuen Bruchlinien der Finanzstabilität” gibt diese Ausgabe einen Überblick über Entwicklungen der Finanzstabilität und der makroprudenziellen Aufsicht.
Konjunktur & Märkte Subventioniert der Euroraum den US-Haushalt über Stablecoins? Emittenten von Dollar-Stablecoins zählen zu den am schnellsten wachsenden Haltern kurzfristiger US-Staatsanleihen. Ihre Reserven fließen fast vollständig in solche Papiere, weshalb jede Ausweitung des Umlaufs die Nachfrage danach erhöht. Artikel vom 17.08.2026
Subventioniert der Euroraum den US-Haushalt über Stablecoins?
Konjunktur & Märkte Europa in der Belastungsprobe Die deutsche Wirtschaft dürfte im Sommer 2026 schwächer laufen als die Jahresprognosen vermuten lassen. Der Jahreswert wird von Sondereffekten gestützt. Artikel vom 25.06.2026
Regulierung Versicherungsregulierungskonferenz: Finanzstabilitätsexperten loben Resilienz der Branche Auf der GDV-Versicherungsregulierungskonferenz diskutierten zwei führende Vertreter der europäischen Finanzaufsicht die Finanzstabilität Europas. Ihre Botschaft: Die Resilienz ist hoch, die Risiken aber auch. Artikel vom 22.06.2026
Versicherungsregulierungskonferenz: Finanzstabilitätsexperten loben Resilienz der Branche