Centre de Culture et de Loisirs Saint-Imier erhält Kulturpreis 2026; drei Preise je 20'000 Franken

Kulturpreise 2026 des Kantons Bern

Kulturpreise 2026 des Kantons Bern

Der Kulturpreis 2026 des Kantons Bern geht an das Centre de Culture et de Loisirs in Saint-Imier. Der künstlerische Forscher Rohit Jain erhält die zum zweiten Mal vergebene Médaille «mitenand – ensemble». Mit dem Prix du bilinguisme dans la culture wird das NMB Nouveau Musée Bienne

Neue Museum Biel ausgezeichnet. Die drei Preise sind mit je 20 000 Franken dotiert. Die öffentliche Verleihung findet am 12. Oktober 2026 in Burgdorf statt.

Der Kanton Bern vergibt in diesem Jahr drei Kulturpreise. Der Kulturpreis 2026 geht an das Centre de Culture et de Loisirs (CCL) in Saint-Imier: ein Haus für Theater, Musik, Tanz, Humor und visuelle Kunst. Seit seiner Gründung in den frühen 1970er Jahren macht das CCL – derzeit von Patrick Domon und seinem Team geleitet – Kultur zu einem festen und prägenden Teil des gesellschaftlichen Lebens im Berner Jura. Das vielfältige, multidisziplinäre Programm des CCL zeigt regionale Kunstschaffende, nationale und internationale Gastproduktionen und bietet auch Nachwuchs- und Laienensembles regelmässig eine Plattform. Damit stärkt das CCL das regionale Kulturschaffen ebenso wie den kulturellen Austausch.

Mit dem Kulturpreis 2026 würdigt der Kanton Bern insbesondere die herausragende Kontinuität und wachsende Professionalisierung, die das CCL zu einem Kulturzentrum mit überregionaler Strahlkraft und Resonanz gemacht haben.

Médaille «mitenand – ensemble» für Rohit Jain Die in diesem Jahr zum zweiten Mal vergebene Médaille «mitenand – ensemble» erhält Rohit Jain. Der künstlerisch und kuratorisch tätige Forscher setzt sich seit 15 Jahren für kulturelle Teilhabe ein. In seiner interdisziplinären und gemeinschaftsbasierten Arbeit verbindet er künstlerisches Schaffen mit wissenschaftlicher Forschung und gesellschaftspolitischem Engagement mit Fokus auf Migration, Rassismus und Demokratie. Von ihm mitinitiierte und mitgestaltete Projekte wie das «Institut Neue Schweiz» oder das künstlerisch-ethnografische Langzeitprojekt «Schwarzenbach Komplex» schaffen Räume, wo Menschen nicht nur am kulturellen Leben teilhaben, sondern gemeinsam Wissen aktivieren und eigene künstlerische Ausdrucksformen sowie neuen Formen des Zusammenlebens entwickeln.

Der Kanton Bern zeichnet Rohit Jains kontinuierliches Engagement aus, aktuelle gesellschaftliche Fragen mit künstlerischen Disziplinen zu verbinden und Menschen in die ästhetischen, kulturellen und gesellschaftspolitischen Diskurse einzubinden, die sonst oft ausgeschlossen bleiben.

Der Prix du bilinguisme dans la culture für das NMB Nouveau Musée Bienne

Neues Museum Biel Mit dem Prix du bilinguisme dans la culture 2026 wird das NMB Nouveau Musée Bienne

Neue Museum Biel ausgezeichnet. Gewachsen aus dem Zusammenschluss der Museen Neuhaus und Schwab mit der Stiftung Sammlung Robert, besteht das NMB seit 2012 als Mehrspartenhaus für Geschichte, Kunst und Archäologie. Unter der Leitung von Bernadette Walter erkundet das NMB nicht nur Berührungspunkte zwischen Kunst, Archäologie und Geschichte, sondern lebt auch die Zweisprachigkeit. Sie prägt den Betrieb, die Organisationsstruktur den institutionellen Alltag. Gleichzeitig greift das NMB das Thema auch immer wieder in seinen Ausstellungen und Vermittlungsangeboten auf. Es lädt so das Publikum ein, sich mit der Bedeutung und dem Potenzial des gelebten Bilinguisme im Kanton Bern auseinanderzusetzen.

Für die konsequente Verankerung und das Sichtbarmachen der Zweisprachigkeit auf allen Ebenen verleiht der Kanton Bern dem NMB den Prix du bilinguisme dans la culture 2026.

Öffentliche Preisverleihung Die Verleihung der drei Preise ist öffentlich und findet am Montag, 12. Oktober 2026, um 18 Uhr im Casino Theater in Burgdorf statt. Sie sind herzlich dazu eingeladen.

Centre de Culture & de Loisirs

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NMB Neues Museum Biel | Nouveau Musée Bienne, Blick in die Ausstellung Le bilinguisme n’existe pas. Biu

Bienne, città of njëqind Sprachen, 2019